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Altersvorsorge, Freistellungsaufträge, Krankenversicherung - Was ändert sich 2016?

Neues Jahr, neue Gesetze: Was sich ändert in diesem Jahr im Bereich Einkommen und Finanzen, zeigt die Verbraucherzentrale Sachsen auf: Der geförderte Höchstbetrag für die Entgeltumwandlung in der in der betrieblichen Altersvorsorge steigt 2016 auf 2.976 € (2015: 2.904 €). Bis zu diesem Betrag können steuer- und sozialabgabenfrei Beiträge im Rahmen der Entgeltumwandlung in eine Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds eingezahlt werden. Aufwendungen zur Basisrente können zusammen mit den Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung als Sonderausgaben vom zu versteuernden Einkommen abgezogen werden. Dieser Sonderausgabenabzug steigt jährlich. 2016 können Singles 22.767 € (Ehepaare das Doppelte) aufwenden. Von dem Höchstbetrag wirken sich allerdings nur 82 Prozent steuerlich aus. Der Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung ist 2016 ab einem Monats-Brutto-Einkommen von 4.687,50 € möglich. Dieses Entgelt muss allerdings ein Jahr erzielt werden. Dieser Schritt sollte sorgfältig geprüft werden, da eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist. Ab dem Alter von 55 Jahre ist die Rückkehr in fast allen Fällen ausgeschlossen. Freistellungsaufträge sind ab 2016 nur noch mit Steuer-Identifikationsnummer (Steuer-ID) wirksam. Es ist nicht erforderlich, der Bank einen neuen Freistellungsauftrag zu erteilen, allerdings muss die Steuer-ID der Bank mitgeteilt werden, falls nicht bereits geschehen. Ansonsten fließen ab dem ersten Zinseuro automatisch 25 Prozent Abgeltungssteuer ans Finanzamt, dazu kommen 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Die Steuer-ID wurde vom Bundeszentralamt für Steuern jedem Bundesbürger mitgeteilt. Diese Zahlenfolge findet man auch auf seiner Lohnabrechnung oder Steuererklärung.

Baufinanzierung 2016: Was sich im neuen Jahr für Immobilienkäufer ändert

Das neue Jahr wird zunächst mit günstigen Baufinanzierungszinsen starten, moderate Steigerungen im Jahresverlauf sind aber zu erwarten, berichtet Interhyp, Deutschlands größter Vermittler privater Baufinanzierungen. Wer eine Immobilienfinanzierung plant, müsse sich zudem auf Neuerungen bei gesetzlichen Regelungen und Fördermitteln einstellen. "Im Mittelpunkt stehen Themen wie Energieeffizienz, die Leistbarkeit von Wohnen und der Verbraucherschutz", sagt Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp AG. Nachfolgend gibt Interhyp einen Überblick über wichtige neue Entwicklungen.

 

Bauzinsen: Im Spannungsfeld der Geldpolitik

Die Entwicklung der Immobilienkreditzinsen wird von zwei gegenläufigen Einflüssen bestimmt. Die Europäische Zentralbank hat ihre Geldpolitik noch einmal weiter gelockert und belässt die Leitzinsen auf historisch niedrigem Niveau, während in den USA mit der gestern verkündeten Leitzinserhöhung die Zinswende eingeläutet wurde. In diesem Spannungsfeld werden kurzfristig Schwankungen um ein insgesamt günstiges Niveau erwartet, mittel- bis langfristig können die Zinswende in den USA und eine konjunkturelle Erholung in Europa aber zu steigenden Konditionen führen. "Wir erwarten einen eher moderaten Anstieg in 2016", sagt Michiel Goris. "Die Finanzierung der eigenen Immobilie wird voraussichtlich teurer, aber nicht teuer". Denn im historischen Vergleich sind die derzeitigen Zinsen von oft unter zwei Prozent für zehnjährige Zinsbindungen sehr günstig, vor fünf oder zehn Jahren lagen sie zum Teil mehr als doppelt so hoch mit entsprechend höheren monatlichen Raten.

 

Schärfere Vorgaben für Energieeffizienz, bessere Förderung

Ab 2016 tritt die nächste Stufe der Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft. Formal bleibt die EnEV 2014 bestehen, jedoch werden die energetischen Anforderungen verschärft. "Für Bauherren bedeutet die EnEV ab 2016, dass die Anforderungen an den Primärenergiebedarf um 25 Prozent angehoben werden - was die Baukosten oft erhöht", sagt Goris. Wer einen Neubau plant, kann dafür aber auch von neuen Fördermitteln profitieren. Die staatliche Förderbank KfW hat dazu einige Programme angepasst. So wird der Förderhöchstbetrag im KfW-Programm "Energieeffizient Bauen" ab April 2016 von 50.000 Euro auf 100.000 Euro heraufgesetzt. Das KfW-Effizienzhaus 70 wird allerdings nicht mehr gefördert, da es durch die EnEV ab 2016 Standard wird. "Wer ein solches Haus plant und noch KfW-Förderung erhalten will, muss bis Ende März seinen Kreditantrag stellen", erklärt Goris.

In 2016 können zum Beispiel auch im Rahmen des Programms "Energieeffizient Sanieren" jene Hausbesitzer zusätzliche Tilgungszuschüsse erhalten, die ihre Heizung austauschen und die Wärmeverteilung optimieren oder eine Lüftungsanlage einbauen und gleichzeitig die Dämmung verbessern. Und mit dem Programm "Altersgerecht Umbauen" fördert die KfW neben barrierereduzierenden Maßnahmen auch Umbauten, die ein Haus vor Einbruch schützen.

 

Gesetze zu Verbraucherschutz und Mietrecht

Für 2016 bereitet die Bundesregierung weitere Gesetze vor, die für Immobilienkäufer von Interesse sein können. So muss zum Beispiel die EU-Richtlinie für Wohnimmobilienkredite bis zum 21. März 2016 in deutsches Recht umgesetzt sein. Der Gesetzgeber will damit sicherstellen, dass die Vergabe von Wohnimmobilienkrediten in Zukunft noch transparenter, qualitativ hochwertiger und kundenfreundlicher wird. So werden künftig an Information und Dokumentation neue Anforderungen gestellt. Auch zum Mietrecht stehen nach dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Mietpreisbremse weitere Änderungen bevor. Nach den Plänen des Justizministeriums sollen zum Beispiel künftig nur noch acht statt wie bisher elf Prozent der Modernisierungskosten auf die Miete umgelegt werden können. Goris: "Besonders Kapitalanleger sollten diese Entwicklung verfolgen, da sie ihre Kalkulation der Mietrendite entsprechend anpassen müssen."

Anleger: Steuer-ID nicht vergessen!

Seit dem Jahreswechsel 2016 gelten Freistellungsaufträge für Kapitalerträge nur, wenn den Banken die Steueridentifikationsnummer des Anlegers vorliegt. Jedem Anleger steht ein „Sparer-Pauschbetrag“ zu, der Kapitalerträge bis zu 801 Euro vor dem Zugriff des Fiskus schützt. Bei Ehepaaren werden Zinsen und Gewinne bis zu einer Höhe von 1.602 Euro ohne Abzug gutgeschrieben. Der Steuersatz für die Abgeltungssteuer beträgt in der Regel 25 Prozent, zuzüglich Soli und gegebenenfalls Kirchensteuer. Voraussetzung für das Nutzen des Freibetrages ist, dass der jeweiligen Bank ein Freistellungsauftrag und – neu ab 2016 – die Steueridentifikationsnummer des Kunden vorliegen. "In Freistellungsaufträgen, die nach 2010 erteilt wurden, mussten Kunden die Steuer-ID bereits angeben. Für ältere Aufträge war dies nicht nötig, sodass betroffene Kunden die Identifikationsnummer nachreichen müssen", erklärt Rosemarie Liebl von der Postbank. Versäumt der Kunde dies, führt die Bank die Kapitalertragsteuer automatisch an das Finanzamt ab. Der Anleger kann diese dann über die Einkommensteuererklärung zurückfordern. Wichtig für Ehepaare: "Auf einem gemeinschaftlichen Freistellungsauftrag müssen die Steuer-IDs von beiden Partnern vermerkt sein, sonst ist der Auftrag ungültig", ergänzt Rosemarie Liebl. Die Steuer-ID findet man auf dem Einkommensteuerbescheid, auf der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung oder kann sie direkt beim Bundeszentralamt für Steuern erfragen.

Höhere Beitragsbemessungsgrenzen

Gutverdiener müssen 2016 mehr in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen. Weil Löhne und Gehälter 2015 erneut gestiegen sind, wurden auch die Beitragsbemessungsgrenzen angehoben. Bis zu dieser Grenze müssen Beiträge zur Krankenversicherung aus dem Gehalt abgeführt werden. Nur der Teil des Einkommens, der darüber hinausgeht, ist beitragsfrei. Die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Krankenversicherung liegt bundeseinheitlich bei 50.850 Euro im Jahr (2015: 49.500 Euro). Auch die Versicherungspflichtgrenze erhöht sich auf 56.250 Euro pro Jahr (2015: 54.900 Euro). Bis zu diesem Einkommen sind Arbeitnehmer zwingend Mitglied in der gesetzlichen Krankenversicherung. Liegen sie darüber, können sie sich auch alternativ privat krankenversichern. In der allgemeinen Rentenversicherung (West) gilt für 2016 eine Beitragsbemessungsgrenze von 6.200 Euro im Monat (2015: 6.050 Euro), im Osten sind es wegen der niedrigeren Löhne nur 5.400 Euro im Monat (2015: 5.200 Euro).

Beitragssätze in der Sozialversicherung steigen 2016 nicht

In der gesetzlichen Krankenversicherung bleibt es beim allgemeinen Grundbeitragssatz von 14,6 Prozent. Aufgrund der weiter steigenden Gesundheitskosten wird sich allerdings der zusätzliche kassenindividuelle Beitragssatz für viele Versicherte erhöhen. Das Bundesgesundheitsministerium hat den durchschnittlichen kassenindividuellen Beitragssatz für 2016 auf 1,1 Prozent festgelegt. Das entspricht einem Gesamtbeitragssatz von 15,7 Prozent. Den individuellen Zusatzbeitrag für ihre Mitglieder legt jede Kasse bis Jahresende fest. Er wird von den Arbeitnehmern alleine getragen. Der Arbeitgeberanteil steigt nicht.

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