Haustierzuwachs in Coronazeiten

 

Coronazeit ist Homeofficezeit. Für viele ein Grund, sich ein Haustier anzuschaffen, das in den kontaktarmen Zeiten für Gesellschaft und Abwechslung sorgt. „Neben den angenehmen Dingen, wie den Spaziergängen an der frischen Luft, muss aber auch an den Versicherungsschutz gedacht werden - sonst kann es teuer werden“, sagt Bianca Boss, Pressesprecherin des Bund der Versicherten e. V. (BdV).

 

Eine Tierhalterhaftpflichtversicherung ist für alle Hundebesitzer*innen unverzichtbar, in manchen Bundesländern ist sie sogar gesetzlich vorgeschrieben. Denn Tierhalter*innen müssen für Schäden aufkommen, die ihre Tiere verursachen. Gerade Anfänger*innen unterschätzen hier häufig die Gefahren. Wenn der Hund zubeißt, können Schadensersatzforderungen für Personen-, Sach- und Vermögensschäden folgen. Jede Tierhalterhaftpflichtversicherung hat dabei zwei Aufgaben: Sie begleicht den entstandenen Schaden oder wehrt unberechtigte Ansprüche ab.

 

Katzen und zahme Kleintiere wie Mäuse, Hamster oder Kaninchen sind in der privaten Haftpflichtversicherung mitversichert. Eine separate Tierhalterhaftpflichtversicherung ist für diese Tiere nicht notwendig.

Wer mögliche Krankheitskosten für sein Tier absichern möchte, kann unter Umständen über eine Operationskosten- oder Krankenversicherung nachdenken. Die Operationskostenversicherung umfasst die Tierarztkosten für Operationen unter Narkose, sie zahlt außerdem für eine stationäre Unterbringung sowie für die Nachbehandlung. Die Krankenversicherung trägt unter anderem die Kosten für ambulante und stationäre tierärztliche Behandlungen sowie Vorsorgemaßnahmen (z. B. Impfungen oder Wurmkuren).

 

Es gibt allerdings erhebliche Unterschiede, bis zu welchem Satz der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) der Versicherungsschutz besteht oder ob Wartezeiten gelten. Tierbesitzer*innen sollten daher vor einem eventuellen Vertragsabschluss unbedingt einen Blick in die Versicherungsbedingungen werfen. Aber das empfiehlt sich ohnehin bei allen Verträgen. Eigene Rücklagen zu bilden, kann die bessere Alternative zum Abschluss eines Versicherungsvertrages sein.

 

Neue Verordnung: Hunde müssen zweimal am Tag für eine Stunde vor die Tür

 

Für Hundehalter und für Züchter sollen künftig strengere Regeln gelten. Außerdem will die Bundesregierung den Tierschutz für den Transport von Nutztieren verbessern. Das geht aus einem Verordnungsentwurf des Bundeslandwirtschaftsministeriums hervor, der der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vorliegt. Wörtlich heißt es: "Einem Hund ist mindestens zweimal täglich für insgesamt mindestens eine Stunde Auslauf im Freien außerhalb eines Zwingers zu gewähren." Man darf künftig Hunde auch nicht mehr den ganzen Tag alleine lassen. Eine Betreuungsperson soll sich der neuen Verordnung zufolge "mehrmals täglich" um das Tier kümmern müssen. Als Begründung nennt der Entwurf "neue wissenschaftliche Erkenntnisse über die Bedürfnisse von Hunden".

 

Den Tieren soll ein "ausreichendes Maß an Bewegung und Kontakt mit Umweltreizen" ermöglicht werden. Hunde an einer Kette oder Leine zu halten, wird grundsätzlich verboten. Verboten werden sollen zudem Ausstellungen mit Hunden, die derart überzüchtet wurden, dass sie Qualen leiden und sich nicht mehr artgerecht verhalten können, oder denen Körperteile wie Ohren und Rute "tierschutzwidrig vollständig oder teilweise amputiert" wurden. Strengere Vorgaben gibt es nach den Plänen der Bundesregierung auch für Hundezüchter.

 

Sie sollen nur noch maximal drei Hündinnen mit Welpen gleichzeitig betreuen dürfen. Für die Wurfkisten gibt es neue Vorschriften, was Größe und Temperatur betrifft. Welpen sollen es in den ersten beiden Lebenswochen mindestens 18 Grad warm haben und sollen mindestens einmal täglich Auslauf bekommen. Für Nutztiere sieht die neue Verordnung vor, Transporte innerhalb von Deutschland viereinhalb Stunden nicht mehr übersteigen dürfen, "wenn nicht sichergestellt ist, dass zu jedem Zeitpunkt während der Beförderung in dem Bereich, in dem sich die Tiere während des Transportes aufhalten, eine Temperatur von nicht mehr als 30 Grad herrscht".

 

Tiere bei Hitze aus dem Auto befreien?

 

Verbraucherfrage von Martin M. aus Wiesbaden:

Immer wieder höre ich, dass Hundebesitzer ihre Tiere im Sommer im Auto zurücklassen. Darf ich in so einem Fall die Scheibe einschlagen, um das Tier zu befreien?

 

Tiere bei Hitze aus dem Auto befreien

 

Michaela Rassat, Juristin der ERGO Rechtsschutz Leistungs-GmbH: Einige Hundebesitzer lassen auch im Hochsommer ihre Vierbeiner im Auto, um schnell eine Erledigung zu machen. Vielen ist nicht bewusst, dass sich das Autoinnere bereits innerhalb weniger Minuten – auch im Schatten – stark aufheizt. So ist es beispielsweise bereits nach zehn Minuten schon durchschnittlich sieben Grad wärmer als zuvor. Auch ein spaltbreit geöffnetes Fenster bietet wenig Abhilfe. Aber: Wer jetzt einfach die Scheibe einschlägt, um einem fremden Hund zu helfen, macht sich wegen Sachbeschädigung strafbar und muss den Schaden bezahlen. Die Beschädigung fremden Eigentums ist nur dann gerechtfertigt, wenn es keine andere Möglichkeit gibt und der Hund in akuter Lebensgefahr ist. Wer einen offenbar unter Hitze leidenden Hund in einem Auto sieht, sollte also zunächst versuchen, den Besitzer zu finden. Dabei können zum Beispiel Durchsagen in umliegenden Geschäften helfen. Ist er unauffindbar, gilt es, die Polizei zu verständigen. Einen eigenen Befreiungsversuch nur starten, wenn der Halter nicht auffindbar ist, die Polizei auf sich warten lässt und das Tier zum Beispiel Anzeichen eines Hitzschlages wie apathisches Herumliegen, glasige Augen oder Gleichgewichtsstörungen zeigt. Wichtig: Dass ein Hund bei Hitze hechelt, ist normal und kein Zeichen für eine Notsituation. Wer sich zu einer Rettung entschließt, sollte die Ausgangslage und die Aktion an sich umfassend dokumentieren. Dafür zum Beispiel Passanten bitten, die Situation mit dem Handy zu fotografieren oder zu filmen, um später Beweismaterial zu haben. Außerdem sollte der Retter den Grad der Sachbeschädigung möglichst klein halten: Deshalb zunächst prüfen, ob Fenster oder Türen leicht zu öffnen sind. Ist dies nicht möglich und verschlechtert sich die Lage des Tieres, darf er als letztes Mittel ein Fenster einschlagen. Dies sollte vorsichtig geschehen, um nicht sich selbst oder den Hund durch Glassplitter zu verletzen. Nach der Befreiung dem Vierbeiner umgehend etwas zu trinken geben und den Körper wenn möglich zur Kühlung mit Wasser befeuchten.

 

Hundehalter haftet für provokatives Verhalten seines Vierbeiners

 

Provoziert ein nicht angeleinter Hund einen anderen Hund derart, dass der gereizte Hund zubeißt und jemanden schädigt, haftet unter Umständen der Halter des nicht angeleinten Hundes. Die Württembergische Versicherung weist auf zwei aktuelle Urteile des Oberlandesgerichts Karlsruhe (7 U 86/18) und des Landgerichts Osnabrück (8 O 1022/19) hin.

 

In dem vom Oberlandesgericht Karlsruhe entschiedenen Fall hatte eine Halterin ihren Terrier nicht angeleint. Als dieser auf eine angeleinte Dogge zurannte, kam es zu einem Kampf zwischen den Tieren. In dessen Verlauf stürzte der Halter der Dogge und wurde von einem der Hunde ins Gesicht gebissen. Der geschädigte Hundehalter, ein Freiberufler, war fünf Tage arbeitsunfähig und trug eine Narbe davon. Laut dem Urteil muss ihm die Halterin des Terriers den Verdienstausfall von 3.100 Euro und Schmerzensgeld von 2.000 Euro bezahlen. Zwar konnte nicht geklärt werden, ob der Halter der Dogge von seinem eigenen Hund oder von dem Terrier gebissen wurde. Darauf komme es aber nicht an, entschied das Gericht. Entscheidend sei vielmehr, dass die Aggression von dem nicht angeleinten Terrier ausging.

 

Anders war der Sachverhalt dagegen bei dem vom Landgericht Osnabrück entschiedenen Fall. Die Besitzerin eines Terriers war hingefallen und hatte sich verletzt, nachdem ihr Hund mehrfach um sie herumgelaufen war und sich dabei die Hundeleine verwickelt hatte. Sie war der Ansicht, dass sich ihr Hund deshalb so nervös verhalten habe, weil sich in der Nähe ein angeleinter Rottweiler befand.

Sie verklagte dessen Halter auf Schmerzensgeld. Die Klage wurde allerdings abgewiesen. Laut dem Urteil würde der Halter nur dann haften, wenn der Rottweiler den Terrier zu seinem Verhalten provoziert hätte. Das war jedoch nach Überzeugung des Gerichts nicht der Fall, da der Rottweiler angeleint war und von ihm keine Aggression ausging.

 

Wer mit dem Hund radelt, haftet für Schäden

 

Rauf aufs Rad und den Hund mitnehmen: Das ist laut Straßenverkehrsordnung grundsätzlich erlaubt – der Hund muss nicht einmal angeleint sein. Doch wenn das Tier andere Verkehrsteilnehmer dabei gefährdet, muss der Besitzer mit einem Verwarngeld rechnen. Zudem haftet er für Schäden, so das R+V-Infocenter.

 

Keine Leinenpflicht

 

Auf Deutschlands Wegen und Straßen sind immer mehr Radfahrer unterwegs, auch mit Hund. Dagegen ist laut Straßenverkehrsordnung nichts einzuwenden. „Hunde dürfen mit und ohne Leine neben dem Rad herlaufen“, sagt Ferenc Földhazi, Haftpflichtexperte bei der R+V Versicherung. In beiden Fällen muss der Radfahrer das Verhalten des Tieres jedoch jederzeit unter Kontrolle haben. „Ansonsten entstehen schnell gefährliche Situationen, in der sich Tier oder Besitzer schwer verletzen können“, erläutert R+V-Experte Földhazi. Wenn andere Verkehrsteilnehmer geschädigt werden, muss der Hundebesitzer die Kosten dafür tragen – er haftet grundsätzlich für Schäden, die sein Vierbeiner verursacht. „Diese übernimmt die Tierhalterhaftpflichtversicherung, die jeder Tierhalter haben sollte. Inzwischen ist sie ja in fast allen Bundesländern für viele Hunderassen Pflicht.“ Zudem kann die Polizei ein Verwarngeld ab zehn Euro erheben.

 

Weitere Tipps:

 

Wer beim Radfahren mit Hund eine Leine bevorzugt, kann diese mit einer speziellen Halterung befestigen. Der Vorteil: Der Radfahrer hat beide Hände frei, der Hund läuft in ausreichendem Abstand zum Rad.

Kleine Hunde können mit dem Rad in der Regel nicht gut Schritt halten. Für sie empfiehlt sich der Transport in einem Lenkerkorb – vorausgesetzt, das Tier ist höchstens fünf Kilogramm schwer.

Für größere Hunde oder bei längeren Touren bietet sich ein Fahrradanhänger an.

Beim Transport müssen die Besitzer sicherstellen, dass der Hund nicht herausspringt.

 

Hundehaftpflichtversicherung: Die Vorschriften in den Bundesländern

 

Baden-Württemberg         Versicherungspflicht für gefährliche Hunde

Bayern   In einzelnen Gemeinden ist die Tierhalterhaftpflichtversicherung Voraussetzung für die Haltung eines Kampfhundes

Berlin     Versicherungspflicht für alle Hunde

Brandenburg       Versicherungspflicht für gefährliche Hunde

Bremen Versicherungspflicht für gefährliche Hunde

Hamburg             Versicherungspflicht für alle Hunde

Hessen  Versicherungspflicht für gefährliche Hunde

Mecklenburg-Vorpommern            Keine Vorschrift

Niedersachsen    Versicherungspflicht für alle Hunde

Nordrhein-Westfalen        Versicherungspflicht für gefährliche Hunde und große Hunde

Rheinland-Pfalz   Versicherungspflicht für gefährliche Hunde

Saarland               Versicherungspflicht für gefährliche Hunde

Sachsen Versicherungspflicht für gefährliche Hunde

Sachsen-Anhalt   Versicherungspflicht für alle Hunde

Schleswig-Holstein            Versicherungspflicht für alle Hunde

Thüringen            Versicherungspflicht für alle Hunde

 

Haftung und Versicherungen: Was Hundehalter wissen sollten!

 

Wie beliebt der treueste Freund des Menschen, wie Hunde oft genannt werden, in Deutschland ist, zeigen Zahlen aus der offiziellen Statistik. So gibt es in Deutschland rund 11,6 Millionen Hunde in 8,6 Millionen Haushalte, davon sogar 1,4 Millionen Haushalte mit 2 und mehr Hunden.

Was können Hunde denn alles anrichten?

Auf was sollte man aufpassen bei der Auswahl der Versicherungen? Sehen Sie dazu mehr im Videobeitrag.

 

Haftung und Versicherungen: Was Pferdehalter wissen sollten!

 

Pferdesport ist in Deutschland populär wie nie. Schätzungsweise etwas mehr als eine Millionen Pferde und Ponys leben hier.

Pferde zu halten ist aber nicht ganz billig. Das geht schon beim Kaufpreis los. Das Durchschnittspferd kostet zwischen 5.000 - 10.000 Euro, Turnierpferde gehen bei einem Kaufpreis von 10.000 - 20.000 Euro los und noch teurer sind dann die ganz hochwertigen Pferde.

Was können Pferde alles anrichten?

Wer haftet für diese Schäden? Dazu mehr im Videobeitrag.

 

Wichtig für Heimtierbesitzer!

 

In Deutschland gibt es 26 Millionen Heimtiere, fast jeder zweite Haushalt hat eines. Jeder kann sich Heimtiere halten. Es gibt aber auch bei manchen Tierarten, z.B. exotische Tiere, bestimmte Vorschriften wie ein Tier gehalten werden muss, die das Tierschutzgesetz regelt.

Tiere können auch Schäden verursachen, für die dann der Tierhalter haften muss. Pferde und Hunde verursachen die meisten Schäden. Welche Versicherungen sind für Heimtiere sinnvoll? Wie kann man exotische Tiere versichern?

Auf was sollte man bei der Auswahl der Versicherungen achten? Die Antworten und weitere Informationen sehen Sie im Video.

 

Hundehalter sollten Haftpflichtversicherung genau prüfen 

Etwa 100.000 Haftpflichtschäden verursachen Hunde laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft im Jahr. 

 

Beruhigter dürften da Hundehalter aus Sachsen-Anhalt sein, wenn sie mindestens eine nach dem hiesigen Hundegesetz verpflichtende Hundehaftpflichtversicherung über mindestens 1 Million Euro für Personen- und Sachschäden sowie 50.000 Euro für sonstige Vermögensschäden vorweisen können. Denn verursacht der Vierbeiner einen Schaden, tritt die Hundehaftpflichtversicherung dafür ein.

 

Diese Versicherung ist spätestens drei Monate nach Geburt des Hundes abzuschließen und aufrechtzuerhalten. Hundehalter, die dieser Verpflichtung nicht nachkommen oder nur unzureichende Deckungssummen in ihren Policen vereinbart haben, begehen eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße von bis zu zehntausend Euro geahndet werden kann. 

 

Außerdem sollte sich jeder Hundehalter bewusst sein, dass jeder vom Hund verursachte Schaden ohne passenden Versicherungsschutz im Einzelfall finanziell Existenz bedrohend sein kann. Hundebesitzer sollten deshalb kein finanzielles Risiko eingehen und eine entsprechende Tierhalter-Haftpflichtversicherung abschließen. Dabei geht es nicht nur um Verletzungen, die anderen durch den Vierbeiner zugefügt wurden. Tierhalter können beispielsweise auch für Folgeschäden haftbar gemacht werden, wenn jemand erschrickt und sich deshalb verletzt. Auch für Sachschäden an gemieteten Räumen, die durch den Hund versursacht werden, haftet der Hundehalter. Egal, ob dem Hundehalter ein Verschulden trifft oder nicht. Die private Haftpflichtversicherung des Hundehalters deckt solche Schäden nicht ab.

 

Die Verbraucherzentrale rät zu einer höheren Versicherungssumme als gesetzlich vorgeschrieben. Das sind mindestens 3 Millionen Euro pauschal für Personen- und Sachschäden sowie mindestens 50.000 Euro für Vermögensschäden. Damit sind die Hundehalter im Schadenfall auf der sicheren Seite und der jährliche Beitrag ist nicht viel teurer als bei niedrigeren Deckungssummen. Die Versicherungsbeiträge für eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung betragen je nach Versicherer und Leistungsumfang ab 60,- Euro im Jahr. Wer eine Selbstbeteiligung vereinbart, zahlt etwas weniger, so die Verbraucherzentrale.

 

Tier-Krankenversicherung in 2017 gefragter

Ob Camping im heimischen Wald oder Entspannen an sonnigen Stränden: Hundebesitzer verbringen ihre freie Zeit am liebsten in Begleitung ihrer Vierbeiner. Doch gerade Erkundungstouren in der Natur bergen für Hunde Verletzungsgefahren. Eine Gelenkverletzung beim Wandern oder ein Muschelsplitter in der Pfote werden da zum unerwünschten Souvenir. „Die Behandlung solcher Verletzungen beim Tierarzt ist häufig nicht mit einem einzigen Besuch abgeschlossen“, weiß Sven Poplawski, Experte der AGILA Haustierversicherung. „Vor allem Untersuchungen im Ausland enden schnell mit einer hohen Rechnung.“ Etwa ein Viertel aller Halter hat vor dem Kauf des Hundes die anfallenden Tierarztkosten unterschätzt. Das ergab eine exklusive Umfrage der AGILA Haustierversicherung mit Statista unter 1.390 Hundebesitzern.

 

Hinzu kommt, dass rund 77% der Befragten keine Versicherung für ihre Fellnase abgeschlossen haben, die die Kosten einer tierärztlichen Behandlung abdeckt. Dabei gehören Tierarztbesuche zu einem langen, gesunden Hundeleben dazu. Bereits im Welpenalter müssen die Vierbeiner geimpft und entwurmt werden, um späteren Krankheiten vorzubeugen. Von Schnupfen über Ausschlag bis zu einer plötzlich auftretende Allergie: Mit der Behandlung sind unweigerlich auch Ausgaben verbunden. Eine Krankenversicherung ist für Hunde daher ebenso sinnvoll wie für Menschen. Erkrankt der Vierbeiner, summieren sich die Kosten für Erstversorgung, Diagnose, Behandlung und Nachkontrolle schnell. Alleine bei einer MRT-Untersuchung fallen durchschnittliche 500 Euro an, für die Behandlung eines Kreuzbandrisses oder einer Hüftgelenkserkrankung des Vierbeiners werden im Schnitt sogar 1.500 Euro aufgerufen. Eine Krankenversicherung deckt auch solche hohen und für die Besitzer oft unerwarteten Summen ab.

 

Wer eine Tierkrankenversicherung für Hunde abschließen möchte, sollt sich vorher ausreichend informieren, rät Sven Poplawski. „Nicht jede Versicherung bietet dieselben Konditionen an. Häufig ist die Höhe des Beitrags von Rasse oder Alter des Tieres abhängig. Auch eine Behandlung im Ausland ist nicht immer abgedeckt.“ Es lohnt sich also, die verschiedenen Angebote genau zu vergleichen.

 

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