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Aktuell zum Anlegerskandal P+R: Thementag Geldanlage

Welche Lehren sind aus dem P+R Skandal zu ziehen? 

 

Die Anlegerskandale der Vergangenheit haben dazu geführt dass der Gesetzgeber eine Vielzahl an neuen Regularien für Produktanbieter in

Sachwerte auf den Weg gebracht hat. Nun kommt mit der P+R Insolvenz der wohl größte Anlegerskandal in Deutschland an die Öffentlichkeit. Über 50.000 geschädigte Anleger mit einer Summe von rund 3,5 Milliarden Euro.

 

Dies hat Verbraucherfinanzen-Deutschland.de zum Anlass genommen, Verbraucher, Anleger und Medien über den aktuellen Stand, die Möglichkeiten für Anleger und die Produktqualität von Sachwertbeteiligungen und Direktinvestments im Rahmen eines Thementages, zusammen mit renommierten Journalisten und Anwälten sowie Produktanbietern und Service-Dienstleistern, zu informieren und mit Verantwortlichen der Sachwerte-Anlagebranche zu diskutieren, wie man es künftig im Sinne der Anleger besser machen kann.

 

Dies wird am 14. Juni 2018 im  Tagungszentrum municon, am Flughafen München stattfinden. Weitere Informationen und Anmeldung hier:

 

 

Sind solche Anlegerskandale verhinderbar?

 

Wer kann dazu beitragen dass sich solche Anlegerskandale nicht wiederholen? Wie könnten dafür die Voraussetzungen sein? Was wird am Thementag Geldanlage mit Top-Referenten diskutiert? Interview mit Stefan Loipfinger, freier Wirtschaftsjournalist, Buchautor und Herausgeber von investmentcheck.de.

  

Mit was können P+R Anleger jetzt noch rechnen?

 

Die Menge an fehlenden Container sind im P+R Skandal enorm. Laut vorläufigen Insolvenzverwalter rund 1 Million! Ein enormer Anlegerschaden zeichnet sich ab. Anleger haben in Container investiert, die jetzt nicht mehr da sind. Mit was können die betroffenen P+R Anleger jetzt noch rechnen? Hierzu das aktuelle Interview mit Stefan Loipfinger, freier Wirtschaftsjournalist, Buchautor und Herausgeber von investmentcheck.de

 

   

Studien von Verbraucherfinanzen-Deutschland.de

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Das ändert sich 2018 bei der Steuer

 

Der Grundfreibetrag steigt auf 9.000 Euro

 

Bis zum Grundfreibetrag bleibt das zu versteuernde Einkommen steuerfrei. Für Singles steigt der Grundfreibetrag im Januar von 8.820 auf 9.000 Euro und für Verheiratete von 17.640 auf 18.000 Euro.

 

Kinderfreibeträge in der Steuererklärung

 

Das Kindergeld wird um zwei Euro für das erste und zweite Kind erhöht. Im Rahmen der steuerlichen Berücksichtigung steigt auch der Kinderfreibetrag im neuen Jahr von 7.356 auf 7.428 Euro.

 

Mini-Abbau der kalten Progression

 

Kalte Progression bedeutet, dass ein höherer Lohn oder ein höheres Einkommen, das die Inflation ausgleichen soll, von der höheren Steuer „aufgefressen“ wird. Damit kostet das höhere Einkommen wegen des progressiv ansteigenden Einkommensteuertarifs mehr Steuern. Somit bleibt von dem höheren Lohn oder Einkommen nicht mehr Geld übrig. Zum Ausgleich der „kalten Progression“ hat der Gesetzgeber die Tarifeckwerte bei der Einkommensteuer ab 2018 um die geschätzte Inflationsrate für 2017 in Höhe von 1,65 Prozent nach rechts verschoben.

 

Verlängerte Frist für alle Steuererklärungen

 

Ab dem Steuerjahr 2018 muss die Steuererklärung erst bis zum 31. Juli des Folgejahres (in diesem Fall also 31. Juli 2019) beim Finanzamt abgegeben werden. Wenn ein Steuerberater die Steuererklärung für den Steuerpflichtigen erstellt, hat dieser künftig bis zum letzten Tag im Februar des übernächsten Jahres Zeit. Das heißt, für die Steuererklärung 2018 bis zum 29. Februar 2020.

 

Belege fürs Finanzamt: Vieles muss nicht mehr eingereicht, aber aufbewahrt werden

 

Für die Steuererklärung 2017, die 2018 erstellt wird, gelten erstmals neue Regeln für den Umgang mit Belegen, Nachweisen und Bescheinigungen. Wer 2018 seine Steuererklärung für 2017 abgibt, ist in vielen Fällen nicht mehr verpflichtet, Belege beizufügen. Er muss diese aber trotzdem zuhause sammeln und aufbewahren - und zwar ein Jahr lang ab der sogenannten Bestandskraft des Steuerbescheids. Bis dahin kann das Finanzamt die Unterlagen bei Bedarf nachfordern.

 

Bessere Möglichkeiten Arbeitsmittel abzusetzen

 

Der Grenzwert für die Sofortabschreibung von sogenannten geringwertigen Wirtschaftsgütern wird ab 1. Januar 2018 von 410 Euro auf 800 Euro (jeweils ohne Mehrwertsteuer) angehoben. Was bedeutet das für Berufstätige? Kauft ein Arbeitnehmer privat Dinge, die er auch beruflich nutzt, so kann er die entsprechenden Aufwendungen in der Regel anteilig als Werbungskosten absetzen. Das gilt laut den Experten des Lohnsteuerhilfevereins zum Beispiel für die Anschaffung von Laptops, Smartphones, Büromöbeln etc. Erfüllt der erworbene Gegenstand bestimmte Kriterien und liegen seine Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten unter dem definierten Grenzwert, handelt es sich um ein sogenanntes geringwertiges Wirtschaftsgut - und der Arbeitnehmer kann die Aufwendungen noch für das Jahr des Kaufs vollständig steuerlich geltend machen. Überschreiten die Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten hingegen den besagten Grenzwert, darf der Arbeitnehmer die Ausgaben nicht sofort komplett absetzen, sondern muss sie über die sogenannte gewöhnliche Nutzungsdauer, also über einen längeren Zeitraum hinweg, abschreiben. Dank der deutlichen Grenzwerterhöhung ab 1. Januar 2018 ist es also - im Gegensatz zu früher - in vielen Fällen möglich, die Ausgaben für beruflich (mit)genutzte Laptops oder Smartphones für das Jahr der Anschaffung voll und ganz abzusetzen.

 

 

Was sich 2018 für Versicherte ändert 

Sozialabgaben und Sozialleistungen

 

Gesetzliche Rentenversicherung:

 

Höhere Beitragsbemessungsgrenzen in der Renten- und Arbeitslosenversicherung belasten ab Januar 2018 gut verdienende Arbeitnehmer. In den alten Bundesländern klettert die Grenze, bis zu der Pflichtbeiträge zu zahlen sind, von 6.350 Euro auf 6.500 Euro brutto im Monat. Wer über der Beitragsbemessungsgrenze verdient, der zahlt nach aktuellem Stand knapp 14 Euro mehr im Monat. In den neuen Bundesländern steigt der Satz um 100 Euro, und zwar von 5.700 Euro auf 5.800 Euro brutto im Monat. Gutverdienende Beschäftigte im Osten müssen dann mit einer Beitragssteigerung um gut neun Euro rechnen. Die gleiche Summe steuert der Arbeitgeber bei. Die Abgabenlast kann sich noch geringfügig verringern, denn die Regierung plant die Senkung des Rentenbeitragssatzes zum 1. Januar 2018 um 0,1 Prozent.

 

Gesetzliche Krankenversicherung:

 

Auch hier wird die bundeseinheitliche Beitragsbemessungsgrenze angehoben. Das Limit steigt von 4.350 Euro brutto pro Monat auf 4.425 Euro. Das entspricht einem Jahreseinkommen von 53.100 Euro. Für gutverdienende Beitragszahler bedeutet dies eine Mehrbelastung von etwa 6,30 Euro im Monat, wenn der Zusatzbeitrag der eigenen Krankenkasse 1,1 Prozent beträgt. Der Zusatzbeitrag ist durch die Versicherten in voller Höhe selbst aufzubringen, der normale Beitragssatz von 14,6 Prozent je zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Neben der Beitragsbemessungsgrenze gibt es die Verdienstgrenze, bis zu der Arbeitnehmer pflichtversichert in der gesetzlichen Krankenkasse sind. Diese Grenze steigt 2018 auf 4.950 Euro pro Monat. Das entspricht einem Jahreseinkommen von 59.400 Euro. Wer zwei Jahre hintereinander mehr verdient, kann sich privat krankenversichern.

 

Erhöhung der Riester-Rente-Grundzulage:

 

Förderberechtigte können seit dem 1. Januar 2018 maximal 175 Euro als Grundzulage vom Staat erhalten. Das ist eine prozentuale Steigerung von 13,6 Prozent. Zugleich werden doppelte Beitragszahlungen zur Kranken- und Pflegekasse im Rahmen der betrieblichen Riester-Rente abgeschafft. Das bedeutet, dass gesetzlich Versicherte im Alter keine Beiträge zur Kranken- und Pflegekasse für ihre betrieblichen Riester-Renten mehr zahlen müssen.

 

Rürup-Renten: ( Basis-Rente )

 

Einzahlungen in sogenannte Rürup-Renten sind zu einem bestimmten Teil steuerlich abzugsfähig. 2018 steigt der relevante Maximalbetrag auf 23.808 Euro für Ledige bzw. 47.616 Euro für Verheiratete mit zwei Rürup-Verträgen. Davon können Versicherte dann 86 Prozent steuerlich geltend machen. Im Ergebnis wirken sich ab 2018 Beitragszahlungen bis zu 20.475 bzw. 40.950 Euro steuermindernd aus. Ab 2025 sind einhundert Prozent der Einzahlungen steuerlich absetzbar.

 

Neue Steuerregeln für Fondssparer

Fondserträge steuerpflichtig

 

Ab Januar 2018 müssen deutsche Fonds erstmals Steuern auf Fondebene und nicht nur auf Anlegerebene entrichten. Damit werden in- und ausländische Fonds steuerlich gleichgestellt. Für Anleger bedeutet das: Fonds schütten künftig weniger Erträge aus. Als Ausgleich erhalten Anleger steuerliche Teilfreistellungen, die je nach Fonds variieren.

 

Die Höhe des steuerfreien Anteils richtet sich nach der Art des Fonds. So bleiben z.B. bei Aktienfonds (Aktienanteil mindestens 51 Prozent) pauschal 30 Prozent aller Erträge (sogenannte Teilfreistellung) steuerfrei, bei Mischfonds (mindestens 25 Prozent Aktien) sind 15 Prozent der Erträge steuerfrei, bei offenen inländischen Immobilienfonds (mindestens 51 Prozent Immobilien/Immobiliengesellschaften) sind 60 Prozent des Gewinns von der Steuer befreit und bei offenen Immobilienfonds mit Anlageschwerpunkt im Ausland sind 80 Prozent steuerfrei.

 

Neue Vorabpauschale:

 

Für alle thesaurierenden Fonds wird eine sogenannte Vorabpauschale eingeführt. Dies sichert dem Fiskus, dass er die Steuern zeitnah bekommt und nicht erst bei Verkauf der Fondsanteile, so Experten der Postbank. Die Höhe der Vorabpauschale wird von der depotführenden Bank ermittelt und direkt ans Finanzamt abgeführt. Um die Vorabpauschale zu bestimmen, errechnet der Fondsanbieter künftig zunächst den sogenannten Basisertrag. Beim späteren Verkauf der Fondsanteile verrechnet der Fiskus dann die gezahlte Vorabpauschale mit der fälligen Abgeltungsteuer. Positiv: Bevor Steuern zu zahlen sind, greift wie bisher bei Einkünften aus Kapitalvermögen der Sparerpauschbetrag von 801 Euro pro Person. Damit die Steuerfreistellung erfolgen kann, muss der Bank ein wirksamer Freistellungsauftrag vorliegen.

 

Entfall Steuerfreiheit:

 

Eine weitere Neuerung ab 2018 ist das Ende der vollständigen Steuerfreiheit für Fondsanteile, die vor 2009 gekauft wurden. Gewinne aus dem Verkauf solcher Altanteile sind nur noch bis Ende 2017 komplett steuerfrei. Danach wird neu gerechnet: Ab Januar gelten diese Fondsanteile als neu gekauft und der dann entstehende Wertzuwachs ist steuerpflichtig. Um den Übergang in die Steuerpflicht abzumildern, räumt der Gesetzgeber allerdings jedem Anleger einen Freibetrag von 100.000 Euro für vorhandene Altanteile ein. Ehepartner genießen den doppelten Freibetrag.

 

 

2018: Neues Betriebsrentenmodell

Mit dem Jahreswechsel wurde mit dem sogenannten Tarifpartnermodell (auch Sozialpartnermodell genannt) eine neue Variante zur betrieblichen Altersvorsorge (bAV) eingeführt. Das Ziel hierbei: eine Betriebsrente per Tarifvertrag, bei der es nur eine Zielrente entsprechend der eingebrachten Beiträge gibt, der Arbeitgeber aber nicht für deren Garantie haftet. Der Gesetzgeber will damit erreichen, dass aufgrund des Haftungsausschlusses mehr Unternehmen als bislang – insbesondere kleine und mittlere Firmen – eine betriebliche Altersvorsorge durch Entgeltumwandlung anbieten. Denn sie müssen sich nur noch verpflichten, Beiträge an externe Versorgungsträger zu zahlen, und keine Rückstellungen mehr bilden, um garantierte Renten später auch auszahlen zu können, so die Verbraucherzentrale NRW.

 

Für bAV-Verträge im Tarifpartnermodell gilt ab 1. Januar 2018:

 

Ohne Widerspruch wird automatisch gespart

Die Tarifpartner dürfen sich zukünftig auf ein sogenanntes „Opt-Out“ einigen. Dies bedeutet, dass Arbeitnehmer im Rahmen des neuen Sozialpartnermodells automatisch Teile ihres Einkommens sparen, solange sie dem nicht aktiv widersprechen. Bislang mussten Arbeitnehmer für einen bAV-Vertrag selbst aktiv werden.

 

Zuschuss für Geringverdiener

Arbeitgeber erhalten eine Steuervergünstigung, wenn sie die Mitarbeiter mit geringem Einkommen beim Sparen unterstützen. Für Beschäftige, die weniger als 2.200 Euro brutto im Monat verdienen, können Arbeitgeber 30 Prozent des Sparbeitrags mit ihrem Anteil an der Lohnsteuer verrechnen. Bei einem Zuschuss zwischen 240 bis 480 Euro jährlich spart der Arbeitgeber somit 72 bis 144 Euro pro Jahr. Wichtig: Für Arbeitgeber gibt es keine gesetzliche Verpflichtung, diesen Zuschuss auch tatsächlich zu zahlen.

 

Ab 2019: Neuer Pflicht-Zuschuss der Arbeitgeber

Wenn Beschäftigte für die spätere Betriebsrente eigenes Geld sparen (die sogenannte Entgeltumwandlung), müssen sie auf diesen Gehaltsteil bis zu einem Höchstbetrag keine Steuern und Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Auch das Unternehmen spart in der Ansparphase bei der Entgeltumwandlung seinen Arbeitgeberanteil – für Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung sind das zurzeit etwa 19,5 Prozent.

 

Im Gegenzug müssen Arbeitnehmer die ausgezahlte Betriebsrente später versteuern, und gesetzlich Krankenversicherte müssen zudem auf die Rente sowohl den Arbeitnehmer- wie auch den Arbeitgeberbeitrag der Kranken- und Pflegeversicherung (zurzeit etwa 20 Prozent) selbst zahlen. Arbeitgeber hingegen können die Ersparnis bisher einstreichen. Sie sind nicht verpflichtet, diese an die Arbeitnehmer weiterzugeben.

 

Das ändert sich mit dem Sozialpartnermodell ab 2019: Mindestens 15 Prozent des umgewandelten bAV-Beitrags müssen die Firmen dann an die jeweilige Versorgungseinrichtung zahlen. Ob diese 15 Prozent letztlich 1:1 im Vertrag des jeweiligen Arbeitnehmers landen, hängt allerdings von der konkreten Regelung im Tarifvertrag ab.

 

Einschränkung allerdings: Beisteuern müssen Arbeitgeber diese 15 Prozent nur, falls die sozialversicherungspflichtige Beitragsbemessungsgrenze nicht überschritten wird. Diese beträgt im Jahr 2018 in der Krankenversicherung 4.425 Euro und in der Rentenversicherung (West) 6.500 Euro im Monat. Praktisch bedeutet das: Wenn Arbeitnehmer mehr als 6.500 Euro im Monat verdienen, spart der Arbeitgeber keine Sozialversicherungsbeiträge und muss folglich auch keinen Zuschuss zahlen.

 

Wichtig: Auch der Arbeitnehmer spart bei der Umwandlung von Entgelt oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze keine Sozialabgaben; er muss im Alter aber dennoch auf die Betriebsrente Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil von Kranken- und Pflegeversicherung zahlen, so die Verbraucherzentrale NRW.

 

 

Was sich 2018 bei Banken ändert

 

Der Bundesverband deutscher Banken weist auf folgende wesentliche Änderungen für Bankkunden hin:

 

500er-Banknote: Ausgabe eingestellt

 

Wer die Euro-Banknote mit dem größten Wert noch in Hände bekommen will, muss sich sputen: Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat beschlossen, dass die Ausgabe der 500er-Scheine gegen Ende 2018 eingestellt wird. Die im Umlauf befindlichen 500er bleiben jedoch weiterhin gesetzliches Zahlungsmittel, das im Handel akzeptiert werden muss. Das "Auslaufmodell" der 500er-Noten behält für einen unbegrenzten Zeitraum seinen Wert.

 

Da absehbar keine neuen 500-Euro-Noten mehr gedruckt werden, muss die Bundesbank diese schrittweise durch andere Scheine mit kleinerem Nennwert ersetzen. Die überarbeiteten 100- und 200-Euro-Scheine der neuen Europa-Serie sind bereits mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen versehen.

Bedingungsloses Recht auf Lastschriftrückgabe

 

Das Ende der TAN-Liste 

 

Das sicherheitstechnisch längst veraltete iTAN-Verfahren mit durchnummerierter TAN-Liste auf Papier beim Onlinebanking geht seinem Ende entgegen. Viele Banken haben bereits auf Chip-TAN oder App-basierte Verfahren umgestellt. Es ist damit zu rechnen, dass alle anderen demnächst umstellen und die TAN-Liste auf Papier ins Altpapier wandert.

 

Lastschriftrückgabe

 

Die Möglichkeit, Lastschriften ohne Angabe von Gründen binnen acht Wochen nach Belastung zurückbuchen zu lassen, war bislang zwischen Kunden und Bank vertraglich geregelt. Nun wird das Recht auf Lastschriftrückgabe auch gesetzlich verankert. Verbraucher können sich Lastschriften wie bisher innerhalb von acht Wochen ohne Angabe von Gründen erstatten lassen. Lediglich die rechtliche Grundlage dafür ändert sich.#

 

Zahlungsdienste-Richtlinie: Aus für Aufschläge beim Zahlen per Kreditkarte

 

Online günstig Flüge buchen oder preiswert Medikamente in der Internetapotheke ordern – und dann satte Aufschläge fürs Bezahlen mit Kreditkarte berappen. Damit ist ab dem 13. Januar 2018 Schluss: Für Kreditkartenzahlungen bei Buchungen sowie Einkäufen übers Internet dürfen Händler künftig keine gesonderten Gebühren mehr verlangen. Das gilt europaweit – und wird durch die neue EU-Zahlungsdienste-Richtlinie vorgegeben, die bis Mitte Januar in nationales Recht umgesetzt sein muss. Eingeschlossen sind „besonders gängige" Zahlungsmittel wie Girokarten oder Kreditkarten von Mastercard oder Visa. Auch bei Kartenzahlungen im stationären Handel dürfen keine Aufschläge berechnet werden. Generell untersagt sind auch Zusatzgebühren bei allen Überweisungen und Lastschriftverfahren im SEPA-System. Bislang war nur vorgeschrieben, dass ein gängiges und zumutbares Zahlungsmittel ohne zusätzliche Kosten angeboten wird.

 

Eurozone: Überweisungen in Echtzeit

 

Wo bleibt das Geld? – diese Frage nach dem Stand der Überweisung von Euro und Cent soll in knapp einem Jahr der Vergangenheit angehören. Ab November 2018 werden nach den Vorgaben der Europäischen Zentralbank (EZB) Echtzeitüberweisungen in der Eurozone möglich sein. Ob Geschäfts- oder Privatkunden Überweisungen im Inland oder europäischen Ausland vornehmen: Geldbeträge sollen beim „Instant Payment“ dann innerhalb von zehn Sekunden auf dem Konto des Empfängers gutgeschrieben werden. Und das an 365 Tagen im Jahr. Der Auftrag für den Blitztransfer wird per Onlinebanking oder mit einer Smartphone-App erteilt.

 

Der Bundesverband deutscher Banken rechnet damit, dass es im ersten Quartal 2018 schon die ersten Anbieter geben wird. Allerdings: Die Geldhäuser sind nicht verpflichtet, an dem neuen System teilzunehmen. Die EZB bietet Banken diesen Service in den ersten beiden Jahren für 0,2 Cent pro Transaktion an. Ob dies als Aufschlag für „Instant Payment“ an die Kunden weitergegeben wird, bleibt abzuwarten.

 

 

Anleger erwartet 2018 ein Flickenteppich an Informationen

Der deutsche Fondsverband BVI warnt angesichts der 2018 in Kraft tretenden MiFID-II- und PRIIPs-Regeln vor unterschiedlichen Informationen für Anleger. „Im neuen Jahr droht Fondskäufern ein Flickenteppich an widersprüchlichen Informationen“, sagt Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des BVI. „Je nach Vertriebsweg erhalten sie dann zu ein und demselben Fonds bis zu vier unterschiedliche Dokumente, deren Inhalte sich in wesentlichen Punkten widersprechen. Das wird die Verbraucher eher verwirren als aufklären.“ Auf dieses Problem hatte der BVI die Regulatoren in der Vergangenheit mehrfach hingewiesen.

Der BVI plädiert deshalb dafür, die von der EU-Kommission und den europäischen Aufsichtsbehörden (ESAs) erlassenen Regeln gezielt zu überarbeiten. Dazu Richter: „MiFID und PRIIPs haben 2012 als sinnvolle Vorhaben zum Verbraucherschutz begonnen, sich dann aber im weiteren Prozess zu administrativen Monstren entwickelt. Die EU-Gesetzgeber haben Maß und Ziel verloren und sollten die Auswüchse schnell korrigieren. Für PRIIPs könnte das schon bei der anstehenden Überprüfung Ende 2018 geschehen.“

Fondsgesellschaften und Berater stellen Privatanlegern heute schon das sogenannte OGAW-KIID zur Verfügung, auch bekannt als „wesentliche Anlegerinformationen“. Sie enthalten übersichtliche und vergleichbare Informationen unter anderem zu Kosten, Wertentwicklung und Risiken des jeweiligen Fonds. Zu Riester-Fonds erhält der Anleger zusätzlich ein gesetzlich vorgeschriebenes Produktinformationsblatt. Mit Januar kommen dann die neuen Informationen nach MiFID II hinzu und bei Fondspolicen ein PRIIPs-KID mit Informationen zu den einzelnen Fonds. Ein Vergleich dieser Dokumente führt oft zu absurden Ergebnissen, etwa bei den Kosten: Beim Kauf eines Fonds schreiben MiFID II und PRIIPs vor, die Produktkosten in Euro und Cent offenzulegen.

 

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