Corona-Virus: Tipps fürs Geldabheben am Automaten

 

Laut Deutscher Bundesbank heben die Deutschen derzeit deutlich mehr Bargeld ab als gewöhnlich. Immer schon war es wichtig, bei der Bedienung von Geldautomaten auf ausreichend Abstand zu anderen Personen zu achten. In Zeiten des Corona-Virus ist jedoch ein Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern unbedingt einzuhalten und gegebenenfalls einzufordern. Um den direkten Kontakt mit bloßen Händen zu vermeiden, können Karteninhaber Schutzhandschuhe, ein Taschentuch oder einen Stift für die Bedienung des Automaten nutzen. Dabei ist es besonders wichtig, die PIN-Eingabe zu verdecken. Falls die Eingangstür der Bank oder Sparkasse nicht bereits geöffnet ist, kann mit den genannten Hilfsmitteln auch der automatische Türöffner betätigt werden. Bei Verlust oder Diebstahl der girocard verhindert ein schnelles Sperren größere Schäden. Der zentrale Sperr-Notruf 116 116* für girocards und die meisten Kreditkarten ist auch in Zeiten von COVID-19 weiterhin rund um die Uhr telefonisch erreichbar.

 

* Sperr-Notruf 116 116 aus Deutschland kostenfrei. Aus dem Ausland mit jeweiliger Landesvorwahl von Deutschland vorweg (meist +49). Sollte der Sperr-Notruf in seltenen Fällen aus dem Ausland nicht geroutet werden können, gibt es alternativ die Rufnummer +49 (0) 30 4050 4050; Gebühren für Anrufe aus dem Ausland abhängig vom ausländischen Anbieter/Netzbetreiber.

 

Girokonten: Noch nie so viele Preiserhöhungen wie diesen Januar

 

188 von knapp 1.300 Banken und Sparkassen haben allein in diesem Monat die Preise für ihre Girokonten erhöht - so viele wie nie zuvor in einem Monat. Zum Vergleich: Im gesamten letzten Jahr waren es rund 550 Geldhäuser. Die Anhebungen fanden dabei vor allem in kleineren Städten und Gemeinden statt, weniger in Deutschlands Metropolen. "Wir vermuten, dass der größere Banken-Wettbewerb in den Großstädten dies verhindert hat", sagt Horst Biallo, Gründer und Geschäftsführer des gleichnamigen Verbraucherportals.

 

Waren Preisanpassungen früher eher moderat und lagen bei fünf bis zehn Prozent, langen immer mehr Geldhäuser nun vergleichsweise kräftig zu. So erhöhte die Volksbank in der Ortenau, ganz in der Nähe von Offenburg, das Onlinekonto auf 8,90 Euro (vormals 5,90 Euro), das Klassikkonto auf 9,90 Euro (ehemals 6,90 Euro), das Flatkonto auf 15,90 Euro (zuvor 12,90 Euro) und das Platinkonto sogar um 4,00 Euro auf 19,90 Euro im Monat.

 

Am stärksten haben sich die Internetkonten verteuert. Im Schnitt kosteten diese Anfang letzten Jahres noch 2,73 Euro pro Monat, heute sind es schon 3,42 Euro. Die Klassikkonten stiegen von 4,19 auf 4,43 Euro monatlich und die Basiskonten von 4,78 auf 4,91 Euro.

 

Doch nicht nur die Monatspauschalen hoben die Geldhäuser an. Sie drehten oft an sehr vielen Schrauben. Typisches Beispiel ist die Raiffeisenbank Kalbe-Bismark nahe Wolfsburg. Basis- und Filialkonten kosten nun 4,95 statt 3,50 Euro. Überweisungen wurden mehr als dreimal so teuer und schlagen jetzt mit 0,35 Euro je Ausführung zu Buche. Auch die Preise von Girocard und Kreditkarte erhöhten sich.

 

Tröstlich aus Verbrauchersicht: Es gibt weiterhin gut 40 kostenlose Konten und über 60, bei denen Banken auf den monatlichen Pauschalpreis verzichten. Jeder sollte wissen: Beim Bankenwechsel sind die neuen Institute gesetzlich verpflichtet, dem neuen Kunden bei der Kontenumstellung zu helfen. Die meisten Institute freuen sich sogar auf neue Kundschaft. Aber nicht alle. Die Axa Bank nimmt derzeit kein Neugeschäft mehr an.

 

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