Erstmals negativ: Realzins für Ratenkredite fällt auf minus 0,8 Prozent

 

Mit 2,99 Prozent lag der mittlere Zinssatz aller über Verivox abgeschlossenen Ratenkredite im Juli deutlich unterhalb der Inflationsrate. Zum ersten Mal fiel damit auch der Realzins, also die Verzinsung unter Berücksichtigung der laufenden Teuerungsrate, mit minus 0,8 Prozent unter die Null-Prozent-Marke. Ausgewertet wurde der sogenannte Median-Zinssatz – die Hälfte aller Kreditnehmer zahlt diesen oder einen günstigeren Zins. In den kommenden Monaten könnte der Realzins noch tiefer ins Minus rutschen.

 

Realzins für zwei Drittel der Kreditnehmer negativ

 

Konstant günstige Kreditzinsen trafen im Juli auf eine sprunghaft angestiegene Inflation. Die mittleren Ratenkreditzinsen hielten mit 2,99 Prozent das niedrige Niveau der Vormonate und die Inflationsrate kletterte mit 3,8 Prozent auf den höchsten Stand seit 1993. Näherungsweise wird der Realzins oft vereinfacht berechnet, indem die Inflationsrate vom Zinssatz abgezogen wird. Das ergibt für Juli gerundet einen Realzins von minus 0,8 Prozent. Mit der exakten Formel errechnet sich ein Realzins von minus 0,78 Prozent. Insgesamt schlossen im Juli zwei von drei Verivox-Kunden ihr Darlehen zu einem Zinssatz unterhalb der Inflationsrate und damit zu negativen Realzinsen ab.

 

„Dass eine Mehrheit ihren Ratenkredit zu Zinsen unterhalb der laufenden Teuerung abschließen kann, ist eine historische Ausnahmeerscheinung“, sagt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH. Was das für Kreditnehmer bedeutet, verdeutlicht ein Rechenbeispiel: Wer zum mittleren Zinssatz von 2,99 Prozent einen Kredit von 15.000 Euro aufnimmt, zahlt bei einer Laufzeit von 5 Jahren insgesamt 16.152 Euro an die Bank zurück. Allerdings hätte diese Summe bei konstanter Inflation am Ende der Laufzeit nur noch einen Wert von 13.404 Euro. Gemessen an der heutigen Kaufkraft würden Kreditnehmer also rund 1.600 Euro weniger zurückzahlen, als sie erhalten haben.

 

Der Trend dürfte sich weiter fortsetzen

 

Ein wichtiger Grund für den sprunghaften Anstieg der Inflationsrate im Juli ist der sogenannte Basiseffekt: Um die Konjunktur in der Pandemie anzukurbeln, galten in der zweiten Jahreshälfte 2020 vorübergehend reduzierte Mehrwertsteuersätze, was die Inflation nach unten trieb. Das geringere Preisniveau vor einem Jahr bildet nun die Basis zur Berechnung der aktuellen Teuerungsrate. Neben diesem Basiseffekt sind die gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise wichtige Inflationstreiber.

 

„Der Juli wird nicht der letzte Monat mit negativen Realzinsen gewesen sein“, sagt Oliver Maier. „Denn die Zinsen für Ratenkredite werden weiterhin sehr niedrig bleiben und im Laufe der nächsten Monate könnte sich der Trend steigender Inflationsraten sogar noch verstärken.“ Die Bundesbank rechnet damit, dass sich die Inflation in Deutschland bis zum Jahresende in Richtung der 5-Prozent-Marke bewegt.

 

Wenn diese Prognose eintrifft, könnte schon bald die Mehrheit aller Onlinekredite zu negativen Realzinsen angeboten werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine weitere Zinsauswertung von Verivox. Wer über das Vergleichsportal Kredite anfragt, erhält meist nicht nur ein, sondern zahlreiche Bankangebote zu ganz unterschiedlichen Konditionen. Neben den Kreditabschlüssen hat Verivox auch die Zinssätze all dieser Kreditangebote ausgewertet. Im Juli lag der mittlere Zins bei 4,35 Prozent – die Hälfte aller Angebote offerierte diesen oder einen günstigeren Zinssatz. Sollte die Bundesbank mit ihrer Vorhersage einer 5-prozentigen Inflation Recht behalten, könnten die Zinsen also auch in der Breite des Marktes schon bald unterhalb der laufenden Teuerung liegen.

 

Trotz negativer Realzinsen: Kredite nur bei Bedarf aufnehmen

 

„Trotz negativer Realzinsen sollten Verbraucherinnen und Verbraucher nur dann einen Kredit aufnehmen, wenn sie ihn auch wirklich brauchen“, sagt Oliver Maier. „Wer das Geld für größere Konsumwünsche frei verfügbar auf dem Konto liegen hat, greift lieber zunächst auf diese Reserven zu.“ Denn trotz negativer Realzinsen zahlen Verbraucher für einen Kredit immer noch höhere Zinsen, als sie für ihr Erspartes auf Tagesgeld- oder Girokonten erhalten würden. Zudem kann niemand zuverlässig vorhersagen, wie sich die Teuerungsrate über die gesamte Kreditlaufzeit entwickeln wird.

 

Ratenkredite: Kriterien für die Kreditvergabe oft nicht nachvollziehbar

 

Ein Ratenkredit ist kein Selbstläufer. Es kommt vor, dass Banken Kreditanträge ohne Erklärung ablehnen, obwohl Kundin oder Kunde glaubt, sich den Kredit leisten zu können. Oder sie verlangen einen viel höheren Zins als in der Werbung. Die Stiftung Warentest hat für die Juni-Ausgabe ihrer Zeitschrift Finanztest bei 21 Banken und Sparkassen nachgefragt, welche Kriterien für die Kreditvergabe wichtig sind, welche Rolle die Schufa dabei spielt, und informiert über die Konditionen der Ratenkredite.

 

Wer einen Kredit aufnehmen will, muss volljährig sein und einen festen Wohnsitz in Deutschland haben. Wird der Kredit nicht über die Hausbank beantragt, müssen meistens eine Gehaltsabrechnung der vergangenen drei Monate, aktuelle Kontoauszüge für die Ermittlung der Einnahmen und Ausgaben vorliegen. Für die Ausgaben setzen einige Banken häufig nicht die tatsächlichen Werte an, sondern Erfahrungswerte, denn sie fragen die Ausgaben der Kunden nicht einzeln ab. Wenn der Kreditantrag abgelehnt wird, sollten Kunden das Gespräch mit der Bank suchen und persönlich Einnahmen und Ausgaben erläutern.

 

Finanztest warnt vor „Schufa-freien“ Krediten. Anbieter dieser Kredite wissen, dass in der Regel nur Kunden kommen, die anderswo erfolglos einen Kredit beantragt haben. Ein solcher Vertrag hat oft deutlich höhere Zinsen, denn diese Banken haben – bedingt durch ihre Klientel – ein größeres Ausfallrisiko. Das kompensieren Sie durch höhere Zinsen.

 

Raus aus dem teuren Dauer-Dispo: Ratenkredit spart 333 Euro

 

Wenn es am Ende des Monats einmal knapp wird auf dem Konto, dann hilft der Dispokredit. Doch als Dauerlösung ist der Dispo viel zu teuer. Verivox-Berechnungen zeigen: Wer 3.000 Euro im Minus ist, kann mit einer Umschuldung auf einen Ratenkredit über 300 Euro sparen.

 

Ratenkredit über 300 Euro günstiger als der Dispo

 

„Für die kurzfristige Überbrückung einer finanziellen Flaute ist der Dispokredit eine feine Sache“, sagt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH. „Doch wer dauerhaft im Minus ist, sollte sich nach günstigeren Alternativen umsehen.“

 

Denn noch immer verlangen viele Banken horrende Dispozinsen. Bei der letzten Erhebung der Stiftung Warentest im Oktober 2020 waren es durchschnittlich 9,61 Prozent. Für einen Ratenkredit zahlt die Mehrheit der Verbraucher bei den günstigsten Banken nur 2,43 Prozent Zinsen. Bankkunden, die einen Dispo von 3.000 Euro zu diesen Konditionen umschulden, zahlen bei 3-jähriger Kreditlaufzeit 112 Euro Zinsen. Um den Betrag über denselben Zeitraum zum durchschnittlichen Dispozins zu tilgen, müssten sie 445 Euro Zinsen zahlen – 333 Euro mehr als für den günstigen Ratenkredit.

 

Banken haben Beratungspflicht

 

Banken sind verpflichtet, ihre Kunden über Alternativen zum Dispokredit aufzuklären. Wenn Verbraucher länger als sechs Monate durchschnittlich 75 Prozent des verfügbaren Rahmens ausschöpfen, müssen Kreditinstitute aktiv das Gespräch suchen und Alternativen zum Dauer-Dispo anbieten. Dasselbe gilt bei einer geduldeten Kontoüberziehung über drei Monate, wenn durchschnittlich mehr als die Hälfte des monatlichen Geldeingangs in Anspruch genommen wird.

 

Verbraucher sollten aber nicht voreilig das erstbeste Kreditangebot annehmen. „Der Bankberater wird immer den Kredit des eigenen Instituts empfehlen“, sagt Oliver Maier. „Doch wer auf einen Anbietervergleich verzichtet, schöpft das Sparpotenzial bei Weitem nicht aus.“

 

Im bundesweiten Durchschnitt lagen die Ratenkreditzinsen laut Bundesbank zuletzt bei 5,35 Prozent. Bei diesen Konditionen müssten Bankkunden insgesamt 248 Euro Zinsen zahlen, um 3.000 Euro umzuschulden und innerhalb von 3 Jahren zu tilgen. Das sind zwar 197 Euro weniger als für den Dispo, aber auch 136 Euro mehr als der günstige Kredit kosten würde.

 

Verbrauchertipps zur Dispo-Umschuldung

 

Damit sie sich finanziell nicht übernehmen, sollten Kreditnehmer die Ratenzahlungen für den Kredit nicht so hoch ansetzen, dass sie durch die zusätzliche Belastung gleich wieder ins Minus rutschen. Auch ein Ratenkredit mit niedriger Monatsrate und langer Laufzeit ist günstiger als ein Dispokredit. Viele Schuldnerberater empfehlen, nach dem Kontoausgleich den Dispo-Rahmen zu senken.

 

Damit das Konto nicht erneut in die roten Zahlen rutscht, sollten Verbraucher ihre Einnahmen und Ausgaben außerdem in einem Haushaltsbuch dokumentieren. „Banking-Apps wie Outbank haben ein digitales Haushaltsbuch schon mit an Bord“, sagt Oliver Maier. „Überweisungen und Lastschriften vom Konto werden automatisch hinzugefügt und kategorisiert, Barzahlungen tragen die Nutzer selbst ein.“ So herrscht jederzeit volle Transparenz über das Haushaltsbudget.

 

Ratenkredit: Senioren zahlen weniger Zinsen

 

Verbraucher können auch im Rentenalter ohne Probleme einen Kredit aufnehmen. Wie eine aktuelle Verivox-Auswertung zeigt, zahlen Senioren über 65 dafür sogar weniger Zinsen als Kreditnehmer im Gesamtdurchschnitt. In der Pandemie wurde der Kreditabschluss übers Internet für viele Senioren attraktiver. Ihr Anteil an den Kreditabschlüssen bei Verivox stieg im Corona-Jahr 2020 um 50 Prozent.

 

Senioren erhalten günstigere Zinsen

 

Im Mittel erhielten Verbraucher, die 2020 über Verivox einen Ratenkredit angefragt haben, ein Kreditangebot zum effektiven Jahreszins von 3,24 Prozent. Kreditinteressenten über 65 erhielten ihren Kredit deutlich günstiger. Sie mussten im Mittel nur 3,09 Prozent Zinsen zahlen. Ausgewertet wurde der Median-Wert. Die Hälfte der Kreditnehmer erhält diesen oder einen günstigeren Zinssatz.

 

„Anders als viele Arbeitnehmer im Erwerbsleben sind Senioren meist nicht mehr von Jobverlust und Einkommenseinbußen bedroht“, erklärt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH. „Sie erhalten einen Großteil ihrer Einkünfte krisensicher von einer Renten- oder Pensionskasse. Für die Bank sinkt dadurch das Risiko, dass der Kredit nicht zurückgezahlt wird, und sie kann günstigere Konditionen anbieten.“

 

Kredithöhe und Laufzeiten steigen

 

Dafür sinkt im Ruhestand meist das verfügbare Einkommen. Deshalb sind auch die durchschnittlichen Kreditsummen im Alter etwas niedriger als im Gesamtschnitt. Allerdings stieg der durchschnittliche Kreditbetrag bei den Verbrauchern über 65 Jahren von 2018 bis 2020 besonders stark – um 23 Prozent auf 15.108 Euro. Im Gesamtschnitt aller Verivox-Kredite stieg die Kredithöhe in dieser Zeit nur um 6 Prozent.

 

Dafür lassen sich Senioren inzwischen auch mehr Zeit für die Rückzahlung ihres Kredits. Die durchschnittliche Laufzeit stieg von 2018 bis 2020 um ein halbes Jahr auf 61 Monate.

 

Hohe Annahmequote bei Kreditanfragen von Senioren

 

Es ist ein Mythos, dass ältere Menschen nur noch schwer einen Kredit erhalten. 70 Prozent aller Verbraucher über 65 Jahre, die im vergangenen Jahr über Verivox einen Ratenkredit angefragt haben, erhielten mindestens ein Kreditangebot. Damit ist die Annahmequote sogar noch etwas höher als im Durchschnitt aller Kreditinteressenten (69 Prozent).

 

Beim Höchstalter ziehen allerdings viele Banken eine Grenze. Sie genehmigen einen Kredit beispielsweise nur, wenn das Darlehen spätestens mit 75 oder 80 Jahren vollständig zurückgezahlt ist. Bei einigen Banken liegt die Altersgrenze auch noch höher.

 

„Senioren sind für Banken eine wichtige Kundengruppe“, sagt Oliver Maier. „Nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels haben sich die Institute in den letzten Jahren immer besser auch auf höher betagte Kreditinteressenten eingerichtet.“ 2018 wurde noch die Hälfte der Kreditanfragen von Verivox-Kunden über 75 Jahren abgelehnt. Inzwischen ist die Annahmequote in dieser Altersgruppe mit 69 Prozent genauso hoch wie im Gesamtschnitt. Innerhalb der Kundengruppe der Senioren hat sich der Anteil der Kreditnehmer über 75 in den letzten drei Jahren verdoppelt.

 

Senioren-Anteil im Corona-Jahr 2020 um 50 Prozent gestiegen

 

Laut einer Schufa-Studie aus dem November letzten Jahres gab es in Deutschland Ende 2019 gut 18 Millionen laufende Ratenkredite. Jeder zehnte Kreditnehmer war 65 Jahre oder älter. Auch in den Vorjahren lag dieser Anteil konstant bei 10 Prozent. Bei Verivox hatten Senioren 2019 nur einen Anteil von 3,7 Prozent am gesamten Kreditgeschäft und waren damit deutlich unterrepräsentiert. „Bei älteren Verbrauchern ist die Bindung an die Hausbank noch stärker ausgeprägt als bei anderen Kundengruppen“, erklärt Oliver Maier. „Zudem sinkt in höheren Altersgruppen der Anteil der Internetnutzer.“

 

Im Corona-Jahr 2020 hatten viele Bankfilialen allerdings zeitweise gar nicht oder nur eingeschränkt geöffnet. Außerdem ist das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs im Falle einer Infektion mit SARS-CoV-2 für Ältere besonders hoch. Das macht den kontaktlosen Kreditabschluss übers Internet gerade für Senioren attraktiv. Bei Verivox stieg der Senioren-Anteil an den Kreditabschlüssen im vergangenen Jahr um gut die Hälfte auf 5,8 Prozent.

 

Beratung genauso wichtig wie günstige Zinsen

 

Oliver Maier glaubt nicht, dass das Pendel nach der Pandemie nochmal zurückschlägt: „Gerade bei älteren Verbrauchern ist eine kompetente persönliche Beratung mindestens ebenso wichtig wie günstige Konditionen. Unsere Kunden haben von der ersten Anfrage bis zur Kreditauszahlung immer denselben Ansprechpartner. Nach Eingang der Kreditanfrage melden wir uns und bieten unsere Hilfe bei der Auswahl des günstigsten Angebots oder beim Zusammenstellen der Unterlagen an.“

 

Für Kunden, die mit dem Onlineformular für die Kreditanfrage nicht zurechtkommen, gibt es die barrierearme Kreditanfrage. Dabei nimmt ein Kreditberater am Telefon die Daten auf und bespricht nach dem Vergleich auch sofort die Vor- und Nachteile der einzelnen Bankangebote. Auf Wunsch erhalten die Kunden sämtliche Unterlagen dann noch einmal mit der Post zugeschickt, damit sie die Angebote auch offline in aller Ruhe durchgehen können, bevor sie sich für einen Kredit entscheiden.

 

Junge Menschen haben die höchsten Handyschulden

 

Junge Menschen zwischen 20 und 35 Jahren haben die höchsten Schulden bei Telekommunikationsunternehmen. Ein Grund dafür: Smartphones werden überwiegend über einen Zweijahresvertrag finanziert und nicht sofort komplett bezahlt. Das geplante "Gesetz für faire Verbraucherverträge" könnte für diese Bündelverträge in ihrer bisherigen Form das Aus bedeuten.

 

Kosten für Gerät und Tarif werden nicht separiert

 

Nach wie vor entscheiden sich Handykunden mehrheitlich für einen Zweijahresvertrag mit Smartphone. Die Gerätekosten werden über höhere monatliche Grundgebühren abbezahlt und erscheinen abgesehen von einer üblichen einmaligen Zuzahlung nicht separat auf der Rechnung. Die Telekommunikationsbranche möchte an dieser Form der Gerätefinanzierung festhalten.

 

"Wir als Vergleichsportal würden unseren Kunden gerne aufschlüsseln können, wie hoch der monatliche Anteil für das Smartphone tatsächlich ausfällt", sagt Jens-Uwe Theumer, Vice President Telecommunications bei Verivox. "Bislang geht der Wert des finanzierten Geräts in der monatlichen Gebühr auf und bleibt damit für Verbraucher intransparent."

 

Würde künftig die Mindestlaufzeit auf 12 Monate begrenzt, ließe sich die Kopplung von Smartphone und Vertrag nicht wie bisher aufrechterhalten; die monatlichen Raten müssten rund doppelt so hoch ausfallen. Eine separate Finanzierung des Geräts wäre die Folge - nicht nur der transparentere Weg, sondern oft auch der preisgünstigere.

 

Handyschulden sind deutlich angestiegen

 

Das derzeit gängige Prozedere, ein Smartphone über höhere Monatsgebühren abzuzahlen, erweist sich insbesondere für junge, unerfahrene Verbraucher häufig als problematisch. Dazu Inge Mette, seit 2006 Caritas-Beraterin im Jugendfinanzcoaching: "Etwas mehr als ein Drittel der jungen Menschen, die zu uns kommen, haben Handyschulden. Unsere Erfahrung zeigt: Der Erwerb eines Smartphones stellt oft einen so dringenden Wunsch dar, dass die Finanzierung völlig ausgeblendet wird. Der Tarif ist lediglich ein Vehikel, dessen Konditionen kaum eine Rolle spielen."

 

In den vergangenen fünf Jahren sind Verbraucherschulden bei Telekommunikationsunternehmen um gut 41 Prozent gestiegen: 2015 lag die durchschnittliche Schuldenhöhe laut Statistischem Bundesamt bei 811 Euro; 2019 betrug sie bereits 1.144 Euro. Im selben Zeitraum stieg der durchschnittliche Preis eines in Deutschland verkauften Smartphones von 395 Euro auf 519 Euro (Bitkom Research). Die höchsten Telko-Schulden haben Verbraucher zwischen 20 und 35 Jahren, diese Altersgruppe hat auch am häufigsten Schuldnerberatungen konsultiert.

 

"In dieser Altersgruppe beobachten wir eine besonders hohe Affinität zu Smartphone-Topmodellen, die im Schnitt deutlich über 900 Euro kosten", sagt Theumer. "Um den Einmalpreis eines Geräts so niedrig wie möglich zu halten, binden sich viele Kunden an hochpreisige Laufzeittarife."

 

Bundles: Nach 24 Monaten zahlen Kunden drauf

 

Über einen Mobilfunkvertrag finanzierte Smartphones produzieren sogar dann Kosten, wenn sie bezahlt sind: Diese Kostenfalle entsteht nach Ablauf von zwei Jahren, falls ein so genannter Bundle-Vertrag mit finanziertem Smartphone unverändert weiterläuft. Denn die monatliche Grundgebühr wird nach 24 Monaten nicht reduziert, obwohl das Gerät dann abbezahlt ist.

 

"Die Mobilfunkprovider sehen die Zusatzkosten nicht als Abzahlung des Smartphones, sondern als Vertragsbestandteil", sagt Theumer. "Kunden sollten vor Ablauf der zwei Jahre kündigen - sonst zahlen sie bis zu 20 Euro im Monat zusätzlich, ohne eine Gegenleistung dafür zu erhalten."

 

Stundung von Krediten: Verbraucher zahlten drauf

 

Dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) liegen Verbrauchermeldungen vor, die belegen, dass Geldinstitute das gesetzlich festgelegte Kreditmoratorium nicht im Interesse der Verbraucherinnen und Verbraucher umgesetzt haben. Nun ist es an den Banken, gesetzeswidrig eingeforderte Zinsen an die Verbraucher zurückzuerstatten und auf weitere unrechtmäßige Forderungen zu verzichten.

 

Um Verbraucher mit Krediten vor der Zahlungsunfähigkeit zu bewahren, beschloss der Bundestag im März 2020 ein Kreditmoratorium. Auf dieser Grundlage konnten Schuldner, die aufgrund der Corona-Krise in Zahlungsschwierigkeiten gerieten, die Raten für Zins- und Tilgungsleistungen für drei Monate aussetzen. Wie die Geldinstitute dieses Gesetz umgesetzt haben, hat der vzbv untersucht. Betroffene Verbraucher konnten sich dabei direkt an den Verband wenden. Mit Blick auf die gemeldeten Fälle bewertet Dorothea Mohn, Leiterin des Teams Finanzmarkt des vzbv, das Vorgehen der Banken: „Die Bundesregierung hat sich mit dem Kreditmoratorium in der akuten Corona-Notlage vor verletzliche Verbraucher gestellt. Nun bestätigt sich: Kreditinstitute haben sich teilweise unsolidarisch verhalten und von Verbrauchern in Not mehr Geld verlangt als ihnen zusteht.“

 

Stundung der Kredite bedeutete Mehrkosten für die Verbraucher

 

In den gemeldeten Fällen konnten die Experten der Marktbeobachtung des vzbv unterschiedliche Szenarien erkennen, die Mehrkosten für die Verbraucher bedeuteten. Im ersten Szenario kamen die Banken dem Stundungsbegehren der Verbraucher nach, forderten jedoch weiterhin die Zinsen. In der Folge stiegen die Gesamtkosten des Kredites für den Verbraucher. In einer anderen Variante mussten Verbraucher individuelle Vereinbarungen mit ihren Banken treffen, die gegenüber ihrem rechtlichen Stundungsanspruch nachteilig für sie waren. Die Kreditnehmer mussten beispielsweise im Ergebnis höhere Raten bezahlen oder ihnen wurde die Stundung nur gewährt, wenn sie den Kredit aufstockten. Andere Verbraucher sollten auf Anraten der Bank zur Überbrückung ihren Dispokreditrahmen erhöhen. Außerdem berichteten Verbraucher auch von Gebühren für die reine Änderung der Ratenpläne von 15 bis 90 Euro. Seit Juli 2020 können sich Verbraucher nicht mehr auf das gesetzliche Moratorium berufen, um Kredite zu stunden.

 

Finanzaufsicht muss die Umsetzung des Kreditmoratoriums prüfen

 

Der Gesetzgeber wollte Mehrkosten für die Verbraucher vermeiden. Daher betont er in der Gesetzesbegründung, dass den Verbrauchern keine Verzugszinsen, Entgelte oder Schadenersatzansprüche zu Lasten der Verbraucher entstehen sollten. Die dem vzbv vorliegenden Fälle verstoßen daher gegen das gesetzliche Kreditmoratorium oder umgehen dies und verstoßen damit gegen die Intention des Gesetzes. Dorothea Mohn sieht jetzt die Finanzaufsicht in der Pflicht: „Die Finanzaufsicht ist dazu aufgerufen, den Umgang der Kreditwirtschaft mit dem Moratorium zu überprüfen und Fehlverhalten abzustellen. Banken, die von ihren Kunden trotz Stundung Zinsen verlangt haben, sollten ihre gesetzeswidrigen Entscheidungen revidieren, Verbrauchern das Geld zurückerstatten und auf unrechtmäßige Forderungen verzichten.“

 

Wie man mit einem Ratenkredit der Dispofalle entkommt

 

Ausgleich des Girokontos per Ratenkredit spart 54 Prozent an Zinskosten

 

Bankkunden, die ihr Girokonto überziehen, zahlen hohe Dispozinsen. Die 534 untersuchten Banken verlangen im Schnitt für den Dispositionskredit einen Zinssatz von 9,85 Prozent jährlich.

 

Das Verbrauchermagazin Finanztest kam 2019 bei einer Untersuchung auf einen durchschnittlichen Dispozins von 9,68 Prozent. Zinsen für einen Ratenkredit sind deutlich günstiger. Verbraucher, die im vergangenen Jahr ihr Girokonto mit einem Ratenkredit bei CHECK24 ausgeglichen haben, zahlten dafür einen durchschnittlichen Zinssatz von nur 4,53 Prozent eff. p. a. Das sind 54 Prozent weniger Zinsen.

 

„Das Sparpotenzial liegt beim Dispoausgleich bei mehreren hundert Euro“, sagt Christian Nau, Geschäftsführer Kredite bei CHECK24. „Besonders Kunden, die den Dispo dauerhaft nutzen, können schnell und einfach ihren Dispokredit mit einem günstigen Ratenkredit ablösen. Wer diesen Ratenkredit online abschließt, spart gleich doppelt.“

 

Beispiel: Dispoablösung durch Ratenkredit spart 251 Euro

 

Bankkunden, die 2019 einen Dispo in Höhe von 3.000 Euro über 36 Monate mit einem Ratenkredit ablösten, zahlten bei CHECK24 im Schnitt 4,26 Prozent eff. p. a. Das bedeutet eine Ersparnis von 251 Euro gegenüber dem durch-schnittlichen Dispokredit.

 

„Neben der Ersparnis hilft ein Ratenkredit auch aus der Dispofalle wieder herauszukommen“, erklärt Christian Nau. „Kreditnehmer zahlen mit einer regelmäßigen Rate ihre Schulden zurück.“

 

Schuldenatlas: Verbraucher in Süddeutschland sind am höchsten verschuldet - aber seltener

 

Im Norden und Osten Deutschlands schließen die Menschen besonders häufig Kredite ab, im Westen ist der Anteil mit mehreren Krediten gleichzeitig besonders hoch. Das zeigt der "Verbraucheratlas Schulden in Deutschland" des Vergleichsportals Verivox. Den höchsten Schuldenstand unter den Darlehensnehmern mit bereits laufenden Kreditpflichten haben Saarländer, Baden-Württemberger und Bayern.

 

Höchster Schuldenstand im Saarland, Baden-Württemberg und Bayern

 

Wer einen Kredit beantragt, macht dabei Angaben zu bestehenden Schulden. Unter den Kreditinteressenten, die bereits laufende Darlehen haben, haben Saarländer mit genau 25.000 Euro im Schnitt den höchsten Schuldenstand. Dahinter folgen Baden-Württemberg (23.994 Euro), Bayern (23.907 Euro) und Hessen (23.109 Euro). Mit weniger als 20.000 Euro war der Schuldenstand bei Berlinern und Sachsen am niedrigsten. Bundesweit liegt der Durchschnitt bei 22.539 Euro.

 

"In den einkommensstarken südlichen Bundesländern können Verbraucher auch größere Summen mit einem Kredit finanzieren", sagt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH. "Dementsprechend höher ist auch die noch offene Restschuld, wenn sie erneut einen Kredit beantragen."

 

Auch im Städte-Ranking wird dieser Zusammenhang deutlich. Unter den Antragstellern mit laufenden Krediten haben Wiesbadener im Schnitt den höchsten Schuldenstand (26.561 Euro). Zugleich haben die Einwohner der hessischen Landeshauptstadt das höchste Durchschnittseinkommen (2.581 Euro) unter den Verivox-Kunden.

 

Brandenburger nehmen am häufigsten Kredite auf

 

Ein ganz anderes Bild ergibt sich bei der Häufigkeit der Kreditaufnahme. Hier liegen der Norden und der Osten Deutschlands klar vorn. In Brandenburg nehmen Verbraucher um 34 Prozent häufiger Kredite auf als im Bundesdurchschnitt (Indexwert 100). Dahinter folgen Schleswig-Holstein (120), Niedersachsen (116) und Mecklenburg-Vorpommern (114). Bayern (79), Sachsen (88) und Baden-Württemberger (90) entscheiden sich vergleichsweise selten für einen Kredit.

 

Unter den Großstädtern nehmen die Menschen in Kassel (122), Magdeburg (112) und Braunschweig (111) besonders häufig Kredite auf. Sehr zurückhaltend sind hingegen Freiburger. Sie nehmen um 38 Prozent seltener einen Kredit auf als der Bundesdurchschnitt (Indexwert 62). Auch in Münster (65) und Dresden (70) sind die Verbraucher vergleichsweise wenig kreditaffin.

 

Umschuldung spart über 2.500 Euro

 

Für Verbraucher mit laufenden Krediten bietet das historische Zinstief eine günstige Gelegenheit für die Ablösung und Umschuldung des alten Darlehens. "Im aktuellen Zinsumfeld lohnt sich die Umschuldung fast immer", sagt Oliver Maier.

 

Eine einfache Beispielrechnung zeigt das Sparpotenzial: Vor zwei Jahren mussten Kreditnehmer für einen Konsumentenkredit mit 7-jähriger Laufzeit im Bundesdurchschnitt 6,72 Prozent Zinsen zahlen - laut Zahlen der Bundesbank. Einen Umschuldungskredit über die restlichen 5 Jahre bieten die günstigsten Banken heute für zwei Drittel aller Kunden zum Effektivzins von 2,46 Prozent oder günstiger an. Wer die durchschnittliche Restschuld von 22.539 Euro zu diesem Zinssatz ablöst, spart 2.513 Euro im Vergleich zum alten Darlehen.

 

In Oberhausen hat jeder vierte Antragsteller bereits laufende Kredite

 

Große regionale Unterschiede gibt es beim Anteil von Umschuldungskrediten an der Gesamtnachfrage. Während in Aachen mit 13,9 Prozent nur etwa jeder Siebte bei seiner Kreditanfrage laufende Darlehen angibt, hat in den Ruhrgebietsstädten Oberhausen (24,2 Prozent) und Duisburg (23,5 Prozent) beinahe jeder vierte Interessent schon mindestens einen Kredit. In Bochum (21,4 Prozent) und Gelsenkirchen (21,3 Prozent) trifft dies noch auf mehr als jeden Fünften zu. Auch im Bundesländer-Ranking liegt der Westen vorn. 18,7 Prozent der Kreditinteressenten aus Nordrhein-Westfalen haben bereits einen oder mehrere Kredite. Am geringsten ist der Anteil mit 15,3 Prozent in Sachsen-Anhalt.

 

Jahresrückblick 2019: Kredite wurden teurer - 3,7 Mrd. Euro Zinsen hätten Kreditnehmer sparen können

 

Ratenkredite sind 2019 insgesamt teurer geworden.

 

Im Bundesdurchschnitt stiegen die Zinsen im zweiten Jahr in Folge. "Während Kredite in Deutschland insgesamt teurer geworden sind, wurden sie auf Kreditportalen im Internet günstiger. Kreditnehmer haben nie zuvor mehr von dem Kreditabschluss über ein Kreditportal profitiert als 2019. Über smava beispielsweise sparten sie bei ihrem Kredit im Schnitt 39 Prozent", sagt Alexander Artopé, Geschäftsführer von smava. Hätten alle Kreditnehmer im letzten Jahr ihren Kredit über ein Kreditportal wie smava abgeschlossen, hätten sie insgesamt 3,7 Milliarden Euro sparen können.

 

Problem: Kreditnehmer vertrauen Banken zu sehr

 

Kredite werden im Bundesdurchschnitt nicht nur teurer. Unterschiedliche Banken verlangen für ein und denselben Kredit auch sehr unterschiedlich hohe Zinsen. Die Mehrheit der Kreditinteressenten hat kein Bewusstsein für diese Zins- und damit verbundenen Preisunterschiede. Laut Schufa werden vor einem Kreditabschluss im Schnitt nur 2,7 Kreditangebote verglichen. "Bei der Vielzahl der Banken in Deutschland ist es pure Glückssache, ob man durch den Vergleich von zwei bis drei Angeboten den günstigsten Kredit findet", sagt Alexander Artopé. Kreditnehmern sollte bewusst sein, dass Banken ihre eigenen Kredite verkaufen wollen. Diese Kredite sind nicht automatisch die günstigsten. Wer ausschließlich auf die Empfehlungen einzelner Banken vertraut, riskiert daher, zu viel für seinen Kredit zu zahlen. Je mehr Kreditangebote man vergleicht, desto eher findet man einen günstigen Kredit. 

 

Kostenfalle Weihnachten: 10,4 Mio. Verbraucher finanzieren das Weihnachtsfest per Dispo zu 10 Prozent Zinsen

 

Bis zu 1.000 Euro wird der Großteil der Deutschen (83 %) in der Weihnachtszeit für Geschenke, Festessen, Reisen, Silvesterfeiern oder ähnliches ausgeben. Das zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Kreditportals smava. 10,4 Millionen Deutsche (17 %) werden diese Ausgaben ganz oder teilweise per Dispo finanzieren. Das Problem ist: Dispokredite sind Teil des Girokontos. Es gibt in der Regel keinen Hinweis, wenn das Konto ins Minus gerät. Oftmals passiert das sogar unbemerkt. Das ist teuer und riskant. Im Schnitt fallen für den Dispo 9,68 Prozent Zinsen an. Zudem ist beim Dispokredit keine regelmäßige Rückzahlung erforderlich. Das kann zu einer teuren Dauerverschuldung führen. Fast jedem zweiten Disponehmer (44 %) droht genau das: Er gibt an, dass sich die Rückzahlung verzögern kann und er den Dispo länger braucht als geplant.

 

Bei jedem zweiten Disponehmer kann es zu Verzögerungen bei der Rückzahlung kommen

 

Die meisten Disponehmer (80 %) rechnen zwar damit, dass sie den Dispokredit für die Weihnachtszeit innerhalb eines Vierteljahres zurückzahlen. Jeder zweite Disponehmer (44 %) hält jedoch eine Verzögerung aufgrund unvorhergesehener oder unregelmäßiger Kosten für möglich. Das passiert bereits durch fixe Kosten, die jährlich anfallen und deshalb leicht in Vergessenheit geraten, wie zum Beispiel die Versicherungsbeiträge im Januar. Auch die jährliche Auto-Inspektion oder gar eine unvorhergesehene Reparatur können dazu führen, dass der Dispo länger genutzt werden muss. "Für jeden zweiten Disponehmer ist der Dispo ein echtes Risiko. Er hat nicht genügend finanziellen Spielraum für ungeplante Ausgaben. Deshalb verzögert sich die Disporückzahlung. Die dadurch entstehenden hohen Kosten verzögern die Rückzahlung weiter. Das kann in einer teuren Dauerverschuldung enden", sagt Alexander Artopé, Geschäftsführer von smava.

 

Ratenkredit: Niedrigere Zinsen und geregelte Rückzahlung

 

Der Dispo ist mit durchschnittlich 10 Prozent Zinsen unverhältnismäßig teuer. Er sollte deshalb nur kurze Zeit genutzt werden. "Jeder, der den Dispo länger als ein halbes Jahr nutzt oder nicht abschätzen kann, wie lange die Rückzahlung dauert, sollte den Dispokredit durch einen günstigeren Ratenkredit ablösen", sagt Alexander Artopé. Ratenkredite sind in der Regel deutlich günstiger als ein Dispokredit. Besonders günstig sind Ratenkredite auf Kreditportalen im Internet. Über smava.de abgeschlossene Ratenkredite kosten zum Beispiel im Schnitt 3,48 Prozent effektiven Jahreszins. (3) Das sind durchschnittlich 64 Prozent weniger als beim Dispokredit. Neben günstigeren Zinsen haben Ratenkredite einen weiteren Vorteil: Sie sehen eine geregelte Tilgung vor. Kreditnehmer zahlen monatlich einen festgelegten Teil ihrer Schulden zurück. So sind sie zum Ende der Laufzeit schuldenfrei. Bis dahin haben sie im Schnitt einen weniger als halb so hohen Zinssatz gezahlt, als er bei einem Dispokredit fällig geworden wäre.

 

BGH-Urteil: Widerrufsbelehrung von Kreditverträgen fehlerhaft

 

Verbraucherzentrale prüft Immobiliendarlehen auf Widerrufsmöglichkeiten

 

Eine aktuelle Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) bietet Verbraucherinnen und Verbrauchern die Möglichkeit, hochverzinste Immobiliendarlehen zu widerrufen. Der BGH hatte die Widerrufsbelehrung eines Kreditvertrages der Sparda-Bank für fehlerhaft erklärt (Beschluss vom 4. Juni 2019, Az. XI ZR 331/179).

 

Aufgrund des BGH-Beschlusses haben Kreditnehmer die Möglichkeit, Verträge noch Jahre nach Abschluss rückabzuwickeln, ohne dass eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig wird. Betroffen sind Darlehensverträge zahlreicher Banken wie der Volks- und Raiffeisenbank, Sparda- oder PSD-Bank, die zwischen dem 11. Juni 2010 und dem 20. März 2016 geschlossen wurden. Die Verbraucherzentrale Hamburg rät Betroffenen, die Möglichkeiten eines Widerrufs unabhängig überprüfen zu lassen.

 

Teure Verträge ablösen

 

„Gerade für Verbraucher mit einem hochverzinsten Immobiliendarlehen ist diese Widerrufsmöglichkeit interessant“, bestätigt Alexander Krolzik von der Verbraucherzentrale Hamburg. „Die Zinsen für ein Immobiliendarlehen liegen heute teilweise bei unter einem Prozent. Da lohnt es sich, einen teuren Darlehensvertrag rückabzuwickeln. Vor allem, da keine Vorfälligkeitsentschädigung fällig wird.“

 

Ob Verträge für einen Widerruf in Frage kommen, prüfen die Finanzexperten der Verbraucherzentrale Hamburg. „Die Verträge vieler Banken und Bausparkassen sind betroffen“, so Krolzik. „Es bedarf allerdings einer genauen Prüfung im Einzelfall.“

 

Kein elektronischer Geschäftsverkehr

 

Der Bundesgerichtshof hatte eine Passage in der Widerrufsinformation eines Vertrags der Sparda-Bank moniert. Darin heißt es, dass die Widerrufsfrist des Darlehensvertrags erst dann beginne, wenn der Kreditnehmer „seine Pflichten aus Paragraph 312g Absatz 1 Satz 1 BGB (…) erfüllt habe.“ Dieser Passus bezieht sich aber allein auf Geschäfte, die im elektronischen Geschäftsverkehr geschlossen werden.

 

Elektronischer Geschäftsverkehr bezeichnet einen ausschließlich online geschlossenen Vertrag. Bei Immobilienkrediten ist dies allerdings so gut wie nie der Fall, da diese in der Regel per eigenhändiger Unterschrift geschlossen werden. Diese Unterschrift schließt einen Vertrag im Sinne des elektronischen Geschäftsverkehrs aus. Somit ist die Widerrufsbelehrung des Vertrages fehlerhaft und dieser kann rückabgewickelt werden.

 

Weitere Informationen zum Widerruf von Immobilienkrediten sind auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg veröffentlicht unter: www.vzhh.de/kreditwiderruf

 

Ratenkredite: 5 goldene Regeln

 

Des Sparers Leid ist des Kreditnehmers Freud: Niedrige Zinsen sorgen für spärliche Erträge auf Spar-, Tages- und Festgeldkonten. Kreditnehmern bescheren sie dagegen besonders günstige Konditionen. Diese Regeln machen fit für den Kredit.

 

Finanziellen Spielraum ausloten

 

Wie viel Kredit kann ich mir leisten? Bevor die Entscheidung für ein Darlehen und die Höhe des geliehenen Betrages fällt, muss das frei verfügbare Einkommen ermittelt werden. Dafür zieht man alle Fix- und Lebenshaltungskosten von den Einnahmen ab. Die Differenz ergibt den Spielraum für die monatliche Kreditrate. „Zusätzlich sollte jeder Haushalt schnell verfügbare finanzielle Rücklagen für unvorhergesehene Ausgaben haben“, empfiehlt Stefan Jank von der Postbank.

 

Wer schnell tilgt, kann sparen

 

Kreditnehmer sollten nicht nur die Höhe der geliehenen Summe mit Bedacht planen, sondern auch die Laufzeit des Darlehens. Als Faustregel gilt: Je schneller der Kredit getilgt wird, desto niedriger ist die Zinsbelastung. Eine kürzere Kreditlaufzeit bedeutet allerdings auch eine höhere Monatsrate.

 

Finger weg von schufafreien Krediten

 

Um sich abzusichern, prüft ein seriöser Kreditgeber vor Vertragsabschluss immer die Bonität des Kreditnehmers. In der Regel geschieht dies durch Abfrage bei der Schufa. Anbieter, die schufafreie Darlehen offerieren, nehmen oft sehr hohe Zinsen. Zudem können sich hinter solchen Angeboten Betrüger verstecken, die im Vorfeld Gebühren kassieren, obwohl gar kein Darlehensvertrag zustande kommt.

 

Bei Zahlungsschwierigkeiten den Dialog mit der Bank suchen

 

Selbst bei umsichtiger Kreditaufnahme können Arbeitslosigkeit oder Berufsunfähigkeit zu Zahlungsproblemen führen. „Merkt ein Kreditnehmer, dass er die Raten für sein Darlehen nicht mehr zahlen kann, sollte er sofort seine Bank informieren“, so Stefan Jank. „Je früher Zahlungsprobleme offen angesprochen werden, desto größer sind die Erfolgsaussichten, dass Kunde und Bank gemeinsam eine Lösung finden.“

 

Optionaler Versicherungsschutz

 

Viele Kreditgeber bieten auch eine Restschuldversicherung an: „Der Abschluss einer solchen Versicherung ist freiwillig“, betont der Postbank Experte. „Sie kann den Kreditnehmer oder seine Hinterbliebenen aber absichern. Dann wird der Kredit im Todesfall zurückgezahlt oder die Raten werden bei Arbeitsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit des Kreditnehmers zeitweilig übernommen. Ein finanzieller Engpass kann so überbrückt werden.“ Wichtig: Kreditnehmer sollten die Details des Vertrages im Vorfeld prüfen, um zu entscheiden, welche Absicherung sie benötigen.

 

Abrufkredite Die Alternative zum Dispokredit

 

Bankkunden, die ihr Konto überziehen, zahlen für ihren Dispokredit derzeit im Schnitt knapp 10 und in der Spitze immer noch 13 Prozent Zinsen. Deutlich günstiger sind Abrufkredite. Ihre Sollzinsen liegen bei den günstigsten Banken bei weniger als 5 Prozent, das zeigt der aktuelle Test der Stiftung Warentest. Deshalb empfiehlt die Stiftung in der Mai-Ausgabe ihrer Zeitschrift Finanztest allen, die dauerhaft im Dispo sind, einen Abrufkredit. Der Haken: Nur 26 von 148 befragten Anbietern haben einen Abrufkredit im Programm.

 

Abruf- oder Rahmenkredite sind vielen nicht geläufig. Bei Abrufkrediten erhält der Kunde einen Kreditrahmen, über den er frei verfügen kann. Zinsen werden nur auf den in Anspruch genommenen Betrag fällig. Der Kredit hat keine feste Laufzeit. Den Zins kann die Bank immer an den Marktzins anpassen. Welchen Kreditrahmen die Banken für ihre Abrufkredite anbieten, ist unterschiedlich. Finanztest fand bei den Banken im Test Höchstbeträge für den Kredit zwischen 1.500 und 50.000 Euro. Voraussetzung ist immer ein regelmäßiges Einkommen.

 

Ein weiterer Vorteil von Abrufkrediten: Über die Zinsen hinaus fallen keine zusätzlichen Kreditkosten an – keine Bearbeitungsgebühr, keine Bereitstellungsprovision und auch keine Kontoführungsgebühr für das Kreditkonto. Verbraucher sollten aber auch hier kritisch vergleichen: Die Deutsche Bank macht beispielsweise als einzige Bank den Zins für ihren Abrufkredit von der Bonität des Kunden abhängig. Kunden mit guter Bonität zahlen nur 3,92 Prozent, die mit schlechter Bonität 10,34 Prozent. Von einem Abrufkredit beim Fintech-Unternehmen Cashpresso rät Finanztest sogar ab: Das Unternehmen verlangt mit knapp 14 Prozent die höchsten Zinsen. Teurer als jeder Dispokredit.

 

Finanztest rät: Wer sein Girokonto regelmäßig überzieht, ist in der Regel mit einem Abrufkredit deutlich günstiger dran als mit seinem Dispo. Aber trotzdem gilt: Geliehenes Geld ist teures Geld. Deshalb sollte auch der Abrufkredit nicht dauerhaft genutzt werden.

 

Konsumentenkredite: Zwei Seiten einer Medaille 

Marktwächteruntersuchung zeigt: Kaum Probleme mit der Rückzahlung, aber mit Zusatzverträgen bei Kreditabschluss.

 

Eine repräsentative Online-Umfrage des Marktwächters Finanzen zeigt: Rund zwei Drittel der Internetnutzer haben in den vergangenen fünf Jahren mindestens eine Form eines Konsumentenkredites in Anspruch genommen. Der in der Regel kostenintensive Dispositionskredit des Girokontos mit 29 Prozent und der Kreditrahmen der Kreditkarte mit 26 Prozent sind die meistgenutzten Kredittypen in Deutschland. Jeder vierte Kreditnutzer hat bereits Erfahrung mit Umschuldungen und Kettenkrediten.

 

Den neuen Flitzer beim Händler finanzieren, den Fernseher bequem in Raten abstottern oder ein kurzer Ausflug in den Dispo-Rahmen des Girokontos zum Monatsende – Konsumentenkredite sind vielfältig und verbreitet. Die detaillierte Betrachtung von Nullprozentfinanzierungen, Krediten zur freien Verwendung, Warenfinanzierungen und Fahrzeugfinanzierungen zeigt: Trotz fortschreitender Digitalisierung auch im Finanzbereich werden diese Kredite überwiegend vor Ort im stationären Handel, im Autohaus oder in der Bankfiliale abgeschlossen.

 

Weniger als fünf Prozent der Kreditnehmer berichten dabei von Rückzahlungsproblemen. Auf die Frage, ob sie eine dieser vier Finanzierungsformen erneut nutzen würden, bejahten dies zwischen 70 und 87 Prozent der Befragten. Rund ein Viertel der Kreditnutzer, die Kredite zur freien Verwendung, Warenfinanzierungen, Fahrzeugfinanzierungen oder den Dispo nutzten, hat bereits Erfahrungen mit Umschuldungen und Kettenkrediten gemacht. Als Hauptgründe gaben die Befragten einen besseren Zinssatz, die Verringerung der Monatsraten und eine Laufzeitanpassung an. Jeder zehnte Nutzer einer Umschuldung sah sich dabei mit Problemen wie erneuten Abschluss- und Vermittlungsgebühren sowie zusätzlichen Versicherungszwängen konfrontiert.

 

Zusatzverträge kein Randphänomen

 

„Die Ergebnisse verdeutlichen, dass der Abschluss von Zusatzverträgen wie Ratenschutzversicherungen, Garantieerweiterungen oder zusätzlichen Kreditkarten allgemein kein Randphänomen ist“, sagt Kerstin Schultz, Teamleiterin beim Marktwächter Finanzen in der Verbraucherzentrale Sachsen. Je nach betrachteter Kreditart schlossen zwischen 17 und 28 Prozent der Kreditnehmer mindestens einen Zusatzvertrag im Rahmen ihrer Finanzierung ab. Das Zustandekommen dieser Zusatzverträge war den befragten Verbrauchern in unterschiedlichem Maße bewusst oder vorab bekannt. „Ein Teil ging zudem davon aus, dass der Zusatzvertrag für den Erhalt des Kredites notwendig war“, so Schultz weiter.

 

Kreditvergleiche: Theoretisch ja – praktisch nicht unbedingt

 

Alle Befragten geben an, dass es wahrscheinlich bis sehr wahrscheinlich sei, dass sie vor Kreditaufnahme verschiedene Angebote vergleichen. 80 Prozent präferieren dabei Online-Vergleichsportale, gefolgt von den bankeigenen Webseiten mit 48 Prozent und persönlichen Beratungen bei der Hausbank mit 43 Prozent. „Unsere Befragungsergebnisse zeigen jedoch, dass die gelebte Praxis anders aussieht“, sagt Schultz. „Je nach Art des Konsumentenkredites haben nur zwischen einem Drittel und mehr als der Hälfte der befragten Kreditnutzer mindestens eine Art von Alternativangebot verglichen.“

 

Auto auf Pump: Mit Finanzierung aus dem Autohaus fahren Käufer oft teurer

Laut aktuellem DAT-Report wurden zuletzt 44 Prozent aller gebraucht gekauften Autos und 66 Prozent aller Neuwagen auf Pump gekauft. Kredite dafür gibt es bei Banken oder direkt beim Autohändler. Doch bei Finanzierungen aus dem Autohaus lauern einige Tücken. Finanztip zeigt, worauf Verbraucher achten sollten, wenn sie ihren neuen Wagen finanzieren.

 

Händler und Hersteller bieten meist eine „Ballonfinanzierung“ an. Hierbei bezahlen Autokäufer nur geringe Monatsraten und am Ende der Laufzeit eine hohe Schlussrate. „Wegen der niedrigen Raten sind die Kredite aus dem Autohaus zunächst verlockend“, warnt Dirk Eilinghoff, Kredit-Experte bei Finanztip. „Doch bei gleicher Laufzeit und gleichem Zins kostet eine Ballonfinanzierung erheblich mehr als ein normaler Ratenkredit.“

 

Ein Beispiel: Ein Kunde zahlt 5.000 Euro für einen Neuwagen an, der Restbetrag von 20.000 Euro soll über vier Jahre finanziert werden. In der Ballonvariante sind am Ende noch knapp 12.000 Euro fällig. Bei einem Zins von 1,97 Prozent bezahlt der Kunde so insgesamt 1.250 Euro an Zinsen. Hätte er den Kredit im selben Zeitraum zu gleichen Monatsraten getilgt, hätte er nur 800 Euro an Zinsen bezahlt. „Schuld sind die Zinsen für die hohe Schlussrate, die der Kunde vor sich herschiebt und für die er natürlich auch Zinsen zahlen muss“, erklärt Eilinghoff.

 

Null-Prozent-Finanzierung kann später teuer werden

 

Selbst wenn die Hersteller gar keine Zinsen verlangen, ist die Ballonfinanzierung problematisch. Aktuell bieten einige Hersteller, wie etwa Ford oder Renault, eine Null-Prozent-Finanzierung beim Neuwagenkauf. Hier sollten Käufer aber genau hinschauen: „Die null Prozent gelten nur für die Laufzeit des Kredits“, sagt Eilinghoff. Wer das Geld für die hohe Schlussrate später nicht parat hat, benötigt dann erneut einen Autokredit. Der könnte künftig aber teuer werden. „Momentan gehen fast alle Experten davon aus, dass die Zinsen in den kommenden Jahren wieder steigen werden.“ Je höher der offene Betrag ist, desto höher ist das Zins-Risiko für die Anschlussfinanzierung.

 

Keine Restschuldversicherung abschließen

 

Eine weitere Kostenfalle, die beim Abschluss eines Autokredits lauert, ist die Restschuldversicherung. Andere Bezeichnungen für dieses Angebot sind Kreditschutzbrief oder Kreditabsicherung. Die Versicherung soll die Kreditraten bezahlen, falls der Autokäufer stirbt, arbeitsunfähig wird oder seinen Job verliert. „Restschuldversicherungen werden gerne in Kombination mit dem Kredit angeboten, bieten aber meist nur löchrigen Schutz und sind immer sehr teuer“, sagt Eilinghoff. Käufer sollten den Kredit deshalb ohne eine solche Versicherung abzuschließen. Erfreulich ist, dass einige Banken, wie etwa die ING-Diba oder die Mercedes Benz Bank, diese Versicherungen inzwischen gar nicht mehr anbieten.

 

Das Angebot aus dem Autohaus vergleichen

 

„Wer ein Kreditangebot aus dem Autohaus erhält, sollte nicht sofort unterschreiben, sondern erst einmal vergleichen“, rät Eilinghoff. Finanztip empfiehlt Autokäufern, immer zu prüfen, ob sie den Kredit nicht auch in gleichbleibenden Raten zurückzahlen können. Einen guten Marktüberblick bieten Kreditportale, zum Beispiel Verivox, Check24 oder Smava. Die Portale zeigen, bei welchen Banken und zu welchen Konditionen Käufer voraussichtlich einen Kredit erhalten können. „Mit diesen Unterlagen im Gepäck haben Käufer gute Chancen, das Angebot im Autohaus nochmals zu ihren Gunsten nachzuverhandeln“, ist Eilinghoff überzeugt.

SCHUFA: Erleichterung für Verbraucher - eigene Kredithistorie positiv gestalten

Die SCHUFA erleichtert den Verbrauchern, ihre Kredithistorie positiv zu gestalten. Seit dem 01.07.2012 können Verbraucher einen neu gemeldeten negativen Eintrag über eine nicht bezahlte Rechnung bis 2.000 Euro sofort löschen lassen, wenn sie vom Gläubiger innerhalb von sechs Wochen als beglichen gemeldet wird. Mit der neuen Regelung verdoppelt die SCHUFA den bisherigen Maximalbetrag von 1.000 auf 2.000 Euro und verlängert für den Verbraucher die Möglichkeit der Löschung durch Zahlung von vier auf sechs Wochen. Voraussetzung ist: Die Forderung muss erstmals gemeldet, offen, ausreichend gemahnt, unbestritten und nicht tituliert sein. Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, wird das negative Merkmal umgehend wieder gelöscht.

 

Gerade in Zeiten des zunehmenden Internethandels und Kaufs auf Rechnung sowie der steigenden Zahl an Konsumentenkrediten ist diese Erleichterung für den Verbraucher eine nachhaltige Chance. Damit ein Zahlungsverzug bei diesen Summen nicht zur längerfristigen Verschlechterung der Bonität führt, setzt die SCHUFA mit der Erweiterung des bisherigen Verfahrens ein verbraucherfreundliches Signal. Negativmerkmale kommen deutlich weniger vor als Positivmerkmale. 91 Prozent aller 66,2 Millionen Verbraucher in Deutschland haben ausschließlich positive Informationen in ihrem SCHUFA-Datenbestand. Die positiven Informationen zeigen, dass ein Verbraucher wirtschaftlich aktiv ist und dabei zuverlässig seinen Kreditverpflichtungen nachkommt. Dies ist der Regelfall: 97,5 Prozent aller Ratenkredite werden in Deutschland ordnungsgemäß zurückgezahlt. www.schufa.de

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