Test Flugportale: Kreditkartengebühren bleiben ein Ärgernis

Im Januar 2018 verfügte das EU-Parlament das Verbot von Kreditkartengebühren. Trotzdem gibt es nach wie vor Online-Flugportale, bei denen sich beim Einsatz von gängigen Kreditkarten die Flugpreise erhöhen. Bei einem Test der Zeitschrift REISE & PREISE waren Tickets, die mit einer herkömmlichen Visa- oder Mastercard bezahlt wurden, bei sechs von 14 untersuchten Anbietern am Ende um bis 27 Prozent teurer als mit der günstigsten Zahlart. Am preiswertesten lassen sich Flugtickets derzeit mit sogenannten Debitkarten buchen, die in ihrer Funktionsweise einer herkömmlichen EC-Karte ähneln, hierzulande aber wenig verbreitet sind. Bei einem der getesteten Portale war ein Lufthansa-Flug nach Sydney, der mit der portaleigenen Firmenkreditkarte bezahlt wurde, um 100 Euro günstiger als mit Mastercard oder Visa Credit. Was beim Bezahlvorgang vielfach als spezieller Rabatt ausgelobt wird, erweist sich für den Kunden als Preiserhöhung, die den Flug teurer macht, als zu Beginn angezeigt.

 

Die Redaktion REISE & PREISE reklamierte zudem, dass bei einigen Portalen Zusatzleistungen wie Sitzplatzreservierung und Aufgabegepäck ungleich teurer sind als direkt bei den Fluggesellschaften. Zudem, so die Tester, ist beim Abschluss von Reiseversicherungen Vorsicht geboten: Kunden werden z. T. wiederholt und mit Unterstützung von Warnhinweisen zum Abschluss aufgefordert - oftmals zu stark erhöhten Preisen. Bei vielen Portalen werden Hotel- und Mietwagenangebote in die Flugbuchungsstrecke eingespeist, was den Buchungsprozess unnötig in die Länge zieht. Weiteres Ärgernis: Durch geschicktes Manövrieren, etwa durch grüne Buttons, versuchen manche Anbieter, den Kunden auf eine teurere Buchungsklasse "umzuleiten" oder ihm eine nicht gewollte Zusatzleistung zu verkaufen.

 

Neben den Bezahlgebühren (30 %) flossen die Userfreundlichkeit (30 %), Preiswertigkeit (20 %) und die telefonische Erreichbarkeit (10 %) sowie die Umbuchungs- und Stornobedingungen (10 %) ins Testergebnis ein. Nur vier Portale erhielten die Testnote "gut", sechs wurden mit "befriedigend" beurteilt, vier Anbieter kamen nicht über ein "ausreichend" hinaus.

 

Der Wohnmobilpreis-Index im Europavergleich: Hier sind die Mieten für Camper besonders günstig

Norwegen mit fast 240 Euro pro Tag Spitzenreiter der teuersten Mietpreise Europas

Für die Deutschen lohnt es sich, ihren Wohnwagen im Heimatland zu mieten

In den Niederlanden ist die Camper-Miete mit knapp 88 Euro pro Tag am kostengünstigsten

 

Die Sommerferien haben in Deutschland bereits vielerorts begonnen und für viele Familien geht es ab in den Urlaub. Dabei wird oft in Campern, Wohnmobilen oder Caravans quer durch Europa gereist. Doch in welchen europäischen Ländern können Urlauber bei der Tagesmiete für das Fahrzeug sparen und wo müssen sie tief in die Tasche greifen?

 

Das Mieten von Wohnmobilen und Wohnwagen ist in den Niederlanden mit 88 Euro pro Tag am günstigsten. Das hat Campanda, die weltweit größte Online-Plattform zum Mieten und Vermieten von Wohnmobilen und Campern, in einer umfassenden Studie ermittelt. Im Rahmen der Studie wurde berechnet, wie hoch der durchschnittliche Tagesmietpreis im europäischen Ländervergleich ist und in welchen Reiseländern der Mietpreis im Vergleich zum Vorjahr besonders teuer geworden ist.

 

Besonders im Norden Europas wird die Reise mit dem Camper kostspielig

 

Das Nordkap, gigantische Geysire oder malerische Fjorde: Ein Urlaub in Norwegen klingt zwar verlockend, geht aber gewaltig an den Geldbeutel. Mit einem durchschnittlichen Tagesmietpreis für Camper von knapp 240 Euro führt die skandinavische Nation die Liste der teuersten Länder Europas an, gefolgt von Island mit einem Preis von gut 214 Euro und Finnland mit rund 168 Euro. Auch in der Urlaubsregion rund um Kroatien wird die Reise mit dem Wohnmobil mit einem Mietpreis von über 167 Euro pro Tag nicht gerade billig. Sollte eine Reise in den hohen Norden trotz der hohen Kosten bevorzugt werden, bietet sich Schweden als günstigstes Urlaubsziel in Skandinavien an (knapp 164 Euro Miete pro Tag).

 

Ein Urlaub in die Niederlande lohnt sich für Camping-Begeisterte besonders

 

Sparen können Camper in diesem Jahr vor allem im Land der Windmühlen, der Tulpen und des Käses: Mit einem Preis von rund 88 Euro pro Tag ist die Niederlande Spitzenreiter der kostengünstigsten Länder Europas. Neben Sonne, Strand und Meer bieten auch die südeuropäischen Länder einen unschlagbaren Preis. Mit nur 110 Euro Miete pro Tag kann sich Portugal Platz zwei sichern. Auf Platz drei landet die Türkei mit einem Preis von fast 114 Euro pro Tag vor Spanien mit 114,50 Euro.

 

Auch Deutschland kann mit einem niedrigen Mietpreis von durchschnittlich 116 Euro pro Tag punkten und liegt damit auf Platz fünf im europaweiten Vergleich. Damit konnte sich die Bundesrepublik nach Rang sechs im Vorjahr um einen Platz verbessern. Mit Frankreich (122,50 Euro pro Tag) und Italien (123) auf Platz sechs und sieben reihen sich zwei weitere beliebte Urlaubsdestinationen der Deutschen auf den vorderen Rängen ein.

 

Belgien zieht Preise stark an, die Schweiz überzeugt mit Kostensenkung

 

Mit der zunehmenden Begeisterung der Europäer am Campingurlaub steigen auch die Kosten für Wohnmobile und Co. in nahezu allen Ländern an. Die einzigen Ausnahmen bilden die Schweiz und der Spitzenreiter Niederlande: Hier können im Vergleich zum Vorjahr fast elf Euro bzw. 17 Euro pro Tag gespart werden. Den größten Preisanstieg gab es wiederum in Norwegen mit über 61 Euro mehr pro Tag. Auch in Belgien sind die Preise stark gestiegen und liegen 2017 knapp 59 Euro über dem Preis im Vorjahr. Auf Platz drei der größten Kostenanstiege landet Estland. Hier müssen Camper je Urlaubstag gut 56 Euro mehr zahlen.

 

Anders als noch 2016 ist der Tagesmietpreis in Deutschland auf über hundert Euro gestiegen. Mit 116 Euro und damit 17 Euro mehr als im Vorjahr muss auch in der Bundesrepublik tiefer in die Tasche gegriffen werden.

 

Keine hohe Anzahlung bei Pauschalreisen - Bundesgerichtshof stoppt Reiseveranstalter

Anzahlungen von 25 Prozent und mehr für eine Pauschalreise sind unzulässig: Der Bundesgerichtshof (BGH) hat der Anzahlungspraxis von Reiseveranstaltern für Rund-um-Angebote heute in letzter Instanz einen Riegel vorgeschoben (TC Touristik: Az X ZR 13/14; Urlaubstours: Az X ZR 85/12). Weil führende Veranstalter Vorauszahlungen zwischen 25 und 100 Prozent des Reisepreises bereits bei der Buchung verlangten, hatte die Verbraucherzentrale NRW gegen fünf Branchenriesen (TUI Deutschland GmbH, Bucher Reisen GmbH, TC Touristik GmbH, Urlaubstours GmbH und L’TUR Tourismus AG) Klage erhoben und erste Urteile bei Oberlandesgerichten erstritten. TC Touristik und Urlaubstours gingen daraufhin beim BGH in Revision.

 

Die obersten Richter bestätigten jedoch die Auffassung der Verbraucherzentrale NRW. Demnach verstoßen die Reiseveranstalter mit ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen gegen das Zug-um-Zug-Prinzip (Ware gegen Geld). Dieser Grundsatz besagt, dass Kunden erst zahlen müssen, wenn sie die Leistung erhalten. Der BGH stellte hierzu klar, dass die Anzahlungsforderungen von 40 Prozent (Urlaubstours) und 25 beziehungsweise 30 Prozent (TC Touristik) in den vorliegenden Fällen zu hoch sind. "Ein höherer Anzahlungsbetrag als 20 Prozent des Reisepreises benachteiligt die Verbraucher unangemessen und schwächt das Ware-gegen-Geld-Prinzip zu stark", erläutert Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, den Gewinn für die Kunden beim finalen Richterspruch: "Die Restsumme darf frühestens vier Wochen bis einen Monat vor Reiseantritt fällig werden."

 

Auch bei der Erhebung gestaffelter Stornoentgelte hat der BGH die Reiseveranstalter in ihre Schranken verwiesen: Stornoentgelte mit einem Eingangsstaffelsatz in Höhe von 25, 30 beziehungsweise 40 Prozent der jeweiligen Anzahlung dürfen nicht unbegründet pauschal berechnet werden. Die Veranstalter hätten nicht hinreichend dargelegt, dass die verlangten Rücktrittspauschalen unter Berücksichtigung der gewöhnlich ersparten Aufwendungen und anderweitigen Verwertung berechnet wurden. Zum gleichen Schluss kam auch jüngst das Oberlandesgericht Düsseldorf mit seinem Urteil zu den Rücktrittspauschalen der alltours flugreisen gmbh: Den Mindestsatz von 40 Prozent des Reisepreises bei einer Stornierung fanden die Richter zu hoch. (Oberlandesgericht Düsseldorf, Urteil vom 13. November 2014, Az. I-6 U 76/14).

 

Urlaub: Wertsachen am sichersten im Hotelsafe

Die sichere Aufbewahrung von Wertsachen ist auf Reisen und im Urlaub ein wichtiges Thema. Für 35 Prozent der Menschen in Deutschland ist der Zimmer-Safe dabei der bevorzugte Ort, fast 22 Prozent tragen Wertsachen am liebsten bei sich. Immerhin gut 17 Prozent machen sich über die Aufbewahrung keine Gedanken. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey vom Juni 2018 unter 9.300 Menschen im Auftrag von TÜV Rheinland.

 

Nach Erfahrung der Experten von Rheinland, die weltweit Hotels unter anderem auf ihre Servicequalität überprüfen, ist der beste Weg zur Aufbewahrung dagegen der Hotelsafe: "Wertsachen gegen Quittung an der Rezeption abgeben ist meist die beste Form der Aufbewahrung", so Olaf Seiche, Tourismusfachmann bei TÜV Rheinland. Dies bevorzugen allerdings nur gut 6 Prozent der Befragten.

 

Nur das Nötigste an Wertsachen einpacken

 

Teure Verluste können zudem bereits dadurch gut vereitelt werden, wenn Urlauber bereits vor der Reise überlegen, was notwendig ist und auf kostbare Wertsachen bestenfalls verzichten. Urlauber, die mit dem eigenen Fahrzeug die Reise antreten, müssen besonders in Europas Mittelmeerregionen auf der Hut sein. Schon beim Packen vor der Abfahrt gilt: Nur das Nötigste möglichst kompakt verstauen - ein bis unter das Dach beladenes Fahrzeug weckt das Interesse Krimineller.

 

Ratsam ist es auf bestimmten Strecken sogar, Gepäckstücke mit Fahrradschlössern von innen an den Türgriffen oder Sitzen zu befestigen. Bei der Autodiebstahl-Masche nützt dies allerdings nichts. Bei dieser machen Personen in einem anderen Fahrzeug während der Fahrt durch wildes Gestikulieren auf einen vermeintlichen Schaden am Wagen der Urlauber aufmerksam. Fahren diese auf den Seitenstreifen, werden sie durch die vermeintlichen Helfer aus dem Auto gelockt und abgelenkt. Ein Komplize nutzt das und stiehlt den kompletten Wagen. "Auf keinen Fall aufgrund irgendwelcher Hinweise von anderen Verkehrsteilnehmern anhalten. Diese dreiste Methode kommt immer häufiger vor", sagt Seiche.

 

Aufs Wildcampen verzichten

 

Vorsichtig sollten auch Wohnwagen- oder Wohnmobilurlauber auf den Haupturlaubsrouten in Europa sein, die ihre Fahrzeuge über Nacht wild - was in vielen Ländern erlaubt ist - abstellen. Ziele, die Kriminelle schon längst ins Visier genommen haben. Teilweise leiten die Täter dabei sogar Gas ins Innere, um die Insassen vor dem Raub zu betäuben. "Es gibt Gasdetektoren, die Alarm schlagen. Auch Hunde, die bei unbekannten Personen anschlagen, sind eine Hilfe", rät Seiche. Im Zweifel erweist sich jedoch stets der Campingplatz als sichere Übernachtungsvariante.

 

Parkplatzgebühren an deutschen Flughäfen - bis zu 490 Euro für zwei Wochen

Parken am Flughafen ist teuer. In Stuttgart werden für zwei Wochen in einem terminalnahen Parkhaus bis zu 490 Euro fällig. Auch in Düsseldorf (476 Euro) und Köln/Bonn (420 Euro) kostet zwei Wochen parken in Terminalnähe über 400 Euro. Den günstigsten Parkplatz gibt es mit 59 Euro für 14 Tage am Flughafen Münster/ Osnabrück.

 

Alternativparkplätze und Onlinebuchung senken die Kosten teilweise deutlich

 

Alle betrachteten Flughäfen bieten aber auch günstigere Alternativparkplätze an. Diese liegen zwar meist in einiger Entfernung zum Flughafen, häufig gibt es aber einen kostenlosen Shuttleservice. In Stuttgart werden beispielsweise für zwei Wochen auf dem günstigsten Parkplatz nur 96 Euro fällig - eine Ersparnis von 80 Prozent im Vergleich zum terminalnahen Parkhaus (490 Euro).

 

"Passagiere, die ihren Pkw während eines Urlaubs am Flughafen abstellen, sollten den Parkplatz nach Möglichkeit im Voraus online buchen", rät Guido Thurmann, Leiter Flüge bei CHECK24. "Eine Onlinebuchung garantiert nicht nur einen Stellplatz, häufig gibt es dafür sogar noch einen Rabatt."

 

Tipp: Urlaubsreisende sollten unbedingt darauf achten, ihren Wagen nicht auf einem Kurzzeitparkplatz abzustellen. Dann sind die Kosten für das Parken schnell höher als für den gesamten Urlaub.

 

Tagesticket in Terminalparkhaus kostet zwischen zwölf und 72 Euro

 

Geschäftsreisende zahlen für ein Tagesticket in einem terminalnahen Parkhaus am Flughafen Berlin-Schönefeld bis zu 72 Euro. Am günstigsten parken sie in Erfurt und Paderborn-Lippstadt. Hier werden für das Tagesticket nur zwölf Euro fällig.

 

Mautkosten im Überblick: So unterscheiden sich Straßengebühren im europäischen Ausland

Die Gebühren zur Nutzung der Autobahnen im europäischen Ausland unterscheiden sich stark. Teilweise hängt die Höhe der Kosten von Emissionsklasse, Gewicht oder Höhe des Fahrzeuges oder auch von der Tageszeit ab. Campanda, die weltweit größte Online-Plattform zum Mieten und Vermieten von Wohnmobilen und Campern, hat analysiert, welche Abgaben auf Reisende mit dem PKW oder dem Wohnmobil im Ausland zukommen.

 

Vignette für PKW-Fahrer günstiger

 

Die Vignettenpreise für Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen fallen meist niedriger aus als für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen. Vignetten können für einen, sieben oder zehn Tage oder für einen ganzen Monat erworben werden. In Rumänien fahren PKW-Fahrer mit einer Vignette für drei Euro am günstigsten. Ebenfalls preiswert ist die Vignette in der Republik Moldau mit vier Euro. In Slowenien gibt es für 15 Euro hingegen die teuerste Vignette für Autofahrer.

 

Schweizer Vignette für Wohnmobilfahrer am teuersten

 

Im Gegensatz zu PKW-Fahrern haben Urlauber mit Wohnwagen oder -mobil mit höheren Kosten zu rechnen. In der Schweiz kostet eine Vignette rund 28 Euro. Ungarn und Bulgarien sind mit knapp 22,50 Euro und 21 Euro etwas günstiger. Nur in der Republik Moldau (Vier Euro) und in Italien (Sechs Euro) kosten die Vignetten genauso viel wie für PKW.

 

Maut: Abgaben für 100 Kilometer Autobahn

 

Auch in Ländern, in denen keine Vignettenkosten fällig werden, ist meist das Gewicht des Fahrzeuges ausschlaggebend für die Höhe der Mautkosten. Pro 100 Kilometer Autobahn schwankt die Maut für Wohnmobilfahrer (über 3,5 Tonnen) in Österreich zwischen 22 Euro und 54 Euro. Somit ist das Land in dieser Gewichtsklasse am teuersten. In Tschechien bleibt es mit 0,31 Euro bis 0,46 Euro für Wohnmobilfahrer sehr günstig. Allerdings müssen in manchen Ländern zusätzlich noch Kautionskosten für die sogenannte Mautbox, ein elektronisches Bordgerät zur Erfassung der Autobahnmaut, mit einkalkuliert werden. In Tschechien kostet die Box Wohnmobilfahrer mit 60 Euro am meisten, die Box in Österreich mit nur fünf Euro am wenigsten.

 

In Polen können 100 Kilometer Autobahn für Autofahrer (unter 3,5 Tonnen) mit 28 Euro mit Abstand am teuersten werden, die zweitteuerste Nation ist mit 14 Euro Griechenland. Am günstigsten ist es für PKW-Fahrer in der Türkei mit maximal 0,61 Euro.

 

Hier drohen die höchsten Strafen

 

Mautschummler in Slowenien und der Slowakei seien gewarnt, denn die Länder verlangen empfindlich hohe Bußgelder. Wer in der Slowakei ohne Vignette durchs Land fährt und erwischt wird, muss bis zu 365 Euro büßen. Bis zu 800 Euro Strafe verlangt der slowenische Staat für die Nichtbeachtung der Vignettenpflicht. In der Schweiz fällt die Strafe mit 190 Euro geringer aus, doch zusätzlich dazu müssen die eingesparten Vignettenkosten nachbezahlt werden. In Ungarn fällt die Strafe mit 50 Euro am niedrigsten aus.

 

Wohin mit dem Heimtier im Urlaub?

Für Tierhalter ist es vor der gerade beginnenden Urlaubszeit oftmals eine schwere Entscheidung: Nehme ich mein Tier mit in die Ferien, oder lasse ich es betreuen? Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) gibt hilfreiche Tipps für diejenigen, die ohne ihr Tier in die Ferien fahren.

 

Reisende, die ihren Hund oder Katze nicht mitnehmen können, sollten sich frühzeitig erkundigen, ob Freunde oder Nachbarn das Tier versorgen können. "Unabhängig davon, ob es sich um einen privaten Kontakt oder einen professionellen Tiersitter handelt: Die Beteiligten sollten immer eine schriftliche Vereinbarung über die Inhalte und den Ablauf der Betreuung anfertigen, um mögliche Missverständnisse oder Streitigkeiten zu vermeiden", rät ZZF-Präsident Norbert Holthenrich.

 

Alternativ bietet sich auch eine Tierpension an. Doch wie findet man die richtige? "Tierhalter können sich beispielsweise beim örtlichen Tierschutzverein, ihrem Tierarzt oder anderen Tierhaltern eine Pension empfehlen lassen", so Holthenrich. "Am besten besuchen sie diese dann im Vorfeld und lassen sich dabei auch den verpflichtenden Sachkundenachweis nach Paragraf 11 des Tierschutzgesetzes zeigen. Er ist ein erster Hinweis auf die Seriosität der Unterkunft." Auch bei Tierpensionen gilt: unbedingt eine schriftliche Vereinbarung für die Betreuung erstellen!

 

Halter von Kleinsäugern können sich neben Tiersitting-Angeboten auch im Zoofachhandel nach einer Pflegestelle erkundigen. Viele Fachgeschäfte bieten eine Urlaubsbetreuung der Tiere an. Zu beachten ist: Zoofachmärkte benötigen für die Aufnahme von Pflegetieren eine amtstierärztliche Genehmigung nach §11 TschG.

 

Aquarien können heute über das eigene Smartphone überwacht werden. Auch eine automatische Fütterung ist möglich. Allerdings empfiehlt der ZZF ab einer Woche Abwesenheit, dass ein Zoofachhändler oder hilfsbereite Nachbarn regelmäßig die Gesundheit der Fische, Wasserstand und -temperatur sowie die Filterfunktion vor Ort überprüfen.

 

Wenn Tierhalter ihre Tiere aussetzen, in der Wohnung zurücklassen und dann in den Urlaub fahren, machen sie sich damit nicht nur strafbar, sondern nehmen auch billigend den möglichen Tod des Tieres in Kauf. "Es gibt in unserem Land so viele Möglichkeiten für eine Urlaubsbetreuung, dass niemand sein Tier aussetzen muss", zeigt sich Holthenrich darüber verständnislos und appelliert an alle Tierhalter: "Nutzen Sie die vielfältigen Betreuungsangebote für Ihr tierisches Familienmitglied, und setzen Sie nicht sein Leben aufs Spiel."

 

Die Hälfte der Deutschen geht im Urlaub unnötige Cyberrisiken ein

Fast 50 Prozent der Deutschen setzt im Urlaub in puncto Internetverbindung auf öffentliche WLAN-Netze - das ergibt das repräsentative G DATA IT-Security-Barometer unter 1.000 Internetnutzern im Mai 2018. Die Gefahr dabei: Die Netzwerke sind oft nur unzureichend abgesichert, wodurch Kriminelle den gesamten Datenverkehr mitlesen können. Im schlimmsten Fall droht Reisenden so der Verlust ihrer persönlichen Daten, wie Passwörter. Anwender sollten freie WLANs daher nur mit Vorsicht nutzen. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Auf Reisen verwenden die Deutschen ihr Mobilgerät insbesondere zum Versenden von Urlaubsgrüßen an Freunde und Familie (70 Prozent). Für die sichere Nutzung von Smartphones und Co. auf Reisen stellt das deutsche IT-Security-Unternehmen Nutzern eine Checkliste mit Tipps zur Verfügung - für einen erholsamen und cybercrime-freien Urlaub.

 

"Cyberkriminelle machen keinen Urlaub und nutzen die Reisezeit, um gezielt Nutzer anzugreifen", erklärt Tim Berghoff, G DATA Security Evangelist. "Eine beliebte Masche ist das Mitlesen des Datenverkehrs in nicht ausreichend abgesicherten WLAN-Netzen. Die Täter gelangen so beispielsweise an Zugangsdaten zu Onlinediensten oder Kreditkarteninformationen und können diese in Untergrundmärkten gewinnbringend weiterverkaufen. Ich rate Urlaubern daher, ihr Mobilgerät vor dem Reiseantritt umfassend abzusichern."

 

Urlauber setzen auf WLAN-Netze

 

Ob im Hotel, Flughafen oder der Strandbar - kostenlose WLAN-Netze stehen im Urlaub an vielen Stellen zur Verfügung und fast die Hälfte der deutschen Urlauber nutzt bevorzugt diese Angebote. Die am zweitmeisten genutzte Online-Möglichkeit in den Ferien ist das gebuchte Datenvolumen oder die Flatrate des eigenen Mobilgerätes. Jeder fünfte Deutsche verzichtet auf Reisen komplett auf das Internet.

 

Im Urlaub halten die Deutschen Kontakt zu Familie und Freunden

 

Fast 70 Prozent der Befragten nutzen ihr Mobilgerät im Urlaub, um Kontakt zur Heimat zu halten, z.B. über Messenger-Dienste, soziale Netzwerke oder Nachrichten. Wie das G DATA IT-Security-Barometer zeigt, ist das Fotografieren für die Deutschen mit 57 Prozent die zweitwichtigste Handlung mit dem Smartphone oder Tablet. Knapp die Hälfte der Urlauber nutzen ihr internetfähiges Gerät, um sich über Restaurants, Ausflüge oder Sehenswürdigkeiten im Ferienort zu informieren.

 

Nach dem Motto "Ich packe meinen Koffer" sollten Urlauber vor dem Reiseantritt nicht nur an Sonnencreme und Reiselektüre denken, sondern auch mit der Checkliste das Mobilgerät sicher für den Urlaub machen:

 

- Geschützt durch Security-Software: Eine leistungsfähige Sicherheitslösung gehört zur Grundausstattung jedes PCs und Mobilgeräts. Neben einem effektiven Virenschutz sollte diese auch einen Spam-Filter, eine Firewall und einen Echtzeitschutz gegen Online-Bedrohungen umfassen.

 

- Software-Sicherheitslücken schließen: Ein aktuelles Betriebssystem sowie Updates von Anwendungen und Apps schließen kritische Sicherheitslücken. Angriffe laufen somit ins Leere und der Computer oder das mobile Gerät bleibt sicher.

 

- Nur mit aktiviertem Diebstahlschutz reisen: Anwender sollten für den Fall eines Verlusts des Mobilgeräts vorsorgen und auf einen Diebstahlschutz setzen. So lässt sich das Gerät aus der Ferne orten, sperren und alle darauf gespeicherten Daten löschen. Bei Notebooks sollte die Festplatte verschlüsselt werden, sodass Diebe keine Chance haben, die gestohlenen Daten zu lesen.

 

- Daten sichern: Bevor es in den Urlaub geht, sollte eine Sicherheitskopie aller gespeicherten Daten auf einem externen Speichermedium erstellt werden. So sind Bilder und andere Informationen nicht unwiderruflich verloren, wenn das Gerät abhandenkommt oder gestohlen wird.

 

- Sperrnummern notieren: Urlauber sollten sich die Servicenummern von ihrem Mobilfunkanbieter sowie Kredit- und EC-Karten-Dienstleister merken. Im Fall eines Verlustes kann die betreffende Karte, der Surfstick oder das Mobilgerät umgehend gesperrt werden.

 

- Vorsicht bei öffentlichen WLANs: Öffentliche Hotspots, z.B. in Hotels oder am Flughafen, sind im Urlaub sehr beliebt. Oft sind diese aber nur ungenügend abgesichert, sodass Kriminelle den Datenverkehr mitlesen können. Daher sollte auf die Eingabe von persönlichen Informationen verzichtet oder eine sichere Internetverbindung genutzt werden, um online zu gehen.

 

- Online-Banking vermeiden: Reisende sollten während ihres Urlaubsaufenthaltes auf Online-Bankgeschäfte verzichten und keine persönlichen oder sensiblen Daten an öffentlichen Computern herunterladen oder speichern. Diese Rechner sind häufig nur unzureichend abgesichert.

 

Preis-Check bei Ryanair, easyJet und AirBerlin: Buchangst beim Billigflieger

Billigflieger werben mit krassen Schnäppchen-Preisen. So richtig teuer kommen jedoch meist Extras wie Gepäck oder Platzreservierung. Die können den Ticketpreis oft locker auf das Zehnfache katapultieren. Das zeigte ein Blick der Verbraucherzentrale NRW auf die Preislisten von drei großen Airlines. Ein Flug von Berlin nach Stockholm für 14,99 Euro - solche Knaller-Angebote befeuern das Geschäftsmodell der Billigflieger. Doch was in der Werbung erst mal günstig abhebt, kann am Ende viel teurer landen. Denn so einfach sind die Schnäppchen-Verbindungen nicht zu buchen. Vor dem Drücken des Kaufen-Buttons locken die Firmen mit diversen Extras, die oft teurer sind als der Flugpreis. Bei manchen Posten zweifeln Konsumentenschützer, ob sie rechtlich so einfach zusätzlich abzukassieren sind. Die Verbraucherzentrale NRW hat sich drei große Billigfluggesellschaften - Ryanair, easyJet und airberlin - genauer angesehen. Dabei stellte sich heraus: Mit dem Kosten-in-die-Höhe-treiben kennt sich das Trio bestens aus. Ryanair beispielsweise startete seinen Posten-Marathon bei der Kreditkarte. Wer damit zahlte, war mit rund 30 Cent dabei. Für jedes Gepäckstück bis 15 Kilo kassierte Ryanair 15 Euro, für 20-Kilo-Koffer waren es 25 Euro. Damit nicht genug. Eine Flugbestätigung per SMS gab´s für 1,69 Euro, einen Parkplatz für 39 Euro am Tag, den Shuttle aus der Innenstadt für 22 Euro, obendrein konnten der Mietwagen sowie weitere Aufpreise für Sportgeräte oder Instrumente gebucht werden. Ähnlich bis ins Kleinste ausgefeilt agierten die beiden Konkurrenten der in Irland beheimateten Linie. Interessantes ans Licht brachte auch der direkte Vergleich des Trios bei ähnlichen Positionen. Dazu gehört etwa die Sitzreservierung. easyJet schaffte es, die zu staffeln: vom einfachen Platz für 2,99 Euro über den Sitz "ganz vorne" für 7,49 Euro bis hin zu dem mit "extra viel" Beinfreiheit für 10,99 Euro. Konkurrent Ryanair beließ es dagegen bei einer Kategorie. Dafür kostete die gleich mal 10 Euro. Noch dreister kalkulierte airberlin. Hier schlug der Platz mit 11,99 Euro zu Buche, der Sessel "XXL" sogar mit satten 20 Euro. Enorme Unterschiede gab´s auch bei der Reise-Versicherung. Abzuschließen war sie - mit unterschiedlichem Leistungsumfang - mal für 2,90 Euro, mal für 10,50 Euro oder auch für 15,50 Euro. Insgesamt fanden die Verbraucherschützer bei den drei Unternehmen - abhängig vom Flugziel - im Schnitt rund acht Posten. Wer einen buchte, bekam teilweise weitere kostenpflichtige Optionen präsentiert wie etwa eine noch umfassendere und natürlich teurere Reise-Versicherung.

 

Wichtig zu wissen: Mittlerweile bieten airberlin und easyJet Servicepakete an, in denen gleich mehrere Extras zusammengefasst sind. Bei airberlin heißt dieses Angebot FlyFlex. Darin enthalten sind unter anderem zwei Handgepäckstücke, zwei Koffer, Sitzplatzreservierung, Sonderkonditionen beim Einchecken, 150 Prozent der Bonusmeilen und die Möglichkeit umzubuchen. Doch Vorsicht: Preisbewusste Reisende, die das Paket anklicken, kann danach durchaus Buchangst erfassen. Sie durften beispielsweise staunen, wie ein Flugpreis von 48,71 Euro so richtig abhob: auf steile 448,71 Euro. Das war fast zehnmal so viel wie der Schnäppchenpreis. Nicht ganz so hoch katapultierte das Servicepaket von easyJet die Flugkosten. Statt 28,49 Euro wurden nun stolze 87,40 Euro abkassiert - immerhin fast dreimal so viel. Ärgerlich: Wer Extras bei der Online-Buchung widersteht, ist noch nicht aus dem Euro-Schneider. Viele kommen beim Online-Check-In wieder. 

 

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