Herzlich willkommen bei Verbraucherfinanzen-Deutschland.de, dem unabhängigen, professionellen  Informationsportal rund um das Thema private Finanzen!

Aktuelle News, Videobeiträge und diverse kostenfreie Ratgeber Online-Magazine und Vergleichs-Studien von Verbraucherfinanzen-Deutschland.de....mehr in den einzelnen Rubriken.

 

Viel Spass beim informieren und Geld sparen! 

Aktuelle Studien von Verbraucherfinanzen-Deutschland.de

Bitte auf das jeweilige Titelblatt klicken

Arbeitskraftverlust - was dann?

Was wäre wenn die eigene Arbeitskraft plötzlich wegfällt - durch Unfall oder schwere Erkrankungen? Wie ist man eigentlich abgesichert und wer sorgt dann für den Lebensunterhalt? Wie ist hier die gesetzliche Absicherung und welche Möglichkeiten hat man mit privaten Versicherungen? Mehr dazu im Video und in der neuen Studie "Arbeitskraftabsicherung 2017"

 

Das änderte sich 2017 bei der Steuer

 

Steuerfreibeträge

 

In 2017 gibt es folgende steuerliche Entlastungen, von denen insbesondere Familien profitieren. Anhebung des Grundfreibetrags von jetzt 8.652 Euro um 168 Euro auf 8.820 Euro. Anhebung des Kinderfreibetrags von jetzt 4.608 Euro um 108 Euro auf 4.716 Euro. Anhebung des monatlichen Kindergeldes um 2 Euro; für das 1.und 2. Kind von jetzt 190 Euro auf 192 Euro, für das 3. Kind von jetzt 196 Euro auf 198 Euro, für das 4. und jedes weitere Kind von jetzt 221 Euro auf 223 Euro. Anhebung des Unterhaltshöchstbetrags (§ 33a EStG) entsprechend der Anhebung des Grundfreibetrags von jetzt 8.652 Euro um 168 Euro auf 8.820 Euro. Ausgleich der „kalten Progression“ durch Verschiebung der übrigen Tarifeckwerte um die geschätzte Inflationsrate des Jahres 2016 (0,73 %) nach rechts.

 

Steuererklärung

 

In 2017 wird die Steuererklärung leichter. Die generellen Belegvorlagepflichten werden weitgehend durch Vorhaltepflichten ersetzt. So ist es z. B. nicht mehr erforderlich, Zuwendungsbestätigungen beim Finanzamt einzureichen, um Spenden steuerlich geltend zu machen. Vielmehr genügt es, die Belege bis zum Ablauf eines Jahres nach Bekanntgabe der Steuerfestsetzung aufzubewahren und nur vorzulegen, wenn das Finanzamt es verlangt.

 

Verlängerung der Frist

 

Mit dem neuen Steuerjahr gelten neue verlängerte Fristen für die Abgabe: Bis zum Juli des Folgejahres muss die Steuererklärung eingereicht werden, es sei denn, es wird ein Steuerberater beauftragt. Für diesen ist das Fristende auf den 28./29. Februar des übernächsten Jahres festgesetzt. Konkret heißt das, dass Steuererklärungen für das Steuerjahr 2017 von Privatpersonen bis spätestens zum 31. Juli 2018 erfolgen müssen, Steuerberater hingegen haben für den entsprechenden Zeitraum Gelegenheit bis zum 28. beziehungsweise 29. Februar 2019.

 

 

Neue Regeln: Was sich 2017 für Versicherungskunden geändert hat

Niedrigerer Garantiezins

Seit Januar gilt für klassische Lebensversicherungen ein neuer Höchstrechnungszins – auch Garantiezins genannt. Er sank von derzeit 1,25 auf 0,9 Prozent und ist der Zinssatz, den die Versicherer ihren Kunden maximal auf den Sparanteil zusagen dürfen. Der Sparanteil entspricht dem Versicherungsbeitrag – abzüglich der Kosten für Vertrieb, Verwaltung und Risikoschutz. Der neue Garantiezins gilt für alle Verträge, die ab dem 1. Januar 2017 abgeschlossen werden.

 

Höhere Förderung für die betriebliche Altersvorsorge

In 2017 stieg die Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung (BBG) nach aktuellem Stand im Westen von 74.400 auf 76.200 Euro und im Osten von 64.800 auf 68.400 Euro. Damit erhöhte sich gleichzeitig der Teil des Gehalts, den der Arbeitgeber steuer- und abgabenfrei in eine Direktversicherung, Pensionskasse oder einen Pensionsfonds investieren kann. Der geförderte Höchstbetrag kletterte von 2.976 auf 3.048 Euro pro Jahr und entspricht deutschlandweit vier Prozent der BBG West. Steuerfrei sind zusätzlich unter bestimmten Voraussetzungen weitere 1.800 Euro jährlich möglich.

 

Höhere Förderung für die Basis-Rente

Inhaber einer Basis-Rente („Rürup-Rente“) können 2017 erneut einen größeren Teil ihrer Beiträge als Sonderausgaben in der Steuererklärung geltend machen. Zum einen stieg der steuerliche Höchstbetrag zur Rürup-Rente, der an den Maximalbeitrag zur knappschaftlichen Rentenversicherung/West gekoppelt ist, von 22.767 auf 23.362 Euro. Gleichzeitig wuchs der prozentuale Anteil, den das Finanzamt von den eingezahlten Beiträgen berücksichtigt, von 82 auf 84 Prozent. Somit sind 2017 maximal 19.624 Euro als Sonderausgaben abzugsfähig. Für Ehegatten verdoppeln sich diese Beträge.

 

Höhere Beitragsbemessungsgrenze und GKV-Versicherungspflichtgrenze

Angestellte können 2017 erst ab einem Jahreseinkommen von 57.600 Euro von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung (PKV) wechseln. Gleichzeitig stieg 2017 die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung auf jährlich 52.200 Euro (4350 Euro pro Monat).

 

Neue Pflegestufen und Beitragssätze in der Pflegeversicherung

2017 trat eine umfangreiche Pflegereform in Kraft. Statt drei Pflegestufen gibt es jetzt fünf Pflegegrade – verbunden mit einem neuen Bewertungsverfahren. Dieses greift jedoch nur bei neuen Fällen. Bereits pflegebedürftige Versicherte genießen Bestandsschutz und erhalten gegenüber ihrer bisherigen Pflegestufe einen mindestens um eine Ebene höheren Pflegegrad.

 

Baufinanzierung 2017: Zinsen starteten historisch niedrig

Immobilienkäufer und Eigenheimbesitzer mit Finanzierungsbedarf können sich aber freuen: Das jetzige Zinsniveau mit rund 1,5 Prozent für Darlehen mit zehnjähriger Zinsbindung ist extrem günstig und wird sich in den nächsten Wochen nicht grundsätzlich verändern.

 

Zinsen für Konsumentenkredite werden 2017 kaum sinken

 

Die Zinsen für Konsumentenkredite schwankten laut Zinsstatistik der Deutschen Bundesbank 2016 nur minimal. Der effektive Jahreszins lag im Durchschnitt bei 5,91 Prozent. Damit zahlten Kreditnehmer 2016 minimal höhere Zinsen als 2015 (+ 0,17%). Doch es ging auch günstiger. Das zeigten mehrere Anbieter. Sie boten über mehrere Monate hinweg Kredite mit null Prozent Zinsen an. Auch fernab solcher Sonderaktionen konnten Verbraucher bei der Kreditaufnahme sparen. Wer Kredite im Internet abschloss, zahlte im Schnitt bis zu 1,7 Prozent weniger Zinsen als in Filialbanken. Zu diesem Ergebnis kam u.a. das Deutsche Institut für Servicequalität: Filialbanken boten im Internet attraktivere Zinssätze als in den Filialen selbst (im Schnitt 5,36 Prozent gegenüber 6,67 Prozent). Die Europäische Zentralbank (EZB) wird auch 2017 an ihrem Niedrigzinsversprechen festhalten. Der EZB-Rat verkündete am 8. Dezember, dass die Leitzinssätze der EZB über einen längeren Zeitraum und weit über das Ende des Anleihekaufprogramms hinaus auf dem aktuellen Niveau oder niedriger bleiben werden.

 

2016: Top-Renditen mit Aktien und Gold

Aktien und Gold erwiesen sich im vergangenen Jahr als rentable Anlagen. Wer am ersten Handelstag 2016 deutsche Standardaktien (DAX-Werte) kaufte, konnte sein Geld bis Anfang 2017 im Schnitt um etwa 12 % vermehren: So wurden aus 10.000 € nach einem Jahr etwa 11.200 € (Kursgewinne und Dividenden). Auch Goldliebhaber konnten sich über einen stattlichen Wertzuwachs von etwa 11 % freuen.

 

Wobei der Goldpreis 2016 wieder stark schwankte und gerade auch auf politische Krisen reagierte. Sicherheitsorientierte Anleger mussten sich dagegen mit extrem niedrigen Zinsen begnügen. Verzinsliche Anlagen boten in der Regel deutlich weniger als ein Prozent. Eine Rendite mit Bundesanleihen oder Bundesobligationen konnte man nur noch durch Kursgewinne erzielen, da es kaum noch eine Verzinsung für die Papiere gibt, so der Bankenverband.

Nachrüstpflicht für Rauchmelder in 2017

Ende 2016 lief die Nachrüstfrist für Rauchmelder in Nordrhein-Westfalen und im Saarland ab. Seit 1. Januar 2017 müssen somit nun auch in bereits bestehenden Gebäuden Rauchwarner installiert sein. Berlin ist das letzte Bundesland, das zum 1. Januar 2017 für Neubauten die Pflicht zum Einbau von Rauchmeldern einführte. Zur Installation der Rauchmelder sind in der Regel die Eigentümer von Häusern oder Wohnungen verpflichtet bzw. die Vermieter.

 

Wer der Nachrüstpflicht dauerhaft nicht nachkommt, begeht nicht nur eine Ordnungswidrigkeit, sondern verletzt unter Umständen eine sogenannte Obliegenheitspflicht seiner Hausrat- oder Gebäudeversicherung. Die vertraglichen Obliegenheiten beschreiben Pflichten des Versicherten – dazu gehört die Einhaltung aller rechtlichen Vorschriften, also auch die Rauchwarnmelderpflicht. Wird eine vertragliche Obliegenheit verletzt, kann der Versicherer im Schadenfall die Entschädigung kürzen oder versagen.

Umfrage zur Geldanlage: Niedrigzinsen schrecken Anleger ab

Nur knapp jeder Zweite ist mit der Wertentwicklung seiner Geldanlagen im Jahr 2016 zufrieden (47%) – im Vorjahr war es noch mehr als die Hälfte (53%). Dies zeigt die aktuelle Umfrage „Geldanlage 2016/2017“ des Bankenverbands. Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Verbandes, sieht darin eine unmittelbare Folge der anhaltenden Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank: „Die Sparer und Anleger zeigen sich angesichts der Minizinsen zunehmend entmutigt und geben ihr Geld vermehrt aus, anstatt es anzulegen.“ So sei der Anteil derjenigen, die ihr Geld anlegen, inzwischen im dritten Jahr in Folge zurückgegangen: von 57% (2014) auf 45% (2016). Vor allem die 18- bis 29-Jährigen und die Senioren (ab 60 Jahre) haben nach Ergebnissen der Studie 2016 weniger investiert.

 

Welche Anlageprodukte waren 2016 beliebt?

 

„Neu ist: Das Sparkonto gilt nicht mehr als unangefochtener Favorit der Anleger. Produkte mit besseren Renditechancen, die natürlich auch mit einem höheren Risiko verbunden sind, profitieren davon aber nicht“, stellt Kemmer fest. Während 2015 noch 31% der Befragten das Sparkonto als bevorzugtes Anlageprodukt nannten, sind es aktuell nur 22%. Damit liegt das Sparkonto gleichauf mit dem Tagesgeld. Fondsanteile (20%), Immobilien (17%), Aktien (16%), Gold (6%) und andere Edelmetalle (2%) sind in der Gunst der Anleger mehr oder weniger konstant geblieben. An Beliebtheit abgenommen haben auch Festgeld (von 18% auf 11%) und festverzinsliche Wertpapiere (von 9% auf 6%).

 

Welche Produkte stehen auf der Wunschliste für 2017?

 

Immobilien, Immobilien, Immobilien! Für 38% der Anleger wäre  „Betongold“ die erste Wahl, wenn sie einen größeren Geldbetrag für eine Investition zur Verfügung hätten. Aber auch die Anziehungskraft des echten Goldes (22%) und von festverzinslichen Wertpapieren (18%) ist gestiegen. Fondsanteile (26%), Sparkonto/-plan, Tagesgeld und Aktien (jeweils 23%) und Festgeld (20%) werden ebenfalls häufig genannt (Mehrfachnennungen möglich).

 

Werden die Anleger mutiger? 

 

„Die klare Antwort lautet: nein, die Risikoaversion der Deutschen bei der Geldanlage ist nur leicht gesunken“, so Kemmers Befund. Nach wie vor wollen neun von zehn Befragten lieber kein höheres Anlagerisiko eingehen, um ihre Renditechancen zu verbessern. „Dies ist keine gute Nachricht, denn eine langfristige Vermögensplanung kommt in der weiterhin anhaltenden Niedrig(st)zinsphase ohne Anlageformen mit höheren Renditechancen nicht aus.“ Zwar gelte es, Chancen und Risiken immer im Einzelfall abzuwägen. Um das Wohlstandsniveau auch im Alter halten zu können, sei bei der Anlagestrategie aber zu einer ausgewogenen Risikomischung zu raten. Die aktuelle Umfrage „Geldanlage 2016/2017“ des Bankenverbandes wurde von der GfK Nürnberg im Dezember 2016 erhoben und ist repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland.

 

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Verbraucherfinanzen-Deutschland.de