Kostenfalle Urlaub: 7,7 Millionen Deutsche sind durch Urlaub im Dispo und zahlen knapp 10 Prozent Zinsen

 

Knapp 8 Millionen Deutsche (11 %) verschulden sich durch Ausgaben für ihren Urlaub. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Umfrage im Auftrag des Kreditportals smava. 4,2 Millionen haben ihr Konto überzogen. Weitere 3,5 Millionen rechnen damit, ihr Konto durch Ausgaben für den Urlaub noch zu überziehen. Das Problem: Dispokredite sind Teil des Kontos und wirken deshalb unverbindlich und harmlos. Sie sind es aber nicht. Ein fehlender verbindlicher Tilgungsplan kann zu einer langfristigen Verschuldung verführen. Ein Zinssatz von durchschnittlich knapp 10 Prozent macht Dispokredite teuer. Im Ergebnis können sie zu einer teuren Dauerverschuldung führen. Der Mehrheit der Disponutzer (79 %) droht genau das: Sie braucht bis zu einem Jahr und länger, um ihr Konto auszugleichen. Nur 16 Prozent der Disponutzer schaffen das innerhalb von vier Wochen.

 

"Es empfiehlt sich nicht, schnell vergängliche Dinge wie einen Urlaub zu finanzieren. Wer es dennoch tut, sollte nicht die bequemste, sondern die günstigste Option nutzen. Jeder zehnte Deutsche macht das nicht. Er nutzt seinen Dispokredit zur Urlaubsfinanzierung, obwohl er mit einem Ratenkredit mehr als die Hälfte sparen könnte. Grund dafür mag die Annahme sein, Ratenkredite seien unflexibel und hätten lange Laufzeiten. Das ist ein veralteter Irrglaube. Ratenkredite sind seit Jahren eine günstige und flexible Alternative für die meisten Disponutzer", sagt Alexander Artopé, Geschäftsführer von smava.

 

Ratenkredite: günstige und flexible Alternative für die meisten Disponutzer

 

Ratenkredite sind heute deutlich flexibler, als vermutet wird. Kostenlose Sondertilgungen und vorzeitige Ablösungen sind weit verbreitet. Die zu Beginn vereinbarte reguläre Laufzeit kann je nach Bedarf also auch verkürzt werden. Das heißt: Ratenkredite kommen auch für die Verbraucher infrage, die sich nur für wenige Monate Geld leihen möchten.

 

Fluggastrechte: Mehrere Hundert Euro Entschädigung bei Flugärger

 

Bis zu 600 Euro stehen Fluggästen zu, wenn die Airline ihr Ziel stark verspätet erreicht, einen Flug streicht oder überbucht. In der September-Ausgabe ihrer Zeitschrift Finanztest zeigt die Stiftung Warentest, wie betroffene Passagiere ihre Entschädigung durchsetzen können, inklusive Musterbrief. Wichtig dabei: Startflughafen oder Hauptsitz der Airline müssen in der EU liegen.

 

Im Jahr 2018 wurden in Deutschland rund 9.000 Flüge gecancelt und fast ebenso viele hatten mindestens drei Stunden Verspätung. Je nach Flugstrecke haben Passagiere Anspruch auf eine Entschädigung von bis zu 600 Euro. Diese Rechte haben auch Urlauber, die eine Pauschalreise mit Flug gebucht haben.

 

Nach Ende des Reisejahrs hat der Passagier drei Jahre Zeit, um seine Rechte geltend zu machen. Leider reagieren Fluggesellschaften oft wenig kooperativ, wenn geschädigte Passagiere direkt auf sie zu kommen. Deshalb gibt es verschiedene Möglichkeiten, an die Entschädigung zu kommen: die Schlichtungsstelle, Fluggastrecht-Portale, Sofortentschädiger oder die Hilfe eines Anwalts. „Wir empfehlen Fluggästen den Gang zur Schlichtungsstelle, das Verfahren ist für sie dort kostenfrei“, so Eugénie Zobel, Finanztest-Expertin.

 

Mietwagen im Ausland: im Urlaub flexibel und sicher unterwegs

 

Größtmögliche Flexibilität am Urlaubsort ist nicht nur Reisenden vorbehalten, die mit dem eigenen Auto anreisen. Wer sich für die Bahn, das Schiff oder das Flugzeug entscheidet, am Reiseziel aber unabhängig von festen Fahrplänen unterwegs sein möchte, kann sich am Urlaubsort einen Mietwagen ausleihen. Der ACE, Deutschlands zweitgrößter Autoclub, informiert, was bei der Autoausleihe im Ausland zu beachten ist, um Kostenfallen zu vermeiden und sicher im Urlaub unterwegs zu sein.

 

Buchung: aufmerksam vor der Reise

 

Idealerweise wird der Mietwagen bereits vor Reiseantritt gebucht. Denn am heimischen Rechner besteht der Vorteil des unkomplizierten Preisvergleichs. Vergleichsportale nutzen und Kundenbewertungen beachten, lohnt sich: Mietpreise unterscheiden sich innerhalb eines Urlaubslandes je nach Anbieter teils stark. Zudem bieten seriöse Online-Vermittler den Vertragsabschluss in deutscher Sprache an, wodurch Vertragsbedingungen samt Versicherungsschutz einfach geprüft und überteuerte Zuschläge vermieden werden können.

 

Versicherungsschutz: Vollkasko und Mallorca-Police

 

Wenn es um den Versicherungsschutz geht, rächt sich zu viel Sparsamkeit. Eine Vollkaskoversicherung mit möglichst niedriger Selbstbeteiligung empfiehlt sich, da sie die Kosten deckelt, sollte es zu einem Unfall kommen. Ergänzend ist die sogenannte Mallorca Police, eine Zusatzversicherung zur Kfz-Haftpflicht, sinnvoll: Diese gewährleistet die Anhebung der ausländischen Versicherungssummen für Haftpflichtschäden auf deutsches Niveau, sodass man im Ernstfall vor hohen Zuzahlungen durch niedrige Mindestversicherungssummen geschützt ist.

 

Über- und Abgabe: mängelfrei entsprechend des Vertrags

 

Welcher Wagen am Urlaubsort bereitsteht, erfahren Mietwagenkunden im Normalfall erst bei der Abholung: Üblich ist die Anmietung eines Fahrzeugs einer bestimmten Kategorie statt eines konkreten Modells. Der Zustand des Leihwagens sollte grundsätzlich einwandfrei sein. Bei offenkundigen Mängeln ist das Fahrzeug direkt zurückzuweisen. Es gilt: keine Kompromisse im Sinne der Verkehrssicherheit. Bestehende Schäden haben nicht etwa den Vorteil, sorgloser mit dem Fahrzeug umgehen zu können: Neue Kratzer werden in Rechnung gestellt. Nicht zuletzt aus diesem Grund sollte das Übergabeprotokoll genau geprüft werden: Sämtliche Vorschäden müssen dokumentiert sein.

 

Die Abgabe sollte pünktlich und wie mit der Mietwagenfirma vereinbart erfolgen, um hohe Nachzahlungen ebenso wie Ärger im Versicherungsfall vorzubeugen. Denn der gebuchte Versicherungsschutz ist nach Ablauf der Mietzeit nicht mehr gegeben.

 

Nepper, Schlepper, Pannenfänger:  Betrüger als Gelbe Engel in Ost- und Südosteuropa unterwegs

 

Die ADAC Versicherung AG warnt erneut vor falschen Pannenhelfern, die sich als Gelbe Engel ausgeben und Reisenden viel Geld für Abschlepp- und teils unnötige Werkstattleistungen abknöpfen. Außer in Ungarn und Serbien sind die Betrüger jetzt auch vermehrt in Bulgarien, Kroatien und Slowenien aktiv. Dazu sind die Slowakei, Litauen und Polen betroffen.

 

Um die Urlauber in die Falle zu locken, nutzen die Betrüger Fahrzeuge in der farblichen Gestaltung der Pannenhilfe-Autos, mit dem Logo des Clubs oder der Aufschrift "Im Auftrag des ADAC". Auch das Personal tritt im Gewand der ADAC Straßenwachtfahrer auf. Aber: Im Ausland betreibt der ADAC keine eigene Straßenwacht-Flotte und die dortigen Vertragspartner dürfen weder auf ihren Fahrzeugen noch an Werkstätten ADAC Logos verwenden.

 

Es gibt jedoch eine Ausnahme: In Norditalien ist ein Gelber Engel ganzjährig als Pannenhelfer für die ADAC Notrufstation tätig.

 

ADAC Plus-Mitglieder sollten daher folgende Hinweise beachten: Im Falle einer Panne außerhalb Deutschlands sollte grundsätzlich der Auslandsnotruf unter der Nummer 00 49 89 22 22 22 kontaktiert werden. Hier wird dann ein Pannenhelfer oder ein Abschleppdienst vor Ort vermittelt. Der "echte" Pannenhelfer kennt die Mitgliedsdaten des Liegengebliebenen oder kann im Zweifelsfall die Daten abrufen, um so den Nachweis zu erbringen, dass er tatsächlich im Auftrag des ADAC handelt.

 

Besonders offensichtlich ist die Taktik vieler Betrüger, bereits an der Autobahn zu warten und direkt nach einer Panne aufzutauchen, um dem Hilfesuchenden ihre Dienste anzubieten. Anrufversuche der ADAC Plus-Mitglieder beim Auslandsnotruf können fehlschlagen, da die Kriminellen Störsender in ihren Fahrzeugen installiert haben, die das Telefonnetz unterbrechen und eine Mobilfunkverbindung unmöglich machen. In so einer Situation sollten Autofahrer ihr Fahrzeug abschließen, sich einige Meter entfernen und von dort den ADAC Auslandsnotruf kontaktieren.

 

Wenn die ADAC Versicherung AG die Betrüger, beispielsweise mittels Foto von Nummernschildern, identifizieren kann, wird mit Unterstützung des Partnerclubs immer Anzeige auf Unterlassung erstattet. Betrugsanzeigen können nur die Geschädigten erstatten.

 

Nachbarschaftshilfe kann teuer werden - für Urlauber

 

Die hilfsbereiten Nachbarn gießen in der Urlaubszeit die Blumen und kümmern sich um die Wohnung: Doch wer zahlt, wenn sie etwas kaputt machen? Haben die Helfer keine Haftpflichtversicherung, gehen Urlauber unter Umständen leer aus.

 

BGH-Urteil hat rechtliche Lage verändert

 

Das Parkett ist durch Gießwasser aufgequollen, eine wertvolle Vase in tausend Scherben zersprungen: Solche Schäden sind für Urlauber und Helfer ärgerlich. Die Haftpflichtversicherung fängt jedoch zumindest den finanziellen Schaden ab. Kritisch ist es hingegen, wenn der helfende Nachbar diesen Schutz nicht besitzt. "Urlauber sollten deshalb im Vorfeld unbedingt klären, ob der Helfer eine Haftpflichtversicherung hat und ob diese in solchen Fällen einspringt", rät Ferenc Földhazi, Haftpflichtexperte bei der R+V Versicherung.

 

Dass die Haftpflichtversicherung einspringt, ist noch relativ neu: 2016 hat der Bundesgerichtshof in einem Urteil zu Gunsten der Geschädigten entschieden und damit die rechtliche Situation grundlegend verändert. "Vor diesem Urteil hatte der geschädigte Urlauber nicht in allen Fällen Anspruch darauf, Schäden aus Gefälligkeitsleistungen ersetzt zu bekommen", erläutert Földhazi. "Jetzt übernimmt ihn in der Regel die Haftpflichtversicherung des Verursachers."

 

ADAC Vergleich: Vorsicht, hohe Flugnebenkosten

 

Bei günstigen Tickets kommt noch rund ein Drittel des Flugpreises für Gepäck, Sitzplatz und Co. dazu

 

Flugtickets zum Schnäppchenpreis finden sich viele im Internet. Doch die können schnell teuer werden: Beim aktuellen ADAC Preisvergleich kam bei der Online-Buchung zum Flugpreis durchschnittlich noch rund ein Drittel des Preises an Kosten für Leistungen wie Gepäcktransport oder Sitzplatzreservierung hinzu. Untersucht wurden die Nebenkosten von 12 Fluggesellschaften, die beliebte Urlaubsorte in Italien, Spanien, Griechenland und der Türkei anfliegen.

 

Der Vergleich zeigte, dass es in jeder Kostenkategorie erhebliche Preisspannen gab. Dabei hatte keine Airline durchgehend hohe oder niedrige Nebenkosten. Bei 4 von 12 Fluggesellschaften war der nächsthöhere Tarif mit mehr inkludierten Leistungen sogar günstiger als der preiswerteste Tarif plus Zusatzkosten.

 

Ein großer Kostenfaktor ist das Gepäck. Einen 20 Kilogramm schweren Koffer mit auf die Reise zu nehmen, war in unserem Vergleich nur bei Sunexpress kostenlos. Das günstigste zukaufbare Angebot unterbreitete Pegasus Airlines mit 7 Euro, das teuerste Easyjet mit 34,77 Euro pro Gepäckstück. Das ist fünfmal so viel. Zweitteuerster Anbieter war Condor mit 29,99 Euro. Die übrigen Airlines stellten zwischen 19 und 25 Euro in Rechnung. Wer Sperrgepäck aufgeben wollte - im untersuchten Fall ein Surfbrett unter zwei Metern Länge - musste zwischen 40 Euro (Pegasus, Sunexpress) und 80 Euro (Lufthansa) berappen.

 

Alle Fluggesellschaften erlaubten die kostenlose Mitnahme eines Handgepäckstücks. Bei Ryanair/Laudamotion durfte dieses allerdings nicht größer als etwa ein Schuhkarton sein. Bei Vueling und Condor dagegen durfte der Trolley sogar 10 Kilo wiegen, bei allen anderen Airlines zwischen 6 und 8. Bei Easyjet gab es keine Gewichtsbegrenzung.

 

Auch Sitzplatzreservierungen können einen günstigen Flug verteuern. Die preiswertesten boten Vueling mit 3,99 Euro und Ryanair/Laudamotion mit 4 Euro für einen Standardplatz, die teuerste kostete mit 12,99 Euro bei Condor gut dreimal so viel.

 

Um böse Überraschungen zu vermeiden, empfiehlt der ADAC, frühzeitig zu buchen, da in der Regel die Preise steigen, je näher der Abflugtermin rückt. Urlauber sollten bei der Buchung prüfen, ob der nächsthöhere Tarif billiger ist als der günstigste plus Einzelpositionen. Aufgabegepäck sollte online gebucht werden, denn beim Einchecken am Schalter wird es immer teurer. Bei der Reservierung des Sitzplatzes sollten Urlauber auf die verschiedenen Preiskategorien einzelner Sitzpositionen achten und beim Packen die vorgeschriebenen Höchstmaße und Gewichtsbegrenzungen für Handgepäck und Koffer einhalten.

 

Jeder Fünfte hat eigene Wohnung schon Reisenden angeboten

 

 

Jeder dritte Internetnutzer hat schon Privatunterkunft über Online-Plattform gebucht

Entsprechende Portale sind vor allem bei den Jüngeren beliebt

Gastgeber müssen rechtliche Regelungen beachten

 

Online-Plattformen wie Airbnb, Home Swap, Couchsurfing und Co., um auf Reisen in Privatunterkünften unterzukommen, werden immer beliebter – vor allem bei Jüngeren. So hat jeder dritte Internetnutzer (30 Prozent) schon einmal über eine solche Online-Plattform eine Privatunterkunft gebucht. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.004 Bundesbürgern ab 16 Jahren. Am häufigsten gebucht wird über Online-Plattformen für kostenpflichtige Privatunterkünfte, wie z.B. Airbnb oder 9 Flats. Darüber haben bereits 16 Prozent eine Bleibe für ihren Aufenthalt gefunden. Auf Rang zwei folgen Wohnungs-Tauschbörsen, wie z.B. Home For Home, Home Link oder Home Swap, wo bereits 9 Prozent der Internetnutzer schon einmal gebucht haben. Ebenso viele haben dazu auch schon Online-Plattformen für kostenlose Privatunterkünfte, wie z.B. Couchsurfing genutzt. Am meisten genutzt werden zur Buchung einer Reiseunterkunft aber weiterhin Internetauftritte der Unterkünfte selbst, zum Beispiel die Webseiten der Hotels oder Ferienwohnungen. Hierüber haben knapp 9 von 10 Internetnutzern (87 Prozent) schon einmal gebucht. 7 von 10 (71 Prozent) haben dafür auch schon Online-Plattformen wie Booking.com oder HomeAway genutzt. „Für all diejenigen, die auf Reisen lieber in einem individuellen Zuhause statt einem anonymen Hotel unterkommen, sind Onlinevermittlungsplattformen für Privatunterkünfte eine echte Errungenschaft des digitalen Zeitalters. Hier eröffnet sich für viele Gegenden ein riesiges Angebot – von der Couch in der Studenten-WG bis zum großzügigen Loft im Szeneviertel“, sagt Dr. Christopher Meinecke, Leiter Digitale Transformation beim Bitkom.

 

Unternehmen wie Airbnb fungieren dabei als Online-Marktplätze, über die Gastgeber und Gäste miteinander in Kontakt treten können. Für die Abwicklung der Buchung erheben sie sowohl vom Gast als auch vom Gastgeber eine Provision. Gastgeber und Gast können sich am Ende gegenseitig bewerten. Portale wie Couchsurfing verstehen sich hingegen mehr als Gastfreundschafts-Netzwerke. Registrierte Mitglieder haben dort die Möglichkeit, eine kostenlose Unterkunft auf Reisen zu finden. Ausführliche Nutzerprofile und gegenseitige Bewertungen von Gastgebern und Gästen helfen auch hier, die Vertrauenswürdigkeit der Mitglieder besser einschätzen zu können.

 

Fast jeder fünfte Internetnutzer (19 Prozent) in Deutschland hat auch schon einmal selbst Wohnraum auf einer solchen Plattform angeboten – entweder kostenlos oder gegen Bezahlung. 2017 waren es erst 12 Prozent, 2016 7 Prozent. Vor allem in der Generation der 16- bis 29-Jährigen werden Online-Angebote für die Vermittlung von Privatunterkünften immer beliebter: Bereits jeder dritte Internetnutzer (29 Prozent) dieser Altersgruppe hat anderen Reisenden schon einmal seine Wohnung oder ein Zimmer über eine Online-Plattform zur Verfügung gestellt. Unter den 30- bis 49-Jährigen hat bereits jeder Fünfte (20 Prozent) auf diese Weise schon einmal eine Unterkunft angeboten, unter den 50- bis 64-Jährigen waren es 15 Prozent, in der Generation 65 plus 9 Prozent. „Für viele private Vermieter spielen bei der Kurzzeitvermietung auch soziale Aspekte eine Rolle. Sie schätzen interessante Kontakte zu Reisenden, die viel zu erzählen haben und die sie ihrerseits mit Insidertipps versorgen können“, sagt Meinecke. „Gäste verzichten für diese Tipps oft gern auf einen Zimmerservice wie im Hotel.“ Einige Städte hätten in Spitzenzeiten außerdem Schwierigkeiten, genug Betten für Geschäftsreisende und Touristen anbieten zu können – also zum Beispiel während großer Messen, Festivals oder Sportereignissen. „Vor allem in Stoßzeiten ist die Vermittlung von Privatwohnungen eine gute und bezahlbare Alternative für viele Gäste.“

 

Wer seine Wohnung vermietet, hat eine Reihe von rechtlichen und steuerlichen Regelungen zu beachten. Anbieter privater Mietwohnungen sind zum Beispiel verpflichtet, im Vorfeld die ausdrückliche Erlaubnis des eigenen Vermieters für die Untermiete einzuholen. Die Einnahmen durch Vermietungen über Internetplattformen müssen außerdem in der Steuererklärung angegeben werden. In einigen Städten gibt es auch Gesetze, die die kurzzeitige Beherbergung zahlender Gäste einschränken. Auch eine Registrierung, Zulassung oder Lizenz kann nötig sein, wenn man seine Unterkunft inserieren möchte. In manchen Städten – wie zum Beispiel in Berlin – gelten darüber hinaus Regelungen zur so genannten Zweckentfremdung von Wohnraum, die die Überlassung an Reisende stark einschränken oder sogar ganz verbieten. Interessierte sollten sich über die Gesetze vor Ort informieren, bevor sie ihre Unterkunft auf entsprechenden Plattformen inserieren. Potenzielle private Vermieter erkundigen sich dafür am besten bei den zuständigen Ämtern, welche Regelungen in ihrer Stadt greifen.

 

 

Billigticket? Vorsicht vor versteckten Kosten!

 

FairPlane, das Flugrechteportal, hat fünf Fluglinien verglichen. Der Test zeigt auch Kosten auf, die Passagiere völlig unvorbereitet treffen.

 

Kostenfalle Check in am Flughafen

 

Lauda/Ryanair verlangen für den Check in am Flughafen EUR 55 (dagegen hat der VKI in erster Instanz bereits ein positives Urteil erzielt). Bei Wizz Air zahlt man EUR 30 zuzüglich einer Gebühr des jeweiligen Dienstleisters am Flughafen. Wer also keine Möglichkeit hat, online einzuchecken, sollte diesen Umstand bereits bei der Flugbuchung selbst bedenken und einen Tarif wählen, der das kostenlose Einchecken beinhaltet. Wenn die Check in Seite des Luftfahrtunternehmens nicht funktioniert, können Screenshots zur Beweissicherung bei der Rückerstattung dieser Kosten hilfreich sein.

 

Die Kosten für Gepäck

 

Besonders die Preisgestaltung bei Gepäck empfanden wir bei unserem Test als sehr verwirrend. Oft war die Einzel Buchung eines Gepäckstücks günstiger als ein Tarif, der das Gepäck bereits inkludierte. Teuerster Punkt war das Buchen des Gepäcks erst am Flughafen. Bis man beispielsweise die Kosten für Übergepäck findet, vergeht viel Zeit, bevor man angesichts des Preises erstarrt. Leider sind die Bestimmungen für Gepäck bei jeder Fluglinie unterschiedlich, der Verbraucher muss sich also erst "einlesen" um vorab einen guten Vergleich ziehen zu können. Bei Anschlussflügen, die von einer anderen Fluglinie durchgeführt werden, muss das Reisegepäck dann den Vorschriften beider benutzter Airlines entsprechen- eine weitere Hürde.

 

Ohne Extra- Sitzplatzbuchung kommt man billiger ans Ziel

 

Jeder Passagier sollte sich gut überlegen, ob er für einen Sitzplatz wirklich bis zu EUR 50 pro Strecke ausgeben will, oder auch mit der Zuteilung eines beliebigen Sitzplatzes für einen kurzen Flug zufrieden ist. Am teuersten sind Sitze mit mehr Beinfreiheit, oder sogenannte extra large Sitze. Meist werden Sitzplatz Kosten bei einer Umbuchung nicht zurückerstattet. Den ausführlichen Test können Sie hier nachlesen.

 

FairPlane Geschäftsführer Mag. Andreas Sernetz: "Mit den sogenannten á la carte Leistungen machen Fluglinien in Europa bereits 25% ihres Umsatzes: Die Billigfluglinien wie Easyjet, Ryanair, Vueling und Wizz haben es vorgemacht. Große Carrier wie die Lufthansagruppe, Air France/KLM und British Airways ziehen mit. Sie alle verdienen bei Gepäck, Sitzplätzen, Priority Boarding und vielen anderen Leistungen kräftig am Passagier (Quelle Idea Works Statistic 2018). Jede Zusatzleistung muss extra bezahlt werden. Was man wirklich braucht, sollte man vor der Buchung überlegen. Bedenklich sind unserer Ansicht aber zusätzliche Kosten, die eigentlich vom Beförderungsvertrag gedeckt sein sollten und den Verbraucher völlig unvorbereitet treffen, wie beispielsweise die hohe Check-in Gebühr am Flughafen bei einigen Fluglinien.

 

Flug am Sonntag buchen und mehr als 25 Prozent sparen

 

Urlaub ist bekanntlich teuer. Wie man dennoch sparen kann ohne Abstriche in Kauf nehmen zu müssen, deckt eine Studie auf, die Expedia und die Airlines Reporting Corporation (ARC) initiiert haben. Der Wochentag und der richtige Abstand zwischen Buchung und Urlaub sind es, die entscheiden, wie sehr das Urlaubsbudget malträtiert wird.

 

Mittlerweile bereits im fünften Jahr arbeiten Expedia und die ARC zusammen, um die Entwicklung der Flug- und Hotelpreise zu analysieren. Herausgekommen ist die aktuelle Studie "Travel Pricing Outlook in 2019", die aufzeigt, zu welchem Zeitpunkt preisbewusste Reisende am besten buchen sollten.

 

Die 5 Kernbotschaften sind:

 

1. Flugtickets sind teurer geworden

2. Flug am Sonntag buchen

3. Flug mindestens drei Wochen vor der Reise buchen

4. Flugreise an einem Donnerstag oder Freitag antreten

5. Hotel Freitagabend buchen 

 

Flugpreise gestiegen

 

Die durchschnittlichen Ticketpreise für Flüge sind 2018 laut ARC-Daten um rund fünf Prozent gegenüber 2017 gestiegen. Dieser Preisanstieg erfolgte vor dem Hintergrund lang anhaltender niedriger Ticketpreise. Nach aktuellen Prognosen ist ein Ende dieses Preisanstiegs noch nicht in SIcht, die Frage nach dem optimalen Buchungstermin deshalb wichtiger denn je.

 

Der richtige Tag für die Buchung

 

Ja, es gibt den besten Tag um Flüge zu buchen: Es ist der Sonntag. Expedia und ARC haben ermittelt, dass der durchschnittliche Ticketpreis an diesem Tag mehr als 25 Prozent niedriger liegt als an den anderen Wochentagen. Besonders empfehlenswert ist der Sonntag für alle Reisenden, die einen Flug in der Premium Class buchen möchten: hier liegt das Sparpotential bei mehr als 45 Prozent. Donnerstag oder Freitag hingegen sind nicht ideal: An diesen Tagen ist der durchschnittliche Ticketpreis am höchsten.

 

Nicht minder wichtig: Der richtige Zeitpunkt

 

Glaubt man den Daten der "Travel Pricing Outlook in 2019" Studie, dann liegt der günstigste Zeitpunkt für die Buchung von Flügen ab deutschen Flughäfen im Schnitt bei drei Wochen vor Beginn der Reise.

 

Der richtige Tag für Abflug

 

Die "Travel Pricing Outlook in 2019" Studie hat zudem ergeben, dass Sparfüchse auch vom richtigen Abreisetag profitieren. 10 Prozent Sparpotential sind nämlich für die Urlauber "drin", die ihre Reise an einem Donnerstag oder Freitag starten.

 

Hotels: immer wieder freitags

 

Die "Travel Pricing Outlook in 2019" Studie hat außerdem die Hotelpreise von mehr als 890,000 Unterkünften für jeden Tag der Woche analysiert und dabei herausgefunden, dass die Hotelpreise im Durchschnitt an einem Freitag am günstigsten sind.

 

Ver.di-Streiks an deutschen Flughäfen: Diese Rechte haben betroffene Passagiere

 

Die Gewerkschaft Ver.di hat die Beschäftigten des Sicherheitspersonals an Flughäfen zu Warnstreiks aufgerufen.

 

Welche Rechte betroffene Passagiere haben, erklärt Laura Kauczynski. Sie ist Expertin für Fluggastrechte des weltweit führenden Fluggasthelfer-Portals, AirHelp: „Betroffene Fluggäste haben unter Umständen Anspruch auf Versorgungsleistungen vor Ort: Bei Verspätungen von über zwei Stunden und einer betroffenen Flugstrecke von über 1.500 Kilometern muss die ausführende Airline den Passagieren am Flughafen Mahlzeiten und Getränke bereitstellen und ihnen die Möglichkeit bieten, zwei Telefonate zu führen oder auch zwei Telefaxe oder E-Mails zu versenden. Sollte die Wartezeit Mitternacht überschreiten, müssen die Airlines auch eine Unterkunft bereitstellen und die Beförderung dorthin ermöglichen. Wir raten, diese Versorgungsleistung bei der Fluggesellschaft einzufordern. Das Recht auf eine finanzielle Entschädigung auf Grundlage der EU-Verordnung EG261/2004 haben die betroffenen Reisenden hingegen nicht. Anders als Streiks von Airlinepersonal gelten Streiks des Flughafenpersonals nämlich als außergewöhnliche Umstände, die die Fluglinien von ihrer Pflicht befreien, Entschädigungen bei Flugproblemen auszahlen zu müssen.”

 

Flugprobleme: Diese Rechte haben Passagiere

 

Flugausfälle und -verspätungen können zu Entschädigungszahlungen in Höhe von bis zu 600 Euro pro Fluggast berechtigen. Die Höhe der Entschädigungszahlung berechnet sich aus der Länge der Flugstrecke. Der rechtmäßige Entschädigungsanspruch ist abhängig von der tatsächlichen Verspätungsdauer am Ankunftsort sowie dem Grund für den ausgefallenen oder verspäteten Flug. Betroffene Passagiere können ihren Entschädigungsanspruch rückwirkend durchsetzen, bis zu drei Jahre nach ihrem Flugtermin. Außergewöhnliche Umstände wie Unwetter oder medizinische Notfälle können bewirken, dass die ausführende Airline von der Kompensationspflicht befreit wird.

 

Test Flugportale: Kreditkartengebühren bleiben ein Ärgernis

Im Januar 2018 verfügte das EU-Parlament das Verbot von Kreditkartengebühren. Trotzdem gibt es nach wie vor Online-Flugportale, bei denen sich beim Einsatz von gängigen Kreditkarten die Flugpreise erhöhen. Bei einem Test der Zeitschrift REISE & PREISE waren Tickets, die mit einer herkömmlichen Visa- oder Mastercard bezahlt wurden, bei sechs von 14 untersuchten Anbietern am Ende um bis 27 Prozent teurer als mit der günstigsten Zahlart. Am preiswertesten lassen sich Flugtickets derzeit mit sogenannten Debitkarten buchen, die in ihrer Funktionsweise einer herkömmlichen EC-Karte ähneln, hierzulande aber wenig verbreitet sind. Bei einem der getesteten Portale war ein Lufthansa-Flug nach Sydney, der mit der portaleigenen Firmenkreditkarte bezahlt wurde, um 100 Euro günstiger als mit Mastercard oder Visa Credit. Was beim Bezahlvorgang vielfach als spezieller Rabatt ausgelobt wird, erweist sich für den Kunden als Preiserhöhung, die den Flug teurer macht, als zu Beginn angezeigt.

 

Die Redaktion REISE & PREISE reklamierte zudem, dass bei einigen Portalen Zusatzleistungen wie Sitzplatzreservierung und Aufgabegepäck ungleich teurer sind als direkt bei den Fluggesellschaften. Zudem, so die Tester, ist beim Abschluss von Reiseversicherungen Vorsicht geboten: Kunden werden z. T. wiederholt und mit Unterstützung von Warnhinweisen zum Abschluss aufgefordert - oftmals zu stark erhöhten Preisen. Bei vielen Portalen werden Hotel- und Mietwagenangebote in die Flugbuchungsstrecke eingespeist, was den Buchungsprozess unnötig in die Länge zieht. Weiteres Ärgernis: Durch geschicktes Manövrieren, etwa durch grüne Buttons, versuchen manche Anbieter, den Kunden auf eine teurere Buchungsklasse "umzuleiten" oder ihm eine nicht gewollte Zusatzleistung zu verkaufen.

 

Neben den Bezahlgebühren (30 %) flossen die Userfreundlichkeit (30 %), Preiswertigkeit (20 %) und die telefonische Erreichbarkeit (10 %) sowie die Umbuchungs- und Stornobedingungen (10 %) ins Testergebnis ein. Nur vier Portale erhielten die Testnote "gut", sechs wurden mit "befriedigend" beurteilt, vier Anbieter kamen nicht über ein "ausreichend" hinaus.

 

Der Wohnmobilpreis-Index im Europavergleich: Hier sind die Mieten für Camper besonders günstig

Norwegen mit fast 240 Euro pro Tag Spitzenreiter der teuersten Mietpreise Europas

Für die Deutschen lohnt es sich, ihren Wohnwagen im Heimatland zu mieten

In den Niederlanden ist die Camper-Miete mit knapp 88 Euro pro Tag am kostengünstigsten

 

Die Sommerferien haben in Deutschland bereits vielerorts begonnen und für viele Familien geht es ab in den Urlaub. Dabei wird oft in Campern, Wohnmobilen oder Caravans quer durch Europa gereist. Doch in welchen europäischen Ländern können Urlauber bei der Tagesmiete für das Fahrzeug sparen und wo müssen sie tief in die Tasche greifen?

 

Das Mieten von Wohnmobilen und Wohnwagen ist in den Niederlanden mit 88 Euro pro Tag am günstigsten. Das hat Campanda, die weltweit größte Online-Plattform zum Mieten und Vermieten von Wohnmobilen und Campern, in einer umfassenden Studie ermittelt. Im Rahmen der Studie wurde berechnet, wie hoch der durchschnittliche Tagesmietpreis im europäischen Ländervergleich ist und in welchen Reiseländern der Mietpreis im Vergleich zum Vorjahr besonders teuer geworden ist.

 

Besonders im Norden Europas wird die Reise mit dem Camper kostspielig

 

Das Nordkap, gigantische Geysire oder malerische Fjorde: Ein Urlaub in Norwegen klingt zwar verlockend, geht aber gewaltig an den Geldbeutel. Mit einem durchschnittlichen Tagesmietpreis für Camper von knapp 240 Euro führt die skandinavische Nation die Liste der teuersten Länder Europas an, gefolgt von Island mit einem Preis von gut 214 Euro und Finnland mit rund 168 Euro. Auch in der Urlaubsregion rund um Kroatien wird die Reise mit dem Wohnmobil mit einem Mietpreis von über 167 Euro pro Tag nicht gerade billig. Sollte eine Reise in den hohen Norden trotz der hohen Kosten bevorzugt werden, bietet sich Schweden als günstigstes Urlaubsziel in Skandinavien an (knapp 164 Euro Miete pro Tag).

 

Ein Urlaub in die Niederlande lohnt sich für Camping-Begeisterte besonders

 

Sparen können Camper in diesem Jahr vor allem im Land der Windmühlen, der Tulpen und des Käses: Mit einem Preis von rund 88 Euro pro Tag ist die Niederlande Spitzenreiter der kostengünstigsten Länder Europas. Neben Sonne, Strand und Meer bieten auch die südeuropäischen Länder einen unschlagbaren Preis. Mit nur 110 Euro Miete pro Tag kann sich Portugal Platz zwei sichern. Auf Platz drei landet die Türkei mit einem Preis von fast 114 Euro pro Tag vor Spanien mit 114,50 Euro.

 

Auch Deutschland kann mit einem niedrigen Mietpreis von durchschnittlich 116 Euro pro Tag punkten und liegt damit auf Platz fünf im europaweiten Vergleich. Damit konnte sich die Bundesrepublik nach Rang sechs im Vorjahr um einen Platz verbessern. Mit Frankreich (122,50 Euro pro Tag) und Italien (123) auf Platz sechs und sieben reihen sich zwei weitere beliebte Urlaubsdestinationen der Deutschen auf den vorderen Rängen ein.

 

Belgien zieht Preise stark an, die Schweiz überzeugt mit Kostensenkung

 

Mit der zunehmenden Begeisterung der Europäer am Campingurlaub steigen auch die Kosten für Wohnmobile und Co. in nahezu allen Ländern an. Die einzigen Ausnahmen bilden die Schweiz und der Spitzenreiter Niederlande: Hier können im Vergleich zum Vorjahr fast elf Euro bzw. 17 Euro pro Tag gespart werden. Den größten Preisanstieg gab es wiederum in Norwegen mit über 61 Euro mehr pro Tag. Auch in Belgien sind die Preise stark gestiegen und liegen 2017 knapp 59 Euro über dem Preis im Vorjahr. Auf Platz drei der größten Kostenanstiege landet Estland. Hier müssen Camper je Urlaubstag gut 56 Euro mehr zahlen.

 

Anders als noch 2016 ist der Tagesmietpreis in Deutschland auf über hundert Euro gestiegen. Mit 116 Euro und damit 17 Euro mehr als im Vorjahr muss auch in der Bundesrepublik tiefer in die Tasche gegriffen werden.

 

Keine hohe Anzahlung bei Pauschalreisen - Bundesgerichtshof stoppt Reiseveranstalter

Anzahlungen von 25 Prozent und mehr für eine Pauschalreise sind unzulässig: Der Bundesgerichtshof (BGH) hat der Anzahlungspraxis von Reiseveranstaltern für Rund-um-Angebote heute in letzter Instanz einen Riegel vorgeschoben (TC Touristik: Az X ZR 13/14; Urlaubstours: Az X ZR 85/12). Weil führende Veranstalter Vorauszahlungen zwischen 25 und 100 Prozent des Reisepreises bereits bei der Buchung verlangten, hatte die Verbraucherzentrale NRW gegen fünf Branchenriesen (TUI Deutschland GmbH, Bucher Reisen GmbH, TC Touristik GmbH, Urlaubstours GmbH und L’TUR Tourismus AG) Klage erhoben und erste Urteile bei Oberlandesgerichten erstritten. TC Touristik und Urlaubstours gingen daraufhin beim BGH in Revision.

 

Die obersten Richter bestätigten jedoch die Auffassung der Verbraucherzentrale NRW. Demnach verstoßen die Reiseveranstalter mit ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen gegen das Zug-um-Zug-Prinzip (Ware gegen Geld). Dieser Grundsatz besagt, dass Kunden erst zahlen müssen, wenn sie die Leistung erhalten. Der BGH stellte hierzu klar, dass die Anzahlungsforderungen von 40 Prozent (Urlaubstours) und 25 beziehungsweise 30 Prozent (TC Touristik) in den vorliegenden Fällen zu hoch sind. "Ein höherer Anzahlungsbetrag als 20 Prozent des Reisepreises benachteiligt die Verbraucher unangemessen und schwächt das Ware-gegen-Geld-Prinzip zu stark", erläutert Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, den Gewinn für die Kunden beim finalen Richterspruch: "Die Restsumme darf frühestens vier Wochen bis einen Monat vor Reiseantritt fällig werden."

 

Auch bei der Erhebung gestaffelter Stornoentgelte hat der BGH die Reiseveranstalter in ihre Schranken verwiesen: Stornoentgelte mit einem Eingangsstaffelsatz in Höhe von 25, 30 beziehungsweise 40 Prozent der jeweiligen Anzahlung dürfen nicht unbegründet pauschal berechnet werden. Die Veranstalter hätten nicht hinreichend dargelegt, dass die verlangten Rücktrittspauschalen unter Berücksichtigung der gewöhnlich ersparten Aufwendungen und anderweitigen Verwertung berechnet wurden. Zum gleichen Schluss kam auch jüngst das Oberlandesgericht Düsseldorf mit seinem Urteil zu den Rücktrittspauschalen der alltours flugreisen gmbh: Den Mindestsatz von 40 Prozent des Reisepreises bei einer Stornierung fanden die Richter zu hoch. (Oberlandesgericht Düsseldorf, Urteil vom 13. November 2014, Az. I-6 U 76/14).

 

Urlaub: Wertsachen am sichersten im Hotelsafe

Die sichere Aufbewahrung von Wertsachen ist auf Reisen und im Urlaub ein wichtiges Thema. Für 35 Prozent der Menschen in Deutschland ist der Zimmer-Safe dabei der bevorzugte Ort, fast 22 Prozent tragen Wertsachen am liebsten bei sich. Immerhin gut 17 Prozent machen sich über die Aufbewahrung keine Gedanken. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey vom Juni 2018 unter 9.300 Menschen im Auftrag von TÜV Rheinland.

 

Nach Erfahrung der Experten von Rheinland, die weltweit Hotels unter anderem auf ihre Servicequalität überprüfen, ist der beste Weg zur Aufbewahrung dagegen der Hotelsafe: "Wertsachen gegen Quittung an der Rezeption abgeben ist meist die beste Form der Aufbewahrung", so Olaf Seiche, Tourismusfachmann bei TÜV Rheinland. Dies bevorzugen allerdings nur gut 6 Prozent der Befragten.

 

Nur das Nötigste an Wertsachen einpacken

 

Teure Verluste können zudem bereits dadurch gut vereitelt werden, wenn Urlauber bereits vor der Reise überlegen, was notwendig ist und auf kostbare Wertsachen bestenfalls verzichten. Urlauber, die mit dem eigenen Fahrzeug die Reise antreten, müssen besonders in Europas Mittelmeerregionen auf der Hut sein. Schon beim Packen vor der Abfahrt gilt: Nur das Nötigste möglichst kompakt verstauen - ein bis unter das Dach beladenes Fahrzeug weckt das Interesse Krimineller.

 

Ratsam ist es auf bestimmten Strecken sogar, Gepäckstücke mit Fahrradschlössern von innen an den Türgriffen oder Sitzen zu befestigen. Bei der Autodiebstahl-Masche nützt dies allerdings nichts. Bei dieser machen Personen in einem anderen Fahrzeug während der Fahrt durch wildes Gestikulieren auf einen vermeintlichen Schaden am Wagen der Urlauber aufmerksam. Fahren diese auf den Seitenstreifen, werden sie durch die vermeintlichen Helfer aus dem Auto gelockt und abgelenkt. Ein Komplize nutzt das und stiehlt den kompletten Wagen. "Auf keinen Fall aufgrund irgendwelcher Hinweise von anderen Verkehrsteilnehmern anhalten. Diese dreiste Methode kommt immer häufiger vor", sagt Seiche.

 

Aufs Wildcampen verzichten

 

Vorsichtig sollten auch Wohnwagen- oder Wohnmobilurlauber auf den Haupturlaubsrouten in Europa sein, die ihre Fahrzeuge über Nacht wild - was in vielen Ländern erlaubt ist - abstellen. Ziele, die Kriminelle schon längst ins Visier genommen haben. Teilweise leiten die Täter dabei sogar Gas ins Innere, um die Insassen vor dem Raub zu betäuben. "Es gibt Gasdetektoren, die Alarm schlagen. Auch Hunde, die bei unbekannten Personen anschlagen, sind eine Hilfe", rät Seiche. Im Zweifel erweist sich jedoch stets der Campingplatz als sichere Übernachtungsvariante.

 

Parkplatzgebühren an deutschen Flughäfen - bis zu 490 Euro für zwei Wochen

Parken am Flughafen ist teuer. In Stuttgart werden für zwei Wochen in einem terminalnahen Parkhaus bis zu 490 Euro fällig. Auch in Düsseldorf (476 Euro) und Köln/Bonn (420 Euro) kostet zwei Wochen parken in Terminalnähe über 400 Euro. Den günstigsten Parkplatz gibt es mit 59 Euro für 14 Tage am Flughafen Münster/ Osnabrück.

 

Alternativparkplätze und Onlinebuchung senken die Kosten teilweise deutlich

 

Alle betrachteten Flughäfen bieten aber auch günstigere Alternativparkplätze an. Diese liegen zwar meist in einiger Entfernung zum Flughafen, häufig gibt es aber einen kostenlosen Shuttleservice. In Stuttgart werden beispielsweise für zwei Wochen auf dem günstigsten Parkplatz nur 96 Euro fällig - eine Ersparnis von 80 Prozent im Vergleich zum terminalnahen Parkhaus (490 Euro).

 

"Passagiere, die ihren Pkw während eines Urlaubs am Flughafen abstellen, sollten den Parkplatz nach Möglichkeit im Voraus online buchen", rät Guido Thurmann, Leiter Flüge bei CHECK24. "Eine Onlinebuchung garantiert nicht nur einen Stellplatz, häufig gibt es dafür sogar noch einen Rabatt."

 

Tipp: Urlaubsreisende sollten unbedingt darauf achten, ihren Wagen nicht auf einem Kurzzeitparkplatz abzustellen. Dann sind die Kosten für das Parken schnell höher als für den gesamten Urlaub.

 

Tagesticket in Terminalparkhaus kostet zwischen zwölf und 72 Euro

 

Geschäftsreisende zahlen für ein Tagesticket in einem terminalnahen Parkhaus am Flughafen Berlin-Schönefeld bis zu 72 Euro. Am günstigsten parken sie in Erfurt und Paderborn-Lippstadt. Hier werden für das Tagesticket nur zwölf Euro fällig.

 

Mautkosten im Überblick: So unterscheiden sich Straßengebühren im europäischen Ausland

Die Gebühren zur Nutzung der Autobahnen im europäischen Ausland unterscheiden sich stark. Teilweise hängt die Höhe der Kosten von Emissionsklasse, Gewicht oder Höhe des Fahrzeuges oder auch von der Tageszeit ab. Campanda, die weltweit größte Online-Plattform zum Mieten und Vermieten von Wohnmobilen und Campern, hat analysiert, welche Abgaben auf Reisende mit dem PKW oder dem Wohnmobil im Ausland zukommen.

 

Vignette für PKW-Fahrer günstiger

 

Die Vignettenpreise für Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen fallen meist niedriger aus als für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen. Vignetten können für einen, sieben oder zehn Tage oder für einen ganzen Monat erworben werden. In Rumänien fahren PKW-Fahrer mit einer Vignette für drei Euro am günstigsten. Ebenfalls preiswert ist die Vignette in der Republik Moldau mit vier Euro. In Slowenien gibt es für 15 Euro hingegen die teuerste Vignette für Autofahrer.

 

Schweizer Vignette für Wohnmobilfahrer am teuersten

 

Im Gegensatz zu PKW-Fahrern haben Urlauber mit Wohnwagen oder -mobil mit höheren Kosten zu rechnen. In der Schweiz kostet eine Vignette rund 28 Euro. Ungarn und Bulgarien sind mit knapp 22,50 Euro und 21 Euro etwas günstiger. Nur in der Republik Moldau (Vier Euro) und in Italien (Sechs Euro) kosten die Vignetten genauso viel wie für PKW.

 

Maut: Abgaben für 100 Kilometer Autobahn

 

Auch in Ländern, in denen keine Vignettenkosten fällig werden, ist meist das Gewicht des Fahrzeuges ausschlaggebend für die Höhe der Mautkosten. Pro 100 Kilometer Autobahn schwankt die Maut für Wohnmobilfahrer (über 3,5 Tonnen) in Österreich zwischen 22 Euro und 54 Euro. Somit ist das Land in dieser Gewichtsklasse am teuersten. In Tschechien bleibt es mit 0,31 Euro bis 0,46 Euro für Wohnmobilfahrer sehr günstig. Allerdings müssen in manchen Ländern zusätzlich noch Kautionskosten für die sogenannte Mautbox, ein elektronisches Bordgerät zur Erfassung der Autobahnmaut, mit einkalkuliert werden. In Tschechien kostet die Box Wohnmobilfahrer mit 60 Euro am meisten, die Box in Österreich mit nur fünf Euro am wenigsten.

 

In Polen können 100 Kilometer Autobahn für Autofahrer (unter 3,5 Tonnen) mit 28 Euro mit Abstand am teuersten werden, die zweitteuerste Nation ist mit 14 Euro Griechenland. Am günstigsten ist es für PKW-Fahrer in der Türkei mit maximal 0,61 Euro.

 

Hier drohen die höchsten Strafen

 

Mautschummler in Slowenien und der Slowakei seien gewarnt, denn die Länder verlangen empfindlich hohe Bußgelder. Wer in der Slowakei ohne Vignette durchs Land fährt und erwischt wird, muss bis zu 365 Euro büßen. Bis zu 800 Euro Strafe verlangt der slowenische Staat für die Nichtbeachtung der Vignettenpflicht. In der Schweiz fällt die Strafe mit 190 Euro geringer aus, doch zusätzlich dazu müssen die eingesparten Vignettenkosten nachbezahlt werden. In Ungarn fällt die Strafe mit 50 Euro am niedrigsten aus.

 

Wohin mit dem Heimtier im Urlaub?

Für Tierhalter ist es vor der gerade beginnenden Urlaubszeit oftmals eine schwere Entscheidung: Nehme ich mein Tier mit in die Ferien, oder lasse ich es betreuen? Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) gibt hilfreiche Tipps für diejenigen, die ohne ihr Tier in die Ferien fahren.

 

Reisende, die ihren Hund oder Katze nicht mitnehmen können, sollten sich frühzeitig erkundigen, ob Freunde oder Nachbarn das Tier versorgen können. "Unabhängig davon, ob es sich um einen privaten Kontakt oder einen professionellen Tiersitter handelt: Die Beteiligten sollten immer eine schriftliche Vereinbarung über die Inhalte und den Ablauf der Betreuung anfertigen, um mögliche Missverständnisse oder Streitigkeiten zu vermeiden", rät ZZF-Präsident Norbert Holthenrich.

 

Alternativ bietet sich auch eine Tierpension an. Doch wie findet man die richtige? "Tierhalter können sich beispielsweise beim örtlichen Tierschutzverein, ihrem Tierarzt oder anderen Tierhaltern eine Pension empfehlen lassen", so Holthenrich. "Am besten besuchen sie diese dann im Vorfeld und lassen sich dabei auch den verpflichtenden Sachkundenachweis nach Paragraf 11 des Tierschutzgesetzes zeigen. Er ist ein erster Hinweis auf die Seriosität der Unterkunft." Auch bei Tierpensionen gilt: unbedingt eine schriftliche Vereinbarung für die Betreuung erstellen!

 

Halter von Kleinsäugern können sich neben Tiersitting-Angeboten auch im Zoofachhandel nach einer Pflegestelle erkundigen. Viele Fachgeschäfte bieten eine Urlaubsbetreuung der Tiere an. Zu beachten ist: Zoofachmärkte benötigen für die Aufnahme von Pflegetieren eine amtstierärztliche Genehmigung nach §11 TschG.

 

Aquarien können heute über das eigene Smartphone überwacht werden. Auch eine automatische Fütterung ist möglich. Allerdings empfiehlt der ZZF ab einer Woche Abwesenheit, dass ein Zoofachhändler oder hilfsbereite Nachbarn regelmäßig die Gesundheit der Fische, Wasserstand und -temperatur sowie die Filterfunktion vor Ort überprüfen.

 

Wenn Tierhalter ihre Tiere aussetzen, in der Wohnung zurücklassen und dann in den Urlaub fahren, machen sie sich damit nicht nur strafbar, sondern nehmen auch billigend den möglichen Tod des Tieres in Kauf. "Es gibt in unserem Land so viele Möglichkeiten für eine Urlaubsbetreuung, dass niemand sein Tier aussetzen muss", zeigt sich Holthenrich darüber verständnislos und appelliert an alle Tierhalter: "Nutzen Sie die vielfältigen Betreuungsangebote für Ihr tierisches Familienmitglied, und setzen Sie nicht sein Leben aufs Spiel."

 

Die Hälfte der Deutschen geht im Urlaub unnötige Cyberrisiken ein

Fast 50 Prozent der Deutschen setzt im Urlaub in puncto Internetverbindung auf öffentliche WLAN-Netze - das ergibt das repräsentative G DATA IT-Security-Barometer unter 1.000 Internetnutzern im Mai 2018. Die Gefahr dabei: Die Netzwerke sind oft nur unzureichend abgesichert, wodurch Kriminelle den gesamten Datenverkehr mitlesen können. Im schlimmsten Fall droht Reisenden so der Verlust ihrer persönlichen Daten, wie Passwörter. Anwender sollten freie WLANs daher nur mit Vorsicht nutzen. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Auf Reisen verwenden die Deutschen ihr Mobilgerät insbesondere zum Versenden von Urlaubsgrüßen an Freunde und Familie (70 Prozent). Für die sichere Nutzung von Smartphones und Co. auf Reisen stellt das deutsche IT-Security-Unternehmen Nutzern eine Checkliste mit Tipps zur Verfügung - für einen erholsamen und cybercrime-freien Urlaub.

 

"Cyberkriminelle machen keinen Urlaub und nutzen die Reisezeit, um gezielt Nutzer anzugreifen", erklärt Tim Berghoff, G DATA Security Evangelist. "Eine beliebte Masche ist das Mitlesen des Datenverkehrs in nicht ausreichend abgesicherten WLAN-Netzen. Die Täter gelangen so beispielsweise an Zugangsdaten zu Onlinediensten oder Kreditkarteninformationen und können diese in Untergrundmärkten gewinnbringend weiterverkaufen. Ich rate Urlaubern daher, ihr Mobilgerät vor dem Reiseantritt umfassend abzusichern."

 

Urlauber setzen auf WLAN-Netze

 

Ob im Hotel, Flughafen oder der Strandbar - kostenlose WLAN-Netze stehen im Urlaub an vielen Stellen zur Verfügung und fast die Hälfte der deutschen Urlauber nutzt bevorzugt diese Angebote. Die am zweitmeisten genutzte Online-Möglichkeit in den Ferien ist das gebuchte Datenvolumen oder die Flatrate des eigenen Mobilgerätes. Jeder fünfte Deutsche verzichtet auf Reisen komplett auf das Internet.

 

Im Urlaub halten die Deutschen Kontakt zu Familie und Freunden

 

Fast 70 Prozent der Befragten nutzen ihr Mobilgerät im Urlaub, um Kontakt zur Heimat zu halten, z.B. über Messenger-Dienste, soziale Netzwerke oder Nachrichten. Wie das G DATA IT-Security-Barometer zeigt, ist das Fotografieren für die Deutschen mit 57 Prozent die zweitwichtigste Handlung mit dem Smartphone oder Tablet. Knapp die Hälfte der Urlauber nutzen ihr internetfähiges Gerät, um sich über Restaurants, Ausflüge oder Sehenswürdigkeiten im Ferienort zu informieren.

 

Nach dem Motto "Ich packe meinen Koffer" sollten Urlauber vor dem Reiseantritt nicht nur an Sonnencreme und Reiselektüre denken, sondern auch mit der Checkliste das Mobilgerät sicher für den Urlaub machen:

 

- Geschützt durch Security-Software: Eine leistungsfähige Sicherheitslösung gehört zur Grundausstattung jedes PCs und Mobilgeräts. Neben einem effektiven Virenschutz sollte diese auch einen Spam-Filter, eine Firewall und einen Echtzeitschutz gegen Online-Bedrohungen umfassen.

 

- Software-Sicherheitslücken schließen: Ein aktuelles Betriebssystem sowie Updates von Anwendungen und Apps schließen kritische Sicherheitslücken. Angriffe laufen somit ins Leere und der Computer oder das mobile Gerät bleibt sicher.

 

- Nur mit aktiviertem Diebstahlschutz reisen: Anwender sollten für den Fall eines Verlusts des Mobilgeräts vorsorgen und auf einen Diebstahlschutz setzen. So lässt sich das Gerät aus der Ferne orten, sperren und alle darauf gespeicherten Daten löschen. Bei Notebooks sollte die Festplatte verschlüsselt werden, sodass Diebe keine Chance haben, die gestohlenen Daten zu lesen.

 

- Daten sichern: Bevor es in den Urlaub geht, sollte eine Sicherheitskopie aller gespeicherten Daten auf einem externen Speichermedium erstellt werden. So sind Bilder und andere Informationen nicht unwiderruflich verloren, wenn das Gerät abhandenkommt oder gestohlen wird.

 

- Sperrnummern notieren: Urlauber sollten sich die Servicenummern von ihrem Mobilfunkanbieter sowie Kredit- und EC-Karten-Dienstleister merken. Im Fall eines Verlustes kann die betreffende Karte, der Surfstick oder das Mobilgerät umgehend gesperrt werden.

 

- Vorsicht bei öffentlichen WLANs: Öffentliche Hotspots, z.B. in Hotels oder am Flughafen, sind im Urlaub sehr beliebt. Oft sind diese aber nur ungenügend abgesichert, sodass Kriminelle den Datenverkehr mitlesen können. Daher sollte auf die Eingabe von persönlichen Informationen verzichtet oder eine sichere Internetverbindung genutzt werden, um online zu gehen.

 

- Online-Banking vermeiden: Reisende sollten während ihres Urlaubsaufenthaltes auf Online-Bankgeschäfte verzichten und keine persönlichen oder sensiblen Daten an öffentlichen Computern herunterladen oder speichern. Diese Rechner sind häufig nur unzureichend abgesichert.

 

Preis-Check bei Ryanair, easyJet und AirBerlin: Buchangst beim Billigflieger

Billigflieger werben mit krassen Schnäppchen-Preisen. So richtig teuer kommen jedoch meist Extras wie Gepäck oder Platzreservierung. Die können den Ticketpreis oft locker auf das Zehnfache katapultieren. Das zeigte ein Blick der Verbraucherzentrale NRW auf die Preislisten von drei großen Airlines. Ein Flug von Berlin nach Stockholm für 14,99 Euro - solche Knaller-Angebote befeuern das Geschäftsmodell der Billigflieger. Doch was in der Werbung erst mal günstig abhebt, kann am Ende viel teurer landen. Denn so einfach sind die Schnäppchen-Verbindungen nicht zu buchen. Vor dem Drücken des Kaufen-Buttons locken die Firmen mit diversen Extras, die oft teurer sind als der Flugpreis. Bei manchen Posten zweifeln Konsumentenschützer, ob sie rechtlich so einfach zusätzlich abzukassieren sind. Die Verbraucherzentrale NRW hat sich drei große Billigfluggesellschaften - Ryanair, easyJet und airberlin - genauer angesehen. Dabei stellte sich heraus: Mit dem Kosten-in-die-Höhe-treiben kennt sich das Trio bestens aus. Ryanair beispielsweise startete seinen Posten-Marathon bei der Kreditkarte. Wer damit zahlte, war mit rund 30 Cent dabei. Für jedes Gepäckstück bis 15 Kilo kassierte Ryanair 15 Euro, für 20-Kilo-Koffer waren es 25 Euro. Damit nicht genug. Eine Flugbestätigung per SMS gab´s für 1,69 Euro, einen Parkplatz für 39 Euro am Tag, den Shuttle aus der Innenstadt für 22 Euro, obendrein konnten der Mietwagen sowie weitere Aufpreise für Sportgeräte oder Instrumente gebucht werden. Ähnlich bis ins Kleinste ausgefeilt agierten die beiden Konkurrenten der in Irland beheimateten Linie. Interessantes ans Licht brachte auch der direkte Vergleich des Trios bei ähnlichen Positionen. Dazu gehört etwa die Sitzreservierung. easyJet schaffte es, die zu staffeln: vom einfachen Platz für 2,99 Euro über den Sitz "ganz vorne" für 7,49 Euro bis hin zu dem mit "extra viel" Beinfreiheit für 10,99 Euro. Konkurrent Ryanair beließ es dagegen bei einer Kategorie. Dafür kostete die gleich mal 10 Euro. Noch dreister kalkulierte airberlin. Hier schlug der Platz mit 11,99 Euro zu Buche, der Sessel "XXL" sogar mit satten 20 Euro. Enorme Unterschiede gab´s auch bei der Reise-Versicherung. Abzuschließen war sie - mit unterschiedlichem Leistungsumfang - mal für 2,90 Euro, mal für 10,50 Euro oder auch für 15,50 Euro. Insgesamt fanden die Verbraucherschützer bei den drei Unternehmen - abhängig vom Flugziel - im Schnitt rund acht Posten. Wer einen buchte, bekam teilweise weitere kostenpflichtige Optionen präsentiert wie etwa eine noch umfassendere und natürlich teurere Reise-Versicherung.

 

Wichtig zu wissen: Mittlerweile bieten airberlin und easyJet Servicepakete an, in denen gleich mehrere Extras zusammengefasst sind. Bei airberlin heißt dieses Angebot FlyFlex. Darin enthalten sind unter anderem zwei Handgepäckstücke, zwei Koffer, Sitzplatzreservierung, Sonderkonditionen beim Einchecken, 150 Prozent der Bonusmeilen und die Möglichkeit umzubuchen. Doch Vorsicht: Preisbewusste Reisende, die das Paket anklicken, kann danach durchaus Buchangst erfassen. Sie durften beispielsweise staunen, wie ein Flugpreis von 48,71 Euro so richtig abhob: auf steile 448,71 Euro. Das war fast zehnmal so viel wie der Schnäppchenpreis. Nicht ganz so hoch katapultierte das Servicepaket von easyJet die Flugkosten. Statt 28,49 Euro wurden nun stolze 87,40 Euro abkassiert - immerhin fast dreimal so viel. Ärgerlich: Wer Extras bei der Online-Buchung widersteht, ist noch nicht aus dem Euro-Schneider. Viele kommen beim Online-Check-In wieder. 

 

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