Rekord: Geldvermögen der Deutschen erreicht 5,9 Billionen Euro

Anlageverhalten unverändert: Geld lagert auf Konten und bei Versicherungen

Bargeldhaltung um 10 Prozent gestiegen

Nur 7 Prozent des Geldvermögens direkt in Aktien investiert

 

Trotz der anhaltenden Nullzinspolitik nahm das Geldvermögen der Deutschen im vergangenen Jahr um rund fünf Prozent zu. Mit 5,9 Billionen Euro hatten die privaten Haushalte in Deutschland Ende 2017 so viel auf der hohen Kante wie nie zuvor.

 

Obwohl es kaum noch eine Verzinsung gibt, halten die Bundesbürger als Sicht-, Termin- und Spareinlagen gut 2,1 Billionen Euro. Noch etwas höher ist Anlage bei Versicherungen und Pensionskassen einschließlich berufsständischen Versorgungswerken mit 2,2 Billionen Euro.

 

Aktien hingegen bleiben wenig gefragt. Auf die direkte Aktienanlage entfielen nur 424 Milliarden Euro oder sieben Prozent des Geldvermögens. Zehn Prozent oder 576 Milliarden Euro sind in Investmentfonds investiert. Gegenüber dem Vorjahr um rund zehn Prozent gestiegen ist die Bargeldhaltung auf inzwischen 192 Milliarden Euro.

 

Weiter rückläufig ist die Anlage in Schuldverschreibungen, das heißt vor allem in festverzinslichen Wertpapieren. Auf sie entfallen gerade noch zwei Prozent des Geldvermögens – eine Folge der anhaltenden Niedrigzinspolitik, so der Bankenverband.

 

Preisniveaus: Unterschiede fast bis zum Dreifachen zwischen den EU-Mitgliedstaaten

Bei den Preisniveaus für Verbrauchsgüter und Dienstleistungen gab es 2017 in der Europäischen Union (EU) große Unterschiede. In Dänemark (142% des EU-Durchschnitts) war das Preisniveau am höchsten. Darauf folgten Luxemburg (127%), Irland und Schweden (je 125%), Finnland (122%) und das Vereinigte Königreich (117%). Das niedrigste Preisniveau fand sich dagegen in Bulgarien (48%), während Rumänien (52%) und Polen (56%) bei nur knapp über 50% des Durchschnitts lagen. Mithin unterschieden sich die Preisniveaus für Verbrauchsgüter und Dienstleistungen in der EU zwischen dem günstigsten und dem teuersten Mitgliedstaat fast um das Dreifache.

 

Diese Daten über Verbraucherpreisniveaus im Jahr 2017 stammen aus einem Artikel, der von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht wurde.

 

Im Jahr 2017 war das Preisniveau eines vergleichbaren Warenkorbs von Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken im teuersten Mitgliedstaat mehr als doppelt so hoch wie im günstigsten. Die Preisniveaus reichten von 62% des EU-Durchschnitts in Rumänien und 65% in Polen bis 150% des Durchschnitts in Dänemark. In Deutschland lag es bei 108%.

 

Die Preisniveaus von alkoholischen Getränken und Tabakwaren wiesen deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten auf. Das niedrigste Preisniveau wurde 2017 in Bulgarien (56% des Durchschnitts) verzeichnet. Die höchsten Preise wurden hingegen in Irland (174%) und dem Vereinigten Königreich (157%) registriert. In Deutschland lag es bei 96% des EU-Durchschnitts.

 

Dienstleistungen von Hotels und Restaurants sind eine weitere Kategorie, in der sich die Preisniveaus markant unterschieden. Die Preisniveaus reichten von 45% des EU-Durchschnitts in Bulgarien bis 151% in Dänemark. In Deutschland lagen die Preise in dieser Kategorie bei 110%.

 

Unterhaltungselektronik stellt eine Produktgruppe mit geringeren Preisunterschieden zwischen den Mitgliedstaaten dar: Die Spanne reichte von 86% des Durchschnitts in Irland bis 110% in Dänemark und Frankreich (Deutschland: 100%). Auch Bekleidung ist eine Produktgruppe, in der die Preisunterschiede zwischen den Mitgliedstaaten weniger stark ausgeprägt waren, wobei Bulgarien (80% des Durchschnitts) am preiswertesten und Schweden (134%) am teuersten war (Deutschland: 105%). Mit der bemerkenswerten Ausnahme von Dänemark (144% des Durchschnitts) und den Niederlanden (121%) waren die Preisunterschiede zwischen den Mitgliedstaaten auch bei privaten Verkehrsmitteln eher begrenzt und reichten von 81% in der Slowakei bis 111% in Finnland, Irland und Portugal (Deutschland: 99%).

 

Stichprobe zu Bankschließfächern: Teurer Schutz mit Risiko-Haken

Wer wichtige Dokumente oder wertvolle Goldmünzen sicher aufbewahren will, denkt oftmals an ein Bankschließfach. Doch eine Stichprobe der Verbraucherzentralen NRW bei acht Filialbanken zeigt: Kunden müssen beim Mieten eines Schließfachs nicht nur mit happigen Kosten rechnen, sondern auch mit Risiken.

 

Was kostet ein Bankschließfach, und was bietet es an Schutz? Das wollte die Verbraucherzentrale NRW von acht Anbietern wissen: Deutscher Bank, Commerzbank, Hypovereinsbank sowie den regionalen Geldinstituten Sparkasse Essen, Stadtsparkasse Düsseldorf, Dortmunder Volksbank, Volksbank Münster und Volksbank Krefeld.

 

Basis für den Vergleich bildete ein Schließfach mit einer für DIN A 4 ausreichenden Grundfläche und zehn Zentimetern Höhe. Die günstigste Jahresmiete bot die Volksbank Münster mit 47 Euro, fast doppelt so viel verlangte die Commerzbank mit 89 Euro pro Jahr. Das Gros bewegte sich im Bereich von 60 Euro.

Wichtig zu wissen: Auch ein Schließfach bietet keine absolute Sicherheit. Daher braucht es eine Versicherung, die den kompletten Wert des eingelagerten Inhalts vor Feuer oder Raub absichern sollte. Mitunter greift hier die eigene Hausratversicherung. Überprüfen lässt sich das etwa in den Bedingungen unter dem Punkt „Außenversicherung“. Allerdings leistet die Hausratversicherung nur, wenn keine andere Assekuranz den Schaden übernimmt. Und bei den meisten Geldinstituten ist eine Versicherung im Mietpreis enthalten. Den höchsten Schutz gab es bei der Sparkasse Essen. Im jährlichen Mietpreis von 49,95 Euro waren bis zu 30.700 Euro abgedeckt.

 

Mager sah es dagegen bei den Genossenschaftsbanken aus: Bei der Volksbank Krefeld waren standardmäßig 5000 Euro versichert, bei der Dortmunder Volksbank 2500 Euro und bei der Volksbank Münster gerade mal 1500 Euro. Schon eine einzelne Goldmünze übersteigt oft locker diese Wert-Grenze.

Obacht ist bei der Stadtsparkasse Düsseldorf und der Deutschen Bank geboten. Dort fehlte eine Versicherung im Mietpreis. Wer seine Pretiosen versichern wollte, brauchte eine passende Hausrat-Police oder musste extra dafür berappen. Bei der Stadtsparkasse Düsseldorf kostete das rund 54 Euro (40.000 Euro Versicherungsschutz), so dass zusammen mit der Schließfachmiete übers Jahr happige 124 Euro anfielen.

 

Was viele nicht bedenken: Wer ein Schließfach mietet, haftet bei Verlust für die Schlüssel. Kurios gelöst war das bei der Stadtsparkasse Düsseldorf. Der Ersatzschlüssel für ein Fach in der mechanischen Schließanlage kostete 53,48 Euro, während in der elektronischen Anlage 198,73 Euro fällig waren. Den Spitzenpreis im Check rief die Volksbank Münster auf: 350 Euro.

 

Für Schussel, die gleich beide Schlüssel nicht finden können, muss der Schlosser anrücken. Aufbohren und austauschen: Das machte bei der Sparkasse Essen 350 Euro. Andere Konkurrenten lagen ähnlich.

 

Die Volksbank Krefeld machte den Preis davon abhängig, ob ein eigener Mitarbeiter das Schloss auswechseln kann oder ob eine Fremdfirma beauftragt werden muss. Während sie den Einsatz des eigenen Mitarbeiters mit 297,50 Euro kalkulierte, waren es bei der Fremdfirma saftige 773,50 Euro.

Pragmatisch, aber unkonkret blieben Deutsche Bank und Commerzbank. Beide gedachten, lediglich die Rechnung vom beauftragten Schlosser an die Kundschaft weiterzureichen.

 

Damit nicht genug der Widrigkeiten: Denn bei weitem nicht jedem Interessenten gewährten die Geldhäuser Zutritt. Mit Ausnahme der Volksbank Krefeld vermieteten alle Institute im Test ihre Schließfächer nur an Kunden, die bei ihnen auch ein Konto führen.

 

Und selbst die schaffen es nicht immer bis zum Schließfach-Mieter. Denn erst mal muss überhaupt eines frei sein. So meldete etwa die Volksbank Dortmund eine „annähernde Vollauslastung“; in etlichen Filialen würden Wartelisten geführt. Auch andere Geldhäuser wussten von Engpässen „in einzelnen Filialen“.

Besser aus sah es immerhin bei der Sparkasse Essen. Kunden durften hier unter 3.900 freien Schließfächern auswählen. 

 

Wenn der Geldautomat die Karte schluckt – was tun?

Bei Unregelmäßigkeiten am Automaten sofort die Bank kontaktieren

Im Falle eines Kartenverlusts: Karte sofort sperren lassen

Kontoauszüge regelmäßig überprüfen

 

In Deutschland gibt es mehr als 58.000 Geldautomaten zum Geldabheben. Im Schnitt nutzt ein Erwachsener  alle 12 Tage einen Geldautomaten, um sich mit Bargeld zu versorgen. In der Regel läuft es reibungslos, aber wenn etwas außer der Reihe passiert, ist man schnell verunsichert. Was ist zu tun, wenn die Karte plötzlich geschluckt wird?

 

Geldautomat

 

Eine Karte wird zumeist dann eingezogen, wenn sie gesperrt ist. In den meisten Fällen hat der Kunde sie selbst sperren lassen, weil sie verloren oder verlegt wurde. Eine Sperre kann auch dann erfolgen, wenn die PIN mehrfach nacheinander falsch eingegeben wurde. Es kann auch sein, dass die Karte abgelaufen ist, weil bereits eine neue Karte ausgegeben wurde. Generell gilt: Wenn die Karte eingezogen wird, sollte man sofort seine Bank kontaktieren.

 

Sich nicht ablenken lassen – auch das ist am Geldautomat grundsätzlich wichtig. Denn nach einigen Sekunden schließt der Geldausgabeschacht wieder, selbst wenn man die Scheine nicht entnommen hat. Das Gleiche gilt für das rechtzeitige Entnehmen der Karte, sonst wird diese aus Sicherheitsgründen eingezogen. Für diese Fälle gilt: Ist die Filiale des entsprechenden Kreditinstituts gerade geöffnet, kann man sich direkt am Schalter melden. Ansonsten sollte man mit der eigenen Bank Kontakt aufnehmen.

 

Wichtig auch: Regelmäßig die Kontoauszüge sowie Kreditkartenabrechnungen kontrollieren. Unklare Umsätze sollten Kunden der kartenausgebenden Bank unverzüglich mitteilen und diese mit ihr klären, empfiehlt der Bundesverband deutscher Banken.

 

Was sich 2018 bei Banken änderte

Der Bundesverband deutscher Banken weist auf folgende wesentliche Änderungen für Bankkunden hin:

 

500er-Banknote: Ausgabe eingestellt

 

Wer die Euro-Banknote mit dem größten Wert noch in Hände bekommen will, muss sich sputen: Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat beschlossen, dass die Ausgabe der 500er-Scheine gegen Ende 2018 eingestellt wird. Die im Umlauf befindlichen 500er bleiben jedoch weiterhin gesetzliches Zahlungsmittel, das im Handel akzeptiert werden muss. Das "Auslaufmodell" der 500er-Noten behält für einen unbegrenzten Zeitraum seinen Wert.

 

Da absehbar keine neuen 500-Euro-Noten mehr gedruckt werden, muss die Bundesbank diese schrittweise durch andere Scheine mit kleinerem Nennwert ersetzen. Die überarbeiteten 100- und 200-Euro-Scheine der neuen Europa-Serie sind bereits mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen versehen.

Bedingungsloses Recht auf Lastschriftrückgabe

 

Das Ende der TAN-Liste 

 

Das sicherheitstechnisch längst veraltete iTAN-Verfahren mit durchnummerierter TAN-Liste auf Papier beim Onlinebanking geht seinem Ende entgegen. Viele Banken haben bereits auf Chip-TAN oder App-basierte Verfahren umgestellt. Es ist damit zu rechnen, dass alle anderen demnächst umstellen und die TAN-Liste auf Papier ins Altpapier wandert.

 

Lastschriftrückgabe

 

Die Möglichkeit, Lastschriften ohne Angabe von Gründen binnen acht Wochen nach Belastung zurückbuchen zu lassen, war bislang zwischen Kunden und Bank vertraglich geregelt. Nun wird das Recht auf Lastschriftrückgabe auch gesetzlich verankert. Verbraucher können sich Lastschriften wie bisher innerhalb von acht Wochen ohne Angabe von Gründen erstatten lassen. Lediglich die rechtliche Grundlage dafür ändert sich.#

 

Zahlungsdienste-Richtlinie: Aus für Aufschläge beim Zahlen per Kreditkarte

 

Online günstig Flüge buchen oder preiswert Medikamente in der Internetapotheke ordern – und dann satte Aufschläge fürs Bezahlen mit Kreditkarte berappen. Damit ist ab dem 13. Januar 2018 Schluss: Für Kreditkartenzahlungen bei Buchungen sowie Einkäufen übers Internet dürfen Händler künftig keine gesonderten Gebühren mehr verlangen. Das gilt europaweit – und wird durch die neue EU-Zahlungsdienste-Richtlinie vorgegeben, die bis Mitte Januar in nationales Recht umgesetzt sein muss. Eingeschlossen sind „besonders gängige" Zahlungsmittel wie Girokarten oder Kreditkarten von Mastercard oder Visa. Auch bei Kartenzahlungen im stationären Handel dürfen keine Aufschläge berechnet werden. Generell untersagt sind auch Zusatzgebühren bei allen Überweisungen und Lastschriftverfahren im SEPA-System. Bislang war nur vorgeschrieben, dass ein gängiges und zumutbares Zahlungsmittel ohne zusätzliche Kosten angeboten wird.

 

Eurozone: Überweisungen in Echtzeit

 

Wo bleibt das Geld? – diese Frage nach dem Stand der Überweisung von Euro und Cent soll in knapp einem Jahr der Vergangenheit angehören. Ab November 2018 werden nach den Vorgaben der Europäischen Zentralbank (EZB) Echtzeitüberweisungen in der Eurozone möglich sein. Ob Geschäfts- oder Privatkunden Überweisungen im Inland oder europäischen Ausland vornehmen: Geldbeträge sollen beim „Instant Payment“ dann innerhalb von zehn Sekunden auf dem Konto des Empfängers gutgeschrieben werden. Und das an 365 Tagen im Jahr. Der Auftrag für den Blitztransfer wird per Onlinebanking oder mit einer Smartphone-App erteilt.

 

Der Bundesverband deutscher Banken rechnet damit, dass es im ersten Quartal 2018 schon die ersten Anbieter geben wird. Allerdings: Die Geldhäuser sind nicht verpflichtet, an dem neuen System teilzunehmen. Die EZB bietet Banken diesen Service in den ersten beiden Jahren für 0,2 Cent pro Transaktion an. Ob dies als Aufschlag für „Instant Payment“ an die Kunden weitergegeben wird, bleibt abzuwarten.

 

Jeder zweite Bundesbürger nutzt Online-Banking

Online-Banking wird in Deutschland immer beliebter: Bereits jeder zweite Bundesbürger erledigt seine Bankgeschäfte online, so das Ergebnis einer aktuellen repräsentativen Umfrage der GfK im Auftrag des Bankenverbands. In der Altersgruppe der 18- bis 49-Jährigen sind es sogar rund 70 Prozent. Unter den Bankkunden zwischen 50 und 59 Jahren wickeln immerhin 47 Prozent ihre Finanzangelegenheiten online ab. Nur Menschen, die älter sind als 60 Jahre, bleiben mehrheitlich lieber beim klassischen Bankkonto, hier nutzen nur 23 Prozent Online-Banking.

 

Auch die Wahrnehmung der Sicherheit des Online-Banking ist eine Altersfrage. Von den Befragten unter 50 Jahren sind weit über 60 Prozent von der Sicherheit des Online-Banking überzeugt, von den Befragten über 60 Jahre nur 28 Prozent. Im Durchschnitt hält rund die Hälfte der Bevölkerung (49 Prozent) Online-Banking für „sicher“. Die Zahl derjenigen, die digitale Bankgeschäfte als „gar nicht sicher“ einschätzt, bleibt mit 15 Prozent auf vergleichsweise niedrigem Niveau; mehr als ein Drittel (37 Prozent) der Befragten liegt mit der Bewertung als „nicht so sicher“ dazwischen. Dieser Befund hat sich in den letzten Jahren kaum verändert.

 

Rund ein Viertel der Online-Bankkunden verwendet Mobile Banking per Smartphone oder Tablet. Das entspricht 12 Prozent aller Befragten. Deutlich verbreiteter ist die Nutzung am stationären Computer: Fast drei Viertel der Online-Bankkunden (38 Prozent aller Befragten) loggen sich für Bankgeschäfte lieber zu Hause ein als unterwegs per Handy oder Tablet.

 

Entgegen der insgesamt gestiegenen Nutzerzahl, geht die Häufigkeit der Zugriffe auf Online-Konten zurück. Mehrmals täglich prüft kaum noch jemand seine Finanzen (2 Prozent statt 8 Prozent im Vorjahr). Auch der Anteil der Verbraucher, die mehrmals wöchentlich Überweisungen oder sonstige Aufträge online durchführen, ist von 39 Prozent auf 32 Prozent gesunken.

 

Von den drei Bankengruppen in Deutschland haben die privaten Banken mit einem Anteil von 64 Prozent die meisten Online-Kunden. Bei den Volks- und Raiffeisenbanken liegt der Anteil laut Umfrage bei 51 Prozent, bei den Sparkassen bei 46 Prozent. 

 

Welches Konto ist das richtige für Paare?

Beim Geld hört die Freundschaft auf, lautet ein oft zitiertes Sprichwort. Umso wichtiger ist es deshalb für Paare, sich Gedanken rund ums Thema Finanzen zu machen. Und ganz gleich, ob es sich nur um einen gemeinsamen Haushalt oder eine Ehe handelt - ein wichtiger Punkt dabei ist das Konto. Welches Kontomodell ist also das richtige für Paare?

 

Braut und Bräutigam

 

Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten: Wenn beide Partner bereits über ein Konto verfügen, auf das zum Beispiel Gehalt einfließt und laufende Ausgaben abgebucht werden (Miete, Strom, Mobilfunk, Vereinsbeiträge etc.), kann es sinnvoll sein, beide Konten weiterzuführen. Wer welche Kosten einer gemeinsamen Haushaltsführung übernimmt, kann abgesprochen und aufgeteilt werden. Allerdings fallen dann möglicherweise Kosten für die Kontoführung auch doppelt an. Achtung: Auch ein Ehepartner kann im Notfall nicht einfach über das Konto des anderen verfügen – auch nicht bei Krankheit oder einem schweren Unfall. Für diesen Fall muss eine Kontovollmacht erteilt werden. Entsprechende Formulare gibt es bei der Bank.

 

Viele Paare entscheiden sich für ein gemeinsames Konto in Form eines so genannten „Oder-Kontos“. Hier kann jeder Kontoinhaber grundsätzlich ohne Mitwirkung des anderen über das Konto und Depot verfügen. Zu beachten ist: Die Kontoinhaber eines Gemeinschaftskontos haften gesamtschuldnerisch. Wenn etwa ein Kontoinhaber das gemeinsame Konto überzieht, kann die Bank von jedem einzelnen Kontoinhaber die Rückzahlung in voller Höhe verlangen.

 

Man sollte sich deshalb gut überlegen, ob das Vertrauen groß genug ist, um ein gemeinsames Konto zu führen, empfiehlt der Bankenverband. Es gibt zwar auch eine Notbremse: Jeder Kontoinhaber kann jederzeit die Einzelverfügungsbefugnis des anderen für die Zukunft widerrufen. Ab dann kann nur gemeinsam über das Konto verfügt werden. Im Zweifel kann dies aber auch schon zu spät sein.

 

Viele Paare - unabhängig davon, ob sie verheiratet sind oder nicht - behalten ihre eigenen Girokonten und eröffnen dazu noch ein Gemeinschaftskonto, auf das beispielsweise jeder monatlich einen bestimmten Betrag überweist. Das bietet sich an, wenn man einen gemeinsamen Haushalt führt, so der Bankenverband. 

 

Taschengeld & Geldgeschenke: Wann lohnt sich ein Konto für mein Kind?

Taschengeld bar oder aufs Kinderkonto? Wohin mit kleinen Geld-Geschenken und Belohnungen von den Großeltern, Onkeln und Tanten – ins Sparschwein oder doch besser auf die Bank? Für viele Eltern stellen sich diese Fragen im Alltag, denn es zahlt sich aus, wenn man mit Geld haushalten kann – und das gilt auch für die eigenen Kinder! Wer Geldgeschenke und Taschengeld auf die hohe Kante legt, kann sich irgendwann auch etwas größere Wünsche erfüllen. Aber ab wann lohnt sich ein eigenes Konto für das Kind?

 

Sparkonten gibt es für alle Altersstufen, ein eigenes Kinderkonto frühestens ab dem siebten Lebensjahr – dann sind Kinder beschränkt geschäftsfähig. Bis zur Volljährigkeit tragen die Eltern die Verantwortung und dürfen auch festlegen, ob das Kind zum Beispiel eine Bankkundenkarte haben darf, um Geld abzuheben und Kontoauszüge auszudrucken. In jedem Fall werden Konten Minderjähriger aber ausschließlich auf Guthabenbasis geführt – in den Dispo kann das Konto also nicht rutschen, so der Bankenverband.

 

Große Geldgeschenke sind in jedem Fall besser auf einem separaten und sogenannten mündelsicheren Kinderkonto aufgehoben. Als mündelsicher kann und darf eine Geldanlage nur dann bezeichnet werden, wenn ausgeschlossen ist, dass der Anleger einen Verlust erwirtschaftet. Hinzu kommt: Kindern stehen für ihre Kapitaleinkünfte eigene Steuerfreibeträge zu (801 Euro/Jahr). Das Kinderkonto spart so unter Umständen also auch Steuern. Und wer frühzeitig damit anfängt, monatlich regelmäßige Beträge für sein Kind etwa in einem Fondssparplan anzulegen, kann damit später den Führerschein, die Ausbildung oder einen Auslandsaufenthalt finanzieren, erläutert der Bundesverband deutscher Banken.

 

Wie kann ich eine Lastschrift rückgängig machen?

Bei ungeklärten Konto-Abbuchungen schnell Bank kontaktieren

Lastschriftrückgabe ohne Angabe von Gründen innerhalb von acht Wochen möglich

Kontoauszüge regelmäßig überprüfen

 

Jede zweite bargeldlose Zahlung in Deutschland ist eine Lastschrift. Im Schnitt sind es mehr als 300 Lastschriften pro Sekunde, die ausgeführt werden. Lastschriften sind besonders beliebt für regelmäßige Zahlungen - Miete, Strom oder der Beitrag fürs Fitnessstudio: viele regelmäßige Rechnungsbeträge werden vom Gläubiger (z.B. dem Vermieter) vom Konto abgebucht, wenn der Kunde dem Gläubiger hierfür vorab seine Einwilligung mit einem „SEPA-Lastschriftmandat“ gegeben hat. 

 

Was aber ist zu tun, wenn auf dem Kontoauszug eine Belastungsbuchung auftaucht, die man nicht veranlasst oder der man nicht zugestimmt hat? Generell gilt für ungeklärte Abbuchungen: man sollte sich umgehend an die Bank wenden, um den Sachverhalt zu klären. Liegt tatsächlich eine so genannte „nicht autorisierte“ Zahlung vor, wird die Bank den Zahlungsbetrag dem Kunden erstatten. Deshalb ist es besonders wichtig, die Abbuchungen auf den Kontoauszügen regelmäßig zu überprüfen.

 

Für jede SEPA-Basis-Lastschrift gilt: Der Kunde kann innerhalb von acht Wochen ohne Angabe von Gründen Erstattung verlangen. Bei von ihm nicht genehmigten Belastungen ist dies sogar innerhalb von 13 Monaten möglich. Besser ist es jedoch, nicht zu lange zu warten, sondern sich umgehend bei seinem Kreditinstitut zu melden, empfiehlt der Bundesverband deutscher Banken.

 

Stichprobe bei Banken und Sparkassen: Verlorenes Sparbuch kostet bis zu 50 Euro

Eine Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW bei zwölf Banken und Sparkassen zeigt: Wer sein Sparbuch verschusselt, muss für Sperre und Ersatz oft kräftig blechen. Das Sparbuch ist weg – was tun? Die gute Nachricht ist: Das Geld ist nicht verloren, denn die Bank kann Ein- und Auszahlungen in aller Regel nachvollziehen. Doch Eile ist geboten. Denn ein Sparbuch gehört zu den sogenannten "hinkenden Inhaberpapieren". Die Bank darf zwar bei der Auszahlung verlangen, dass der Kunde zusätzlich zum Sparbuch auch seinen Ausweis vorlegt, ist dazu aber nicht verpflichtet. Damit wäre es denkbar, dass unehrliche Finder eines fremden Sparbuchs Geld abheben. Wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte daher dem Geldinstitut den Verlust zügig melden. Die Bank kann das alte Sparbuch sperren und ein neues ausstellen. Doch das kostet zumeist, wie eine Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW bei zwölf Geldinstituten zeigte - und zwar bisweilen recht ordentlich.

 

 

Kostenloser Ersatz nach Kartensperrung

Banken dürfen für die Ausstellung einer Ersatz-Bankkarte kein Entgelt verlangen, wenn der Kunde den Verlust seiner Karte angezeigt hat. Eine anderslautende Klausel im Preisverzeichnis ist unwirksam. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands  (vzbv) gegen die Deutsche Postbank AG entschieden. Mit seinem heutigen Urteil hat der Bundesgerichtshof die für Giro- und Kreditkarten übliche Entgeltklausel für das Ausstellen einer Ersatzkarte gekippt“, sagt Frank-Christian Pauli, Finanzexperte beim vzbv. Laut BGH gehört die Ausgabe einer Ersatzkarte zumindest bei Verlust oder Diebstahl zu den gesetzlichen Pflichten einer Bank, für die ein Entgelt nicht verlangt werden darf. Offen gelassen hat der BGH, ob für eine Ersatzkarte gezahlt werden muss, wenn eine Karte defekt ist oder sich der Name des Inhabers geändert hat.

 

Kontowechsel - kein Selbstläufer, aber die Mühe wert

Das Girokonto ist das wichtigste Konto. Alle wichtigen und regelmäßigen Buchungen wie Miete, Strom oder das Gehalt werden darüber abgewickelt. Die meisten Verbraucher bleiben für viele Jahre bei der gleichen Bank. Sie scheuen einen Wechsel, obwohl es genügend alternative Angebote auf dem Markt gibt und der Aufwand sich in Grenzen hält.

 

Thomas Beutler, Finanzexperte bei der Verbraucherzentrale des Saarlandes empfiehlt, regelmäßig zu prüfen, ob das laufende Konto noch zu einem passt. „Steigende Gebühren, ein Umzug oder auch fehlende Geldautomaten im Umfeld können Gründe sein, sich eine neue Bank und ein neues Girokonto zu suchen.“

 

Ein Wechsel ist einfacher, als viele denken. Die neue Bank ist verpflichtet beim Umzug des Kontos zu helfen, es gibt sogar einen gesetzlichen Anspruch darauf. Trotzdem locken die meisten Banken mit einem eigenen, freiwilligen Umzugsservice. „Es ist nachvollziehbar, dass die Bank den eigenen Wechselservice in den Vordergrund stellt, denn damit umgeht sie die beim gesetzlichen Kontowechsel strengen Fristen und Haftungsregelungen“, sagt Thomas Beutler.  Beim gesetzlichen Kontowechsel haftet beispielsweise die Bank, wenn ein Schaden aus einem fehlgeschlagenen Kontenwechsel entsteht. Der Wechsel muss außerdem innerhalb von 12 Werktagen abgeschlossen sein.

 

Der freiwillige Wechselservice der Banken hat im Vergleich zum gesetzlichen den großen Vorteil, dass er einfacher und oft auch bequemer durchzuführen ist. Beim gesetzlichen muss ein etwas umständliches Formular ausgefüllt werden. „Hier sollte die neue Bank aber behilflich sein“ so der Finanzexperte. Der Vorteil beim gesetzlichen Verfahren ist die mit 13 Monaten deutlich längere Zeitspanne, in der rückwirkend Umsätze geliefert werden müssen. So entgeht auch wirklich kein Lastschriftempfänger, der informiert werden sollte. Beim Verfahren der Banken werden die Umsatzdaten dagegen oft nur der letzten drei Monate oder sogar noch kürzer elektronisch geliefert. „Dann muss man  doch noch die alten Kontoauszüge durchforsten.“ so Beutler. Oftmals wird der freiwillige Kontowechselservice auch an Drittanbieter ausgelagert. „Im Sinne der Datensparsamkeit bei Weitergabe personenbezogener Daten sollte auch dies berücksichtigt werden“, warnt Beutler.

 

Bankenverband: So betreiben Sie sicheres Online-Banking

Online-Banking ist sehr sicher! Das glauben 53 Prozent der Deutschen. Unter denen, die Online-Banking nutzen, ist die Zahl sogar noch höher: 84 Prozent. Dennoch haben viele Menschen Angst vor „Phishing“, so nennt man es, wenn persönliche Daten abgefischt werden. Wer sich aber an bestimmte Regeln und Tipps hält, kann sowohl Mobile-Banking als auch Online-Banking sicher betreiben.

 

- Meist ist der PC zu Hause das Einfallstor für Kriminelle. Als Online-Banking-Kunde müssen Sie gewisse Sorgfaltspflichten einhalten: Installieren Sie einen Virenscanner und eine Firewall. Auch die Software sollte immer auf dem neuesten Stand sein. Sobald Sie ein Update angeboten bekommen, nutzen Sie es und zögern die Installation nicht hinaus. Sie sollten auch niemals Online-Banking auf fremden Rechnern (z.B. in einem Internet-Café) tätigen.

 

- Gleiches gilt für Ihr Smartphone. Es ist wie ein kleiner Computer. Sie müssen die Software auf dem aktuellsten Stand halten. Beim mobileTAN-Verfahren sollten Sie Ihr Smartphone nicht gleichzeitig zum Online-Banking und Empfang der SMS nutzen.

 

- Speichern Sie niemals Kennwörter, Ihre Geheimzahl (PIN) und TANs in Apps, in der Cloud oder auf Ihrer Festplatte. Auch nicht als Telefonnummern verschlüsselt im Handy.

 

- Bei Cyberattacken versuchen Betrüger Sie auf kopierte Online-Banking-Websites der Banken zu locken, um Daten abzufischen. Bevor Sie sich einloggen, überprüfen Sie, ob es sich wirklich um die verschlüsselte Seite Ihrer Bank handelt. Das erkennen Sie u. a. daran, dass im Browser ein Schloss-Symbol erscheint und die Webadresse mit https… beginnt.

 

- Antworten Sie niemals auf vermeintliche E-Mails Ihrer Bank, die Sie beispielsweise zu einer Bestätigung Ihrer Daten auffordern. Klicken Sie keine Links an, um solche Daten einzugeben. Ihre Bank wird dies nicht abfragen.

 

- Beziehen Sie nur Apps aus autorisierten Quellen. Seien Sie bei Gratis-Versionen von ansonsten käuflich zu erwerbenden Apps skeptisch, denn es könnte sich um Schadsoftware handeln.

 

Auf keinen Fall sollten Sie folgenden Aufforderungen während der Banking-Sitzung nachkommen:

 

- einer Abfrage mehrerer TAN,

- einer TAN-Eingabe zur Aufhebung einer angeblichen Kontosperrung oder Laufzeitbeschränkung Ihrer iTAN-Liste,

- einer TAN-Eingabe zur Bestätigung der Kontodaten,

- einer Rücküberweisung einer (vermeintlich) eingegangenen Zahlung,

- einer Durchführung einer Testüberweisung,

- einer Installation von Sicherheitszertifikaten oder Sicherheitssoftware/App.

 

Wenn Sie diese Tipps beherzigen, können Sie Online-Banking sicher und bequem betreiben. Sollten Sie tatsächlich Opfer von Phishing-Betrügern werden, wenden Sie sich umgehend an Ihre Bank, rät der Bundesverband deutscher Banken.

 

Einlagen deutscher Sparer künftig noch sicherer

Sparer in Deutschland sind künftig noch besser vor dem Verlust ihres Ersparten geschützt: Alle Banken müssen künftig einem Einlagensicherungssystem angehören. Die finanzielle Ausstattung dieser Systeme wird verbessert. Zudem kommt der Sparer im Schadensfall schneller an sein Geld. Künftig hat er Anspruch auf Rückzahlung innerhalb von 7 statt bisher 20 Arbeitstagen. Dazu hat das Bundeskabinett am 19. November 2014 das Gesetz zur Umsetzung der europäischen Richtlinie über Einlagensicherungssysteme beschlossen. Mit dieser Richtlinie werden die Einlagensicherungssysteme EU-weit harmonisiert und ein einheitliches Schutzniveau für alle Sparer in der EU geschaffen. Der Bundesminister der Finanzen, Dr. Wolfgang Schäuble: „Die deutschen Sparer wissen: Ihre Spareinlagen sind sicher. Mit dem Gesetz erhöhen wir die Leistungsfähigkeit der Einlagensicherung weiter und machen sie noch kundenfreundlicher. Künftig bekommt der Sparer im Schadensfall schneller und unbürokratischer sein Geld zurück. Damit stärken wir das Vertrauen in das deutsche Bankensystem. Die etablierten Strukturen der deutschen Einlagensicherung bleiben erhalten.“ Einlagensicherungssysteme tragen maßgeblich dazu bei, im Krisenfall einen massiven Abzug von Spareinlagen zu vermeiden. Laut Gesetzentwurf der Bundesregierung müssen alle Banken künftig einem Einlagensicherungssystem angehören, bei dem Sparer im Bedarfsfall einen Anspruch auf Erstattung ihrer Einlagen von regulär bis 100 000 Euro haben. Auch die Sicherungssysteme der Sparkassen- und Giroverbände (DSGV) oder des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) können sich künftig als gesetzliche Einlagensicherungssysteme anerkennen lassen. Außerdem wird die finanzielle Ausstattung der Einlagensicherungssysteme verbessert. Sie haben innerhalb von 10 Jahren ein Mindestvermögen in Höhe von 0,8 Prozent der gedeckten Einlagen anzusparen. Weiterhin wird der Schutz der Einleger verbessert durch

 

•eine Verkürzung der Auszahlungsfrist im Entschädigungsfall von derzeit 20 auf 7 Arbeitstage,

•einen erhöhten Schutzumfang für besonders schutzbedürftige Einlagen von bis zu 500 000 Euro bei einer Bank (z. B. für Einlagen, die aus dem Verkauf einer Privatimmobile resultieren oder aufgrund sozialrechtlicher Ansprüche ausgezahlt werden); der Schutz besteht für einen Zeitraum von bis zu 6 Monaten nach Einzahlung,

•verbesserte Information des einzelnen Einlegers über die Einlagensicherung und

•eine grundsätzlich antragslose gesetzliche Entschädigung.

 

Der Gesetzentwurf sieht vor, das bestehende Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetze (EAEG) aufzuspalten. Die bisherigen Regelungen für Anlegerentschädigung werden inhaltlich nicht geändert und künftig in einem reinen Anlegerentschädigungsgesetz fortgeführt. Das Einlagensicherungsgesetz kommt neu hinzu, so das Bundesfinanzministerium.

 

ÖKO-TEST Girokonten für Selbstständige: Gnadenlos abkassiert

Handwerker und die anderen der insgesamt 4,5 Millionen Selbstständigen in Deutschland müssen oft bereits für die Bereitstellung eines Kredits auf dem laufenden Konto Zinsen zahlen. Das zeigt eine Untersuchung von ÖKO-TEST. Schon bei einem Kreditrahmen von 13.000 Euro fallen bis zu 500 Euro Bereitstellungsgebühr im Jahr an. Rutscht das Konto tatsächlich einmal ins Minus, erreichen die Sollzinsen bis zu 12,81 Prozent. Während Privatkunden derzeit von Banken mit kostenlosen Girokonten plus Startguthaben umworben werden und schlimmstenfalls 80 Euro im Jahr zahlen, fangen die Preise für Geschäftsgirokonten auf diesem Niveau erst an – teilweise sind sie sogar bis zu zehn Mal so teuer wie für Privatkonten. ÖKO-TEST rät Selbstständigen, unbedingt die Preise zu vergleichen, denn die Preisunterschiede sind von Bank zu Bank exorbitant. Während manche 250 Euro im Jahr verlangen, explodieren bei anderen Instituten die Kosten auf bis zu 1.000 Euro. Dazu schlägt alles weitere extra zu Buche: Es entstehen Gebühren für Buchungen sowie Konto- und Kreditkarten. Guthabenzinsen sind dagegen Mangelware.

 

Wer ein günstiges Konto sucht und die Angebote vergleichen will, stößt jedoch auf Intransparenz. Nur die wenigsten Banken sind bereit, die Preise für Geschäftsgirokonten offenzulegen. ÖKO-TEST hat 87 Banken angeschrieben, von diesen wollten sich 54 nicht in die Karten schauen lassen und gaben keine Auskunft.

Dabei lässt sich mit einem Vergleich viel Geld sparen, vor allem beim Kontokorrentkredit. Dieser ist eine richtige Kostenfalle, wie ÖKO-TEST kritisiert. Zwar können die meisten Selbstständigen schon froh sein, wenn ihnen überhaupt ein Kontokorrentkredit gewährt wird. Ist das der Fall, schwanken die Sollzinsen in den ÖKO-TEST-Musterfällen zwischen 6,75 und 12,81 Prozent. Manche Banken lassen sich sogar die Bereitschaft, Geschäftskunden einen Kontoüberziehungsrahmen einzuräumen, fürstlich honorieren, auch wenn man gar nicht in die Miesen rutscht. Die Bereitstellungsprovisionen liegen bei bis zu drei Prozent pro Jahr auf den nicht ausgeschöpften Teil des Kreditrahmens. Eine Bank im Test stellt zusätzlich noch ein Bearbeitungsentgelt von mindestens 150 Euro in Rechnung. Das summiert sich: In den Musterfällen, die ÖKO-TEST berechnet hat, kommen schon mal 586 Euro pro Jahr zusammen, obwohl der Kreditrahmen nicht genutzt wurde. ÖKO-TEST empfiehlt allen Selbstständigen, sich Abzockerkonditionen nicht bieten zu lassen. Es lohnt sich, mit der Bank zu feilschen, denn Bereitstellungsprovisionen und Kreditzinsen sind verhandelbar.

 

Shopping und Banking sicher im Netz

Die Sicherheit im Netz ist gerade für Bankkunden ein wichtiges Thema. 45 Prozent der Deutschen wickeln ihre Bankgeschäfte online ab, Tendenz: steigend. 46 Prozent halten Onlinebanking für sehr sicher. Zu Recht, denn, wer seine Sorgfaltspflichten einhält und gewisse Sicherheitstipps beachtet, der kann unbesorgt im Internet Überweisungen tätigen, per Kreditkarte shoppen gehen, SEPA-Lastschriften erteilen oder seine Kontodaten abfragen. Hier sind die wichtigsten Regeln, die Sie beherzigen sollten:

 

1.Sichern Sie Ihren PC zu Hause. Installieren Sie immer den aktuellsten Virenscanner und die neueste Firewall-Software. Betriebssysteme und Programme sollten immer up-to-date sein, ebenso wie der Internetbrowser. Denn: Der Computer ist immer das erste Einfallstor für Cyber-Betrüger.

2.Betreiben Sie Onlinebanking immer nur von einem sicheren PC aus. Niemals im Internetcafé oder in Hotels unterwegs.

3.Geben Sie Ihre Zugangsdaten nur ein, wenn Sie sich auf der geschützten Seite der Bank befinden und eine verschlüsselte Verbindung besteht. Das lässt sich unter anderem daran erkennen, dass die Internetadresse der Bank mit https:// beginnt. Oder am Schloss in der Browserleiste.

4.Wählen Sie ein sicheres Passwort aus. Zum Onlineshopping oder auch beim Onlinebanking braucht man zur Identifizierung ein Passwort. Dieses sollte individuell und nicht zu knacken sein. Es ist mindestens acht Stellen lang und besteht zum Beispiel aus einer Mischung von Groß- und Kleinbuchstaben sowie Ziffern und Sonderzeichen.

5.Geben Sie ihre sensiblen Daten wie Passwörter, PIN und TANs niemals an Dritte weiter. Sie dürfen weder in Ihrem Computer, noch in Ihrem Handy gespeichert sein – auch nicht „verschlüsselt“ als Telefonnummer oder Geburtsdatum, etc. Wer dies tut, verletzt seine Sorgfaltspflichten und bekommt im Falle eines Schadens sein Geld womöglich nicht erstattet.

6.Wenn Sie das mobileTAN-Verfahren (mTAN) nutzen, also Ihr Mobiltelefon beim Onlinebanking im Einsatz haben, müssen Sie dieses genauso aktiv vor Schadprogrammen schützen, wie den PC zu Hause. Bedenken Sie: Smartphones sind kleine Computer, die abgesichert werden müssen.

7.Beim mTAN-Verfahren darf das Smartphone, mit dem die TANs empfangen werden, nicht gleichzeitig fürs Onlinebanking genutzt werden.

8.Nutzen Sie das iTAN-Verfahren, also eine durchnummerierte Liste mit TANs, bewahren Sie diese sicher auf. Sie darf auf keinen Fall abfotografiert oder eingescannt werden.

9.Vorsicht: im Zuge der Umstellung auf den SEPA-Zahlungsverkehr bringen Betrüger aktuell Phishing-Mails in Umlauf, in denen der Verbraucher aufgefordert wird, seine Kontodaten zu Zwecken der Überprüfung und Bestätigung preiszugeben. Folgen Sie niemals solchen Links und öffnen Sie keine Dateianhänge. Grundsätzlich gilt: Banken versenden niemals E-Mails, in denen sie Ihre Kunden zur Eingabe von Kontodaten oder sensiblen Zugangscodes oder Geheimnummern (PIN und TANs) auffordern.

10.Überprüfen Sie regelmäßig und in kurzen Abständen Ihre Kontoauszüge und Kreditkartenabrechnungen. Sollten Sie Unstimmigkeiten feststellen, informieren Sie unverzüglich Ihre Bank. Wenn Sie vermuten, dass jemand Ihre geheimen Zugangsdaten (z. B. PIN oder TANs) kennt, lassen Sie den Online-Zugang zum Konto sofort sperren.

  

Das oberste Gebot beim Onlinebanking oder Onlineshopping ist: Vertrauen sie Ihrem gesunden Menschenverstand, seien Sie wachsam. Wenn Ihnen etwas komisch vorkommt, brechen Sie den Vorgang am besten ab. Wenn Sie eine E-Mail mit unbekanntem Absender bekommen oder auch vermeintlich von Ihrer Bank, seien Sie misstrauisch. Wenn Ihnen ein Internetshop nicht vertrauenswürdig erscheint, kaufen Sie woanders. Dann kommen Sie sicher durchs Netz. 

 

Onlinebanking-Betrug: Finger weg von dubiosen App-Angeboten

Die Technologiemesse CEBIT steht ganz im Zeichen von Datenschutz und Datensicherheit. Aber: Wer Daten nutzt, muss auch für ihren Schutz sorgen. Das gilt insbesondere beim Onlinebanking! Kunden, die ihre Bankgeschäfte im Internet tätigen, wie 46 Prozent der Deutschen, sollten dies nach dem Motto "Sicherheit ist kein Zustand, sondern ein Verhalten" tun. Denn nur, wer wichtige Sicherheitsregeln beachtet, kann auch sicheres Onlinebanking betreiben. Dazu gehört, dass man seinen PC mit aktuellen Virenscannern und Firewalls schützt. In einer sich ständig technologisch weiterentwickelnden Welt wandeln sich auch die Angriffswerkzeuge kontinuierlich mit der Weiterentwicklung der Technologien. Denn Betrugsmaschen funktionieren am besten, solange sie noch keiner kennt. Deshalb versuchen Kriminelle mit laufend neuen Methoden an Ihr Geld zu kommen. Eine relativ neue, derzeit beliebte Masche: Bankkunden werden kostenlose Versionen von Apps für ihr Smartphone oder ihren Tablet-PC angeboten, die üblicherweise bezahlt werden müssen. Von solchen "Angeboten" sollte man unbedingt die Finger lassen, denn beim Herunterladen dieser vermeintlichen Apps wird eine Schadsoftware auf mobile Endgerät übertragen, die sensible Nutzerdaten des Kunden (PINs und Passwörter) abfischt.

Auch sind zurzeit weiterhin gefälschte E-Mails mit der vermeintlichen Bank als Absender im Umlauf, mit denen Betrüger versuchen, Bankkunden ihre Zugangsdaten zum Onlinebanking zu entlocken. Betreffzeilen lauten beispielsweise:

  • Helfen Sie uns unsere Kundenservice zu verbessern
  • Umstellung im Onlinebanking auf SEPA
  • Wichtige Informationen zu Ihrem Girokonto
  • Wichtige Mitteilung für Nutzer einer Banking Software


Lassen Sie sich auch nicht durch möglicherweise entstehende Kosten oder Fristen unter Druck setzen. Ihre Bank wird Ihnen niemals die Änderung Ihrer PIN oder TANs in Rechnung stellen oder überhaupt online abfragen. 

 

Über 50 Prozent der Bankkunden spielen mit Gedanken, ihre Bank zu wechseln

Innerhalb der nächsten sechs Monate werden weltweit voraussichtlich zehn Prozent der befragten Kunden im Privatkundenbereich ihre Bank verlassen. Weitere 41 Prozent sind unsicher, ob sie ihrer Bank die Treue halten werden. So die Ergebnisse des zehnten World Retail Banking Reports (WRBR) des Beratungsunternehmens Capgemini und der Efma. Um eine Bankkunden-Beziehung wieder aufzubauen, besteht die Möglichkeit, stärker kundenzentriert vorzugehen. Banken müssen hierzu große Mengen an Kundendaten auswerten und mobile Einsatzmöglichkeiten weiterentwickeln, wodurch sich persönlichere Interaktionen mit dem Kunden ergeben können. Die Basis des WRBR 2013 bildet eine umfangreiche Kundenbefragung sowie der Customer Experience Index (CEI). Er zeigt die Auffassung von 18.000 Kunden in 35 Ländern und sechs Regionen zu den Bereichen (Vertriebs-)Kanäle, Transaktionen und Produkte. Es wurden 80 Kunden-Kontaktpunkte untersucht, um weltweit einen tieferen Einblick in die Kundenwahrnehmung bei Banken zu erhalten.

 

Kundenzufriedenheit in Deutschland leicht verbessert

 

Deutschland liegt mit 48 Prozent an achter Stelle im Ranking von 35 untersuchten Ländern, gemessen am Anteil der Kunden mit positiven Erlebnissen im Bankalltag. Zum Vorjahr hat sich der positive Anteil um 2,8 Prozentpunkte verbessert, in Österreich hingegen sogar um 11,4 Prozentpunkte. An der Spitze der Länder mit den zufriedensten Bankkunden liegen Kanada (60,8 Prozent) und die USA (57,1 Prozent), das Schlusslicht bilden Honkong und Japan. Die Nachbarländer Frankreich (36,2 Prozent) und die Niederlande (39,2 Prozent) befinden sich im unteren Drittel der Rangliste.

 

Positive Kundenerlebnisse sind stark mit dem Vertrauen der Kunden in ihre Banken verbunden und damit, wie eine Bank die Bedürfnisse seiner Kunden versteht. "Da die Hälfte der Privatkunden weltweit ihrer Bank gegenüber nicht loyal ist, besteht dringender Handlungsbedarf - Banken müssen verstärkt das Thema Kundenfokussierung in ihre DNA einbauen", sagt Klaus-Georg Meyer, Leiter Banking bei Capgemini Consulting in Deutschland, Österreich und der Schweiz. "Bankdienstleistungen werden zunehmend standardisiert, es ist daher notwendig zu  differenzieren und eine Kundenbindung auf andere Weise aufzubauen. Die Bereitstellung der richtigen Produkte zur richtigen Zeit über etablierte und neue Kanäle wie mobile ist ein Weg, um eine dauerhafte Kundenbindung aufzubauen."

 

Servicequalität ist Wechselgrund Nummer eins

 

In den meisten Regionen entpuppte sich "Servicequalität" als der wichtigste Faktor, der Kunden zum Bankwechsel bewegt. Als Ausnahme gilt Nordamerika, dort sind die  Gebühren der auschlaggebende Wechselfaktor, dicht gefolgt von der Qualität des Services. Der WRBR 2013 zeigt, dass rund 50 Prozent oder weniger Kunden mit ihren Banken in den folgenden fünf Kernbereichen zufrieden sind: Verständnis der Bedürfnisse und Präferenzen des Kunden (37 Prozent zufrieden), Passgenauigkeit von Produkt zu (Vertriebs-)Kanal (43 Prozent zufrieden); Vertrauen (51 Prozent zufrieden), persönlicher Beziehungsaufbau (43 Prozent zufrieden) und eine konsequente Multi-Channel-Erfahrung (44 Prozent zufrieden).

 

Einlagensicherung bei ausländischen Banken - Innerhalb der EU bis zu 100.000 Euro abgesichert

Enttäuscht von den Niedrigzinsen heimischer Banken, richten immer mehr Anleger ihren Blick auf ausländische Geldinstitute. Oft bleiben aber ein mulmiges Gefühl und die Frage, wie sicher das Geld dort aufgehoben ist. Doch Zinsjäger können beruhigt sein. Denn wer ein paar Regeln beachtet, muss nicht um sein Erspartes bangen. Innerhalb der EU sind Gelder grundsätzlich bis zu einem Betrag von 100.000 Euro pro Bank und Kunde ohne Selbstbehalt geschützt. "Alle Kreditinstitute, die ihren Hauptsitz in der Europäischen Union haben, müssen ihren Kunden auf Grundlage einer EU-Richtlinie seit dem 31.12.2010 die Rückzahlung von Spareinlagen in dieser Höhe garantieren", erklärt Thomas Prangemeier, Geschäftsführer des unabhängigen Vergleichsportals Verivox. Das gleiche gilt für Banken mit Sitz außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums, die eine Zweigniederlassung in Deutschland betreiben. Um zum Geschäftsbetrieb zugelassen zu werden, sind sie verpflichtet, sich einer der deutschen gesetzlichen Entschädigungseinrichtungen anzuschließen. Diese finanzieren sich durch jährliche Beiträge der Mitglieder. Für Nicht-EU-Mitgliedsstaaten zeichnet sich ein differenziertes Bild. In der Schweiz und in Liechtenstein etwa umfasst der gesetzliche Einlagenschutz 100.000 Schweizer Franken. Das entspricht ca. 82.000 Euro. Zwei Millionen Norwegische Kronen (ca. 270.000 Euro) sind in Norwegen geschützt. Auch in der Türkei gibt es ein staatliches Einlagensicherungssystem. Doch das springt im Schadenfall nicht für Devisenausländer ein. Die am deutschen Markt tätigen türkischen Banken wickeln ihr Geschäft aber über Tochtergesellschaften in den Niederlanden und Österreich ab und unterliegen somit der EU-Einlagensicherung.

 

Geldanlage in außereuropäischen Ländern

Die Pleiten der isländischen Kaupthing Bank im Jahr 2008 und der deutschen Noa Bank im Jahr 2010 machen deutlich, dass nicht nur der mögliche Zinsertrag bei der Wahl des Tages- oder Festgeldkontos eine Rolle spielen sollte, sondern auch die Absicherung der Ersparnisse. Wer ein zinsstarkes Tages- oder Festgeldkonto außerhalb des heimischen Marktes sucht, sollte sich in jedem Fall vorab über die Höhe des Einlagenschutzes informieren.

 

Ansprüche rechtzeitig geltend machen

Kommt es zu einer Bankenpleite, informiert die zuständige Entschädigungseinrichtung alle betroffenen Sparer. Diese haben dann ein Jahr Zeit, ihren Anspruch geltend zu machen. Die Frist zur Auszahlung von berechtigten Forderungen ist gesetzlich auf höchstens 30 Tage begrenzt.

 

Umfrage zum Einkauf mit EC-Karte und Unterschrift: Saftige Strafen für ungedecktes Konto

Viele Kunden glauben, dass der Einkauf bezahlt ist, wenn sie an der Kasse die Rechnung mit EC-Karte und Unterschrift begleichen. Ein Irrtum. Eine Umfrage der Verbraucherzentrale NRW bei Supermärkten und großen Filialisten zeigt: Das kann teuer werden, falls das Konto nicht gedeckt ist. Nicht passieren kann das Kunden, die mit Karte und Geheimzahl (PIN) zahlen.

Dass aus 16 Euro für einen Einkauf im Supermarkt durchaus auch mal mehr als 100 Euro werden können, bekam Frank Jensen (Name geändert) zu spüren. Auslöser für den saftigen Aufschlag war die Art, wie er Milch, Brötchen & Co. bezahlt hatte: mit Bankkarte und seiner Unterschrift. Weil Jensens Konto zum Zeitpunkt des Einkaufs nicht gedeckt war, wurde die Lastschrift von der Bank zurückgegeben. Der Kunde beließ es über Wochen dabei, ohne die Verbindlichkeiten zu begleichen. Deshalb gab der Supermarkt die offene Forderung an ein Inkassobüro weiter. Das sattelte auf den ursprünglichen Betrag weitere 85 Euro für Bank- , Auskunfts- und Anwaltsgebühren oben drauf. Darüber hinaus wurde Jensen ein Schufa-Eintrag angedroht, falls er die Rechnung nicht umgehend begleichen sollte.

 

Vielen Kunden ist nicht bewusst, dass der Einkauf noch nicht endgültig bezahlt ist, wenn an der Kasse das Lastschriftverfahren mit Unterschrift zum Einsatz kommt. Erst mit dem erfolgreichen Einzug des Betrags ist die Zahlung abgeschlossen. Im Gegensatz zur Zahlung mit Bankkarte und Geheimzahl (PIN): Dabei wird die Kontodeckung direkt bei der Zahlung geprüft.

Ist dagegen bei einer Zahlung mit Autogramm das Konto über das Dispo-Limit hinaus in den roten Zahlen, kann die Bank die Einlösung der Lastschrift verweigern – und der Händler sitzt auf einer offenen Forderung. Von 20 großen Handelsketten wollte die Verbraucherzentrale NRW wissen, wie sie in solchen Fällen reagieren. Von den elf Antwort bereiten Unternehmen bekannten sich die meisten dazu, das Lastschriftverfahren einzusetzen. Lediglich bei Aldi und Douglas sei die Kartenzahlung ausschließlich mit Geheimzahl möglich. Für Galeria Kaufhof wiederum ist die Zahlung mit Unterschrift nur eine Notfalllösung, etwa wenn die für das Geheimzahl-Verfahren erforderliche Online-Verbindung zur Bank nicht verfügbar ist. Kurios: H&M setzt Geheimzahl- und Unterschriftsverfahren wechselweise nach dem Zufallsprinzip ein. Somit kann es durchaus vorkommen, dass an derselben Kasse heute mit Geheimzahl und morgen mit Unterschrift bezahlt wird. Kommt es beim Einzug zu Problemen, starten die Unternehmen meist einen zweiten Versuch. Nur Tengelmann und Real wollten zu ihrem Verfahren keine Angaben machen und verwiesen darauf, dass Rücklastschriften von einem Dienstleister bearbeitet werden. Um die Chance auf ein gedecktes Konto zu erhöhen, versucht Rewe, den zweiten Geldeinzug auf den Anfang des Monats zu legen, wenn etwa das Gehalt frisch eingegangen ist. Gelingt der zweite Versuch, muss der Kunde nur die Gebühren übernehmen, die die Bank dem Händler für die Rückgabe der ersten Lastschrift in Rechnung gestellt hat. Ikea verlangt darüber hinaus noch Bearbeitungsgebühren von fünf Euro. Schlägt der zweite Einzugsversuch fehl, kann es allerdings schnell teuer werden. Bereits die Anforderung der Adresse von der Bank für die Zustellung der Mahnung kann Händler mehr als 20 Euro kosten. Die werden an den säumigen Zahler genauso weitergereicht wie etwa Mahngebühren und Kosten für die Beauftragung eines Inkassobüros.

 

Vorsicht: Mitunter, das zeigen verärgerte Reaktionen von Kunden bei der Verbraucherzentrale, machen Händler schon nach der ersten geplatzten Lastschrift kurzen Prozess - und treiben dafür Zusatzkosten von fast 40 Euro ein. Deshalb sollten Kunden, die per Last- und Unterschrift zahlen, die regelmäßige Prüfung ihrer Kontoauszüge nicht auf die leichte Schulter nehmen – das gilt vor allem, wenn sich der Kontostand dem Dispo-Limit nähert. Wird beim Einkaufen eine Lastschrift nicht eingelöst, ist schnelles Handeln angesagt. Wer innerhalb weniger Tage aktiv wird und den offenen Posten per Barzahlung oder Überweisung begleicht, kann die Zusatzkosten in erträglichen Grenzen halten oder bisweilen sogar gänzlich vermeiden. 

 

EC- und Kreditkartenbetrug: So schützen Sie sich vor „Karten-Tricks“ 

Bargeldloses Bezahlen ist für viele eine Selbstverständlichkeit. Ob beim Internet-Shopping oder im Supermarkt an der Kasse: Zahlen mit EC- oder Kreditkarte ist praktisch und unkompliziert. Doch leider nutzen auch Trickdiebe den weit verbreiteten Einsatz immer wieder aus. Das Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz geben Tipps, wie Sie sich vor den „Karten-Tricks“ schützen können und was im Falle eines Kreditkartenmissbrauchs zu tun ist.

 

Beim Betrug mit Debitkarten (z.B. Girocard, früher auch als EC-Karte bezeichnet) mit PIN waren die Fallzahlen in Rheinland-Pfalz 2017 mit 653 im Vergleich zum Jahr davor (2016: 761 Fälle) rückläufig. Betrugsfälle mit rechtswidrig erlangten Debitkarten ohne PIN konnten um ca. 45 Prozent von 520 (2016) auf 287 Fälle im Jahr 2017 gesenkt werden. Trotz rückläufiger Fallzahlen gilt es weiterhin achtsam zu bleiben.

 

Die Täter gelangen meist durch Diebstahl oder Einbruch in den Besitz der Zahlungskarte und damit an die Daten der Zahlungskarten. Das unrechtmäßige Auslesen und Abspeichern der gesamten Kartendaten kann zur späteren Herstellung von Kartendubletten genutzt werden. Darüber hinaus können die Täter durch Ausspähen der PIN, z.B. bei der PIN-Verwendung am Geldautomat oder beim Bezahlen im Ladengeschäft in deren Besitz kommen. Die Kriminellen können zudem bei einer unverschlüsselten Internetverbindung Kartendaten von Privatpersonen oder Firmen abgreifen. Beim Phishing versuchen die Betrüger durch gefälschte Internetmails oder mittels Viren und Schadprogrammen wie Trojaner an Zahlungsdaten, Passwörter oder persönliche Daten zu gelangen. Die Täter können mit der Debitkarte und PIN im Handel bezahlen, Geld abheben oder mit Kreditkartendaten im Mail-, Phone, bzw. Internet-Order-Verfahren bezahlen.

 

Ein Schaden ist aber oftmals vermeidbar und erfordert lediglich sicherheitsbewusstes Verhalten und rasches Handeln des Betroffenen beim Verlust oder Diebstahl der Zahlungskarte.

 

Die Tipps der Polizei:

 

•Behandeln Sie Ihre Bank- und Kreditkarten so sorgfältig wie Bargeld und tragen Sie diese dicht am Körper, verteilt in verschlossenen Innentaschen der Kleidung.

•Lassen Sie Zahlungskarten niemals in Büro-/Arbeitsräumen, Schwimmbädern, Krankenhäusern, Hotelzimmern, Kraftfahrzeugen etc. liegen – weder offen noch versteckt, auch nicht für kurze Zeit.

•Rechnen Sie insbesondere in Restaurants, Kaufhäusern, Bahnhöfen oder Flughäfen sowie auf Messen oder Ausstellungen mit Taschendieben.

•Überzeugen Sie sich regelmäßig, ob Sie Ihre Karte(n) noch besitzen.

•Bewahren Sie Kreditkarten-/Bankkartenbelege sorgfältig auf und werfen Sie diese nicht in den Papierkorb der Bank/des Geschäftes. Mit den Kontodaten aus dem Papierkorb ist Ihr Geld vor Tätern nicht mehr sicher. Vernichten Sie verschriebene Belege, unter Umständen auch den Durchschlag.

•Vergleichen Sie zeitnah Ihre Rechnungen mit Abbuchungen auf Ihrem Konto.

•Behalten Sie Ihre Karte stets im Auge.

•Stellen Sie sicher, dass Sie nach dem Bezahlen stets Ihre eigene EC- oder Kreditkarte zurückerhalten. Bestehen Sie darauf, dass verschriebene Kreditkartenbelege, unter Umständen auch der Durchschlag, sofort ungültig gemacht werden.

•Beachten Sie alle Auflagen, die Ihr Geld- oder Kreditkarteninstitut vertraglich mit Ihnen vereinbart hat. Lesen Sie auch das Kleingedruckte im Vertrag – vor allem die Abschnitte über die Haftung; diese legen fest, welche Sorgfaltspflichten Sie im Umgang mit Ihrer Zahlungskarte zu erfüllen haben.

•Lassen Sie Ihre Karte bei Verlust sofort für den weiteren Gebrauch sperren, auch wenn diese aus nicht nachvollziehbaren Gründen vom Geldautomaten einbehalten wird! Das Gerät könnte von Straftätern manipuliert sein.

•Erstatten Sie bei Verdacht auf eine Straftat sofort Anzeige bei der Polizei.

 

Umgang mit der PIN (Verhalten an Geldautomaten, Kassen etc.)

 

• Geben Sie Ihre PIN nie an Dritte weiter. Nicht einmal Geldinstitute oder Kreditkartenunternehmen kennen die PIN; weder Amtspersonen (z. B. Polizeibeamte) noch Mitarbeiter von Geldinstituten werden nach Ihrer PIN fragen. Prägen Sie sich am besten Ihre PIN ein und vernichten Sie den PIN-Brief. Auf keinen Fall sollten Sie die PIN irgendwo notieren (schon gar nicht auf der Zahlungskarte; aber auch nicht im Adressbuch, getarnt als Telefonnummer o. Ä.).

• Beobachten Sie bereits vor dem Geldabheben am Geldautomaten Ihr Umfeld genau. Achten Sie auf die äußere Beschaffenheit des Geldautomaten, melden Sie auffällige Veränderungen sofort der Polizei! Seien Sie sich der Risikosituation immer bewusst!

• Achten Sie bei der Eingabe der PIN am Geldautomaten oder im Handel am Kassenautomaten stets darauf, dass niemand den Vorgang beobachten kann; bitten Sie aufdringliche Personen oder angebliche Helfer höflich aber bestimmt, auf Distanz zu bleiben.

• Verdecken Sie die PIN-Eingabe, indem Sie die Hand oder Geldbörse als Sichtschutz dicht über die Tastatur halten. Dies erschwert ein Ausspähen erheblich!

• Geben Sie – selbst bei Aufforderung – die PIN niemals an Türöffnern ein, auch nicht bei Geldinstituten. Verständigen Sie in solchen Fällen sofort die Polizei!

• Befolgen Sie keine Hinweiszettel, die zur mehrmaligen Eingabe der PIN auffordern!

• Geben Sie beim Bezahlen nicht die PIN bekannt und achten Sie auf die Rückgabe der eigenen Zahlungskarte.

 

Telefonnummern zum Sperren der Zahlungskarte

 

Zentraler Sperr-Notruf: 116 116

 

Sofern sich Ihr Kartenherausgeber nicht dem Sperr-Notruf 116 116 angeschlossen hat, verwenden Sie bitte folgende Rufnummern:

 

  Debitkarte (früher ec-Karte)  01805  021 021

  American Express    069  97 97 2000

  MasterCard    0800 819 1040

  Diners Club    069 90 01 50-135/-136

  VISA     0800 811 8440

 

 Weitere Informationen zum Thema Zahlungskartenbetrug wie z.B. das Faltblatt „Vorsicht Kartentricks“ erhalten sie bei den kriminalpolizeilichen Beratungsstellen.

 

Informieren können Sie sich auch im Internet unter:

www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/ec-und-kreditkartenbetrug.html

www.sperr-notruf.de

www.kartensicherheit.de

www.polizei.rlp.de/de/aufgaben/praevention/kriminalpraevention/ansprechpartner/

www.verbraucherzentrale-rlp.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/bank-und-kreditkarten-von-gaunern-und-gebuehren-5179

 

Schulden ohne Ende – Über zwei Billionen Euro Staatsverschuldung in Deutschland

Jeder zweite Bundesbürger erwartet, dass die Staatsverschuldung in Deutschland in den nächsten 10 bis 15 Jahren weiter steigen wird. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Bankenverbandes.Damit orientieren sich die Deutschen an der historischen Entwicklung, denn in den letzten Jahrzehnten sind die öffentlichen Schulden beständig gewachsen: Betrug die Staatsverschuldung im Verhältnis zur gesamtwirtschaftlichen Leistung – dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) – in den sechziger und siebziger Jahren nur 18 Prozent, so ist sie bis zur deutschen Wiedervereinigung schon auf 42 Prozent gestiegen. Seitdem sind die Schulden der öffentlichen Haushalte stark weiter gewachsen und betragen aktuell bereits mehr als 80 Prozent des BIP.

 

Insgesamt hat die öffentliche Hand in Deutschland Gesamtschulden von über 2,1 Billionen Euro angehäuft. Das sind umgerechnet etwa 25.000 Euro pro Bundesbürger. 

Unseriöses Inkasso ist eine bedrohliche Plage

Unseriöses Inkasso geht Hand in Hand mit Kostenfallen im Internet und unlauterer Telefonwerbung. Willkür und Phantasiegebühren treiben Inkassoforderungen in schwindelerregende Höhen. Dies belegt eine Auswertung der Verbraucherzentralen von rund 4000 Verbraucherbeschwerden. Demnach sind 99 Prozent der Beschwerden über unseriöse Inkassopraktiken berechtigt. „Unseriöses Inkasso ist eine bedrohliche Plage. Abzocke und Einschüchterung müssen endlich gestoppt werden“, fordert Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) und ergänzt: „Seriöses Inkasso ist legitim und sinnvoll. Aber auch hier kann es nicht ohne Regeln weitergehen.“

 

Die nicht repräsentative Untersuchung zeigt: In 84 Prozent der Fälle war bereits die Hauptforderung unberechtigt, in 15 Prozent der Fälle blieb auch auf Nachfrage unklar, ob es sich um eine berechtigte Forderung handelt. Lediglich ein Prozent der erfassten Inkassoforderungen waren eindeutig berechtigt. Meist stehen unberechtigte Inkassoforderungen im Zusammenhang mit untergeschobenen Verträgen, die durch Abofallen im Internet, unerlaubte Telefonwerbung oder Gewinnspielwerbung angebahnt wurden. „Viele Betroffene zahlen aus Unkenntnis und Angst selbst unberechtigte Forderungen“, berichtet Olaf Weinel, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Niedersachen. Verbraucher fühlten sich bedroht und eingeschüchtert.

 

Vielfach sorgen – auch bei berechtigen Forderungen – Phantasiegebühren für eine Kostenexplosion der Gesamtrechnung. So verlangten Inkassounternehmen in rund 50 Prozent der ausgewerteten Fälle nicht nachvollziehbare Gebühren, Auslagen oder Zinsen. Unterm Strich erhöhte sich dadurch die Summe der Hauptforderungen von rund 490.000 Euro auf Gesamtforderungen in Höhe von rund 750.000 Euro. Die mit weitem Abstand meisten Beschwerden bezogen sich auf die Deutsche Zentral Inkasso GmbH. Auf sie entfielen 40 Prozent der Verbraucherbeschwerden. 15 Prozent der Beschwerden betrafen nicht registrierte Inkassounternehmen. Insgesamt waren 116 Inkassounternehmen beteiligt.

 

Inkasso braucht Regeln

„Inkasso braucht Regeln, gesetzliche Informationspflichten, verlässliche Gebührenvorgaben und eine schlagkräftige Aufsicht“, lautet das Fazit von Gerd Billen. Auch der Bundesrat und die Verbraucherschutzministerkonferenz fordern konkrete Maßnahmen im Kampf gegen unseriöses Inkassogebaren. Gefordert ist jetzt das zuständige Bundesjustizministerium, unlautere Inkassopraktiken in die Schranken zu weisen. Konkret fordern der vzbv und die Verbraucherzentralen:

 

  • die gesetzliche Verankerung von Informationspflichten für Inkassodienstleister,
  • die angemessene Deckelung der Gebührensätze für Inkassodienstleistungen in Anlehnung an das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG),
  • die rechtliche Festschreibung der Verhältnismäßigkeit zwischen Haupt- und Nebenforderung (analog zu Österreich),
  • die Verhinderung von Phantasiegebühren und –zinsen durch klare Kostenvorgaben,
  • eine schlagkräftige Aufsicht mit lediglich einer zuständigen Aufsichtsbehörde pro Bundesland,
  • ein effektives Sanktionsregime, das von gestaffelten Geldbußen bis hin zum Entzug der Zulassung reicht.

 

Wenn aus der Mücke ein Elefant wird

Inkassounternehmen können ihre Gebühren nach Gutsherrenart nahezu willkürlich festlegen. Das Prinzip ist einfach: Eine auf den ersten Blick kleine Hauptforderung bläht sich durch Phantasiegebühren, Aufschläge und Zinsen zu einem Vermögen auf. So wachsen Bagatellforderungen zu Beträgen von mehreren Hundert oder gar tausend Euro an. Ein krasser Fall aus der Schuldnerberatung: Die Hauptforderung belief sich auf 20,84 Euro, am Ende wurde die Zahlung von 1.200 Euro verlangt. „Angeschwollene Bagatellforderung“ nennen das die Fachleute.

 

Bedrohung und Einschüchterung

Rund drei Viertel der in der Untersuchung befragten Verbraucher fühlten sich von den Inkassoschreiben bedroht und eingeschüchtert. Gedroht wird mit Hausbesuchen, einem Eintrag bei der Schufa oder Lohn- und Kontopfändung. „Ein Inkassounternehmen drohte mit der Beauftragung einer Detektei, die Vermögens- und Arbeitsverhältnisse des Schuldners auszuspionieren – wegen einer Hauptforderung von 15,87 Euro“, berichtet Olaf Weinel. Die Deutsche Zentral Inkasso GmbH fügte ihrer Zahlungsaufforderung in vielen Fällen einen auf den Verbraucher zugeschnittenen „Entwurf einer Klageschrift“ bei.

 

Aufsicht und Selbstregulierung versagen

Auch sonst können die Unternehmen weitgehend unkontrolliert agieren. „Ein Mangel an effektiven Kontrollen und Sanktionen ist geradezu eine Einladung für Betrüger“, sagt Gerd Billen. Bundesweit sind rund 80 Aufsichtsbehörden für Inkassounternehmen zuständig. Eine Untersuchung der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein im Jahr 2010 ergab, dass bundesweit lediglich in zwei Fällen Inkassofirmen aufgrund von Verbraucherbeschwerden die Zulassung entzogen wurde. Auch die Selbstregulierung der Branche funktioniert nicht. So geben die „berufsrechtlichen Richtlinien“ des Bundesverbandes Deutscher Inkassounternehmen (BDIU) weder eine Gebührenordnung noch konkrete Informationspflichten vor.

 

750 zugelassene Inkassounternehmen

In Deutschland gibt es rund 750 zugelassene Inkassounternehmen. Zwei Drittel davon sind im Dachverband BDIU organisiert. Sie bewegen nach Auskunft des Verbandes jährlich ein Forderungsvolumen von über 24 Milliarden Euro. Nur bei Gerichten registrierte Inkassounternehmen dürfen Schulden eintreiben.

 

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