Paradigmenwechsel in der Pflege

„Hier wird ein Entwicklungsprozess in Gang gesetzt, der das Altern in dieser Gesellschaft ein Stück humaner macht. Das ist ein neuer Blick auf die Pflege“, erklärte Gernot Kiefer, Vorstand des GKV-Spitzenverbandes, der Berliner Zeitung kurz vor dem Start eines neuen Bewertungssystems in der Pflegeversicherung. Seit Beginn dieses Jahres wird Pflegebedürftigkeit nicht mehr an einem in Minuten erfassten Hilfebedarf, sondern ausschließlich daran gemessen, wie stark die Selbständigkeit eines Menschen bei der Bewältigung seines Alltags beeinträchtigt ist und in welchem Umfang er deshalb Hilfe benötigt.

 

Den Medizinischen Dienst sieht Kiefer gut vorbereitet für die neue Form der Pflegebegutachtung. „Die Gutachter sind umfassend geschult und wir wissen durch Umfragen, dass sie das neue Begutachtungsverfahren für wesentlich geeigneter halten, die Lebenssituation der Menschen richtig zu beschreiben und zu beurteilen.“

 

Hinsichtlich der Finanzierung geht Kiefer davon aus, dass in der Pflege mindestens die nächsten vier Jahre keine Beitragssatzerhöhung nötig sein wird. „Dank der guten Beschäftigungslage werden die Reserven zum Ende des Jahres bei mehr als acht Milliarden Euro liegen. Der ab 1. Januar 2017 gesetzlich erhöhte Beitragssatz und die Rücklagen sorgen dafür, dass die Beiträge zur Pflegeversicherung nach unseren Berechnungen mindestens bis Ende 2020 stabil bleiben. Ein Beitragsanstieg spätestens Anfang 2022 ist sehr wahrscheinlich.“

 

 

Probleme bei der Umstellung in der Pflegezusatzversicherung

Ab 2017 gibt es mehr Geld im Pflegefall – in der Pflegepflichtversicherung und auch bei privaten Pflegezusatzversicherungen. Diese positiven Auswirkungen des Pflegestärkungsgesetzes 2 gibt es aber nicht umsonst – die Beiträge steigen sowohl in der Pflegepflicht- als auch der Pflegezusatzversicherung. Verbraucher berichten zudem von Problemen bei der Umstellung.

Millionen von Versicherten, die durch eine private Pflegezusatzversicherung den Teilkaskoschutz der gesetzlichen Pflegeversicherung verbessert haben, bekommen in diesen Tagen Post von ihrem Versicherer: Die Schreiben informieren darüber, dass ab dem neuen Jahr die Pflegebedürftigkeit nicht mehr in drei Pflegestufen, sondern in fünf Pflegegrade eingeteilt wird, wie die Überleitung aus den bisherigen Pflegestufen erfolgt, woran sich die Beurteilung der Pflegebedürftigkeit bemisst und dass Verbraucher keine schlechteren Leistungen erhalten.

 

In diesen Schreiben der Versicherer wird regelmäßig auch eine Beitragserhöhung für die Pflegezusatzversicherung mitgeteilt. Ein paar Prozent Erhöhung in dieser wichtigen Zusatzversicherung sind akzeptabel, zum Teil werden die Beiträge aber um über 30 Prozent erhöht. In diesen Fällen sollten Versicherer detailliert aufzeigen, wie hoch der Anteil des Pflegestärkungsgesetztes daran ist und ob auch andere Faktoren eine Rolle spielen. "Auf keinen Fall darf aber einfach in den Leistungsumfang eingegriffen werden", so Peter Grieble von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. "Verbraucher können zu Recht erwarten, dass sich die Leistung durch die Überleitung in Pflegegrade nicht verschlechtert und dass Versicherer transparent und nachvollziehbar über die Umstellung informieren", so Grieble weiter.

 

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Die Zahl der Pflegebedürftigen wird in den nächsten Jahren erheblich steigen. So werden rund 27 Millionen Menschen in Deutschland voraussichtlich in spätestens zehn Jahren einen Pflegefall in der Familie haben. Dabei kann ein Pflegeplatz mehrere tausend Euro im Monat kosten und durch die Pflegepflichtversicherung ist nur rund die Hälfte der Kosten gedeckt. Wer kann sich das leisten? Nach neuesten Berechnungen des Bundesgesundheitsministerium kann es jeden zweiten Bundesbürger treffen! Wir von der Redaktion Verbraucherfinanzen-Deutschland.de haben uns zusammen mit dem renommierten Analysehaus kvpro aktuell die Marktangebote ergänzender privater Pflegetagegeldversicherungen angesehen und daraus die absolut leistungsstärksten Angebote 2016 zur persönlichen Orientierung unserer Leser, ermittelt. Auf was sollte bei der Auswahl geachtet werden? Welche Versicherungsangebote bieten mehr Leistungen, mit welchen Kosten sollte man kalkulieren? Die Antworten darauf finden Sie in der neuen Studie!

 

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Pflegefall kann jeder werden! Was dann?

Wie ist man gegenüber einem Pflegefall abgesichert? Reicht die staatliche Pflegeversicherung nicht aus? Muss man für seine Eltern zahlen wenn es nicht reicht? Mehr dazu in diesem Videobeitrag zur Studie Pflegeabsicherung.

Pflegeabsicherung: Auf was sollten Verbraucher achten?

Video-Diskussionsrunde zum Thema Pflegeabsicherung u.a. mit folgenden Fragen: Wie groß ist das Risiko dass man selbst später pflegebedürftig wird und was sind die Kosten mit denen man rechnen muss? Nun gibt es ja die gesetzliche Pflegepflichtversicherung die eine Teildeckung der Kosten trägt. Was sollte man unbedingt als Verbraucher beachten bei der Auswahl einer ergänzenden privaten Pflegeversicherung? Wie kalkulieren Versicherer das Risiko der Demenzerkrankung in den derzeitigen Tarifangeboten? Ist dies in den Beiträgen ausreichend berücksichtigt? Was passiert wenn jemand Vorerkrankungen hat, kann man sich trotzdem privat Pflegeversichern? Wodurch zeichnet sich ein sogenannter Pflege-Bahr-Tarif aus? Die Werbung verspricht gerade jungen Leuten sehr preisgünstige Pflegetagegeldversicherungen. Kalkulieren die Versicherer bereits jetzt mit hohen Beitragssteigerungen in diesen Tarifen? Private Pflegetagegeldversicherungen müssen Kunden ein Leben lang zahlen. Was passiert im Alter als Rentner wenn man die Beiträge nicht mehr aufbringen kann?

 

Zu diesen Themen diskutieren Manuela Kiechle, Vorstandsmitglied der Bayerischen Versicherungskammer, Oliver Nittmann, Geschäftsführer AXA Kranken Makler GmbH und Gerd Güssler, Geschäftsführer des auf Pflegeversicherungen spezialisierten Analysehauses KVPro. Moderiert wird die Diskussionsrunde von Friedrich A. Wanschka, Chefredakteur Verbraucherfinanzen-Deutschland.de.

Risiko Pflegefall: Kann ich mir das als Rentner leisten?

Video-Diskussionsrunde zu den Themen: Wie hoch ist das Risiko dass man zu einem Pflegefall wird? Wie alt werden die Deutschen künftig werden? Gibt es dann ausreichend Pflegeplätze? Ist das Pflegerisiko eines der am meisten unterschätzten Risiken der Deutschen? Wie teuer sind Pflegeplätze und was bieten Versicherungsgesellschaften an Absicherung an?

 

Es diskutieren Lars Georg Volkmann, Vorstandsmitglied der VPV Versicherungen, Gerd Güssler, Geschäftsführer des Versicherungs - Analysehauses KVPro, Prof.Dr. Jochen Ruß, Geschäftsführer IFA, Institut für Finanz- und Aktuarwissenschaften, und Friedrich A. Wanschka, Chefredakteur Verbraucherfinanzen-Deutschland.de.

Kinder müssen für ihre Eltern zahlen - Neues BGH-Urteil macht deutlich: Pflegezusatzversicherungen sind unbedingt notwendig

Ohne Pflegezusatzversicherung geht fast nichts mehr. Das zeigt auch die jetzt veröffentlichte Entscheidung des Bundesgerichtshofs (Aktenzeichen XII ZR 148/09) in Karlsruhe. Die Bundesrichter entschieden, dass ein 48jähriger Mann die Pflegekosten für seine schizophrene Mutter übernehmen müsse, selbst wenn das Mutter-Kind-Verhältnis schon seit frühester Jugend zerrüttet gewesen ist. Im vorliegenden Fall muss der Mann, der seine Mutter in seiner Kindheit nur selten sah, deutlich mehr als 40.000 Euro für die Pflegekosten-Nachzahlungen aufbringen.

 

"Die Gefahr, durch die Pflegebedürftigkeit der Eltern das eigene Vermögen zu verlieren, ist sehr groß: Heute sind schon 30 Prozent - fast jeder Dritte - aller über 80Jährigen pflegebedürftig", sagt Regina Weihrauch, FinanzFachFrau in Göttingen und verweist darauf, dass für die Kosten von Pflegefällen - wie im Urteil des BGH - auch Sohn oder Tochter des Pflegepatienten herangezogen werden.

 

Fakt ist, wenn Eltern pflegebedürftig werden, reicht ihre Rente meist nicht für die Pflegekosten aus. Dabei kann sehr schnell ihr ganzes Vermögen drauf gehen - ganz gleich, ob durch Kosten für das Pflegeheim oder für die Betreuung rund um die Uhr zu Hause. Ist das Vermögen aufgebraucht, werden die Kinder zum Unterhalt herangezogen. Nach Paragraph (§) 1601 BGB sind Verwandte in gerader Linie verpflichtet, einander Unterhalt zu gewähren. Das bedeutet, dass Eltern und Kinder und mittelbar auch Schwiegereltern und "Schwiegerkinder" für die finanzielle Lücke aufkommen müssen.

 

Im Notfall verlangt der Sozialstaat für die noch offen stehenden Pflegekosten Zahlungen aus dem laufenden Einkommen der Kinder. Reicht das nicht aus, werden auch die finanziellen Rücklagen von Sohn und/oder Tochter belastet. Die durchschnittlichen stationären Pflegekosten in der Pflegestufe II belaufen sich heutzutage auf geschätzte 2.812 Euro pro Monat. Da die gesetzliche Pflegepflichtversicherung hier aber nur 1.279 Euro zahlt, verbleiben monatlich 1.533 Euro Kostenanteil, für die Kinder und andere direkte Verwandte aufkommen müssen.

 

"Diese Lücke kann nur durch eine private Pflegezusatzversicherung geschlossen werden", sagt die FinanzFachFrau Weihrauch. Kinder sollten für ihre Eltern eine solche Versicherung abschließen. Nur so können sie sich vor den finanziellen Risiken schützen, denen sie ausgesetzt sind. Wenn beispielsweise nur fünf Jahre Pflegebedürftigkeit besteht, entsteht eine Leistungslücke von 91.980 Euro (siehe Kasten), für die Kinder aufkommen müssten. Die durchschnittliche Pflegebedürftigkeit beträgt übrigens sieben Jahre.

 

5 Jahre Dauer der Pflegebedürftigkeit

Pflegeheimkosten (Pflegestufe II): 168.720 Euro

Zuschuss der gesetzlichen Pflegeversicherung: 76.740 Euro

Verbleibende Finanzierungslücke: 91.980 Euro

 

Es gibt Pflegerenten-, Pflegekosten- oder Pflegetagegeld-Versicherungen, um die finanzielle Lücke zur gesetzlichen Pflegeversicherung auszugleichen. Die FinanzFachFrauen raten, sich unbedingt unabhängig beraten zu lassen. Jeder müsse selbst entscheiden, welche Vorsorge-Form in der jeweils individuellen Situation am besten passt.

 

"Es ist nicht nur sinnvoll, die Eltern noch rechtzeitig in Sachen Pflegekosten abzusichern. Auch selbst sollte man an eine eigene Pflegezusatzversicherung denken", macht Regina Weihrauch deutlich. Nur so könne man auch die eigenen Kinder vor dem Finanzdebakel mit Pflegekosten im Alter schützen. "Damit helfen Sie Ihren Kindern mehr als mit einer Ausbildungsversicherung", weiß Regina Weihrauch, 48 und selbst Mutter von zwei Kindern. Sie hat schon vor sechs Jahren eine Pflegetagegeld-Versicherung abgeschlossen.

 

Für Frauen, die heute 50 Jahre sind, besteht zu 69 Prozent die Wahrscheinlichkeit, dass sie mit 95 pflegebedürftig sind (siehe Kasten). Das unterstreicht die Dringlichkeit, rechtzeitig eine Pflegezusatzversicherung abzuschließen.

 

Lebenserwartung und Pflegebedürftigkeit für den Geburtsjahrgang 1960:

Statistische Lebenserwartung für Frauen 95 Jahre, für Männer 91 Jahre;

statistisch gesehen werden 31 Prozent dieser Frauen und 13 Prozent dieser Männer im Alter von 85 Jahren pflegebedürftig sein. Zu 69 Prozent bei Frauen und zu 34 Prozent bei Männern besteht die Wahrscheinlichkeit, dass sie mit 95 Jahren pflegebedürftig sind.

 

Die FinanzFachFrauen weisen darauf hin, dass jeder selbst vorsorgen muss, wenn das mühsam angesparte Vermögen und alle Rücklagen nicht von den Pflegekosten (für die eigene Pflegebedürftigkeit oder die der Eltern) "aufgefressen" werden soll.

Repräsentative Umfrage: Bereitschaft zur Pflege von Familienangehörigen geht zurück

Jeder Fünfte Bundesbürger würde ein Familienmitglied rund um die Uhr pflegen. Allerdings hat die Bereitschaft der Deutschen zur umfassenden Betreuung ihrer Angehörigen stark nachgelassen. So wollten vor fünf Jahren noch doppelt so viele die Rundumpflege übernehmen. Auch der Anteil derer, die ihren Familienmitgliedern die Unterstützung im Pflegefall komplett verweigern, ist von rund sechs auf elf Prozent gestiegen. Dies ergab die Studie "Kundenkompass Selbstbestimmung im Alter" der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut auf der Basis zweier repräsentativer Bürgerbefragungen.

 

Vor allem bei den Beschäftigten in der Privatwirtschaft ist die Bereitschaft gering, sich intensiv um ihre pflegebedürftigen Angehörigen zu kümmern - hier würden lediglich 15 Prozent eine Rundumpflege übernehmen. "Offensichtlich fällt es dieser Gruppe immer schwerer, Beruf und Pflege miteinander in Einklang zu bringen", sagt Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des ZQP. "Es ist daher richtig, dass der Gesetzgeber hier aktiv werden will. Ein erster Ansatz ist es, Berufstätigen durch eine Pflegeauszeit die Möglichkeit einzuräumen, sich um ihre Angehörigen zu kümmern." So ist bei Hausfrauen und -männern die Bereitschaft zur Pflege mit 27 Prozent deutlich höher.

 

Konkrete Hilfsleistungen gefragt

 

Insgesamt werden in der Zukunft angesichts der demografischen Entwicklung und sich verändernder Familienstrukturen immer weniger Pflegebedürftige überhaupt auf die Unterstützung von Angehörigen zurückgreifen können - darüber machen sich die Befragten keine Illusionen. Sie wollen daher vorsorgen - und zwar vor allem, um sich im Pflegefall Assistance-Leistungen finanzieren zu können. Dabei rangiert die Haushaltshilfe mit 60 Prozent an erster Stelle. Mehr als jeder Zweite will außerdem sparen, um sich eine bedarfsgerechte Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch ein Nicht-Familienmitglied leisten zu können. "Diese Zahlen beweisen: Die Bundesbürger wissen, dass sie in der Zukunft auch im Pflegefall immer häufiger auf sich allein gestellt sein werden. Es gilt nun, das Angebot an Unterstützungsleistungen zu diversifizieren. Wir benötigen in der ambulanten Pflege neue und kreative Angebote, die den unterschiedlichen Wünschen und Bedürfnissen der Menschen gerecht werden und gleichzeitig eine qualitativ hochwertige Betreuung sicherstellen", so der ZQP-Vorstandsvorsitzende.

Seniorenheim: Darauf sollten Sie bei der Suche achten

Bei der Wahl der Pflegeheims gibt es einige Dinge zu beachten. Das fängt beim eigenen Zimmer an, kann aber auch die Verpflegung und die Pflegeleistung des jeweiligen Heimes betreffen. Die ARAG Experten zeigen auf, worauf Sie bei der Wahl des neuen Ruhesitzes ankommt.

 

Auf die Bedürfnisse kommt es an
Wenn plötzlich das Leben im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung ohne fremde Hilfe nicht mehr möglich ist, entscheiden sich viele Senioren, in ein Heim zu ziehen. Oft treffen auch die Verwandten diese Entscheidung, nämlich dann, wenn sie die Pflege der Familienangehörigen nicht selbst leisten können. Die Frage, welches Pflegeheim das richtige ist, stellt die meisten vor eine große Herausforderung. Was viele bei der Wahl nicht bedenken ist, dass sich die Bedürfnisse der Betroffenen mit der Zeit ändern können.

Auf die Pflegeleistung achten
Eine gute und ausreichende Pflegeleistung des Heims sollte bei der Entscheidungsfindung unbedingt eine Rolle spielen. Die meisten Beschwerden von Heimbesuchern betreffen nämlich Unzulänglichkeiten in diesem Sektor. ARAG Experten empfehlen, sich bei der Wahl des Heims ausreichend Zeit zu lassen und dort auch mal einen "Überraschungsbesuch" abzustatten. Sprechen Sie mit den Heimbewohnern und machen Sie sich einen Eindruck vom Pflegepersonal. Wie geht dieses mit den Bewohnern um? Wie ist die Atmosphäre? Auch sollten Sie sich erkundigen, ob das Pflegepersonal häufig wechselt oder ob die Heimbewohner nach Möglichkeit immer von der selben Person versorgt werden. Was viele nicht wissen: Die Pflegeheime unterstehen Qualitätskontrollen, die seit 2009 auch im Internet oder im Pflegeheim selbst veröffentlicht werden müssen. ARAG Experten weisen in diesem Zusammenhang auf den Service der Krankenkassen hin, die nicht nur geeignete Pflegeheime heraussuchen, sondern auch gleich die Pflegenote der einzelnen Unterkunft mitliefern.

Unterschreiben Sie nichts ungelesen
Viele Heime behalten sich zum Beispiel vor, ihren Bewohnern nach Bedarf ein anderes Zimmer zuzuweisen. Auf solche Klauseln sollten Sie unbedingt achten und diese gegebenenfalls aus dem Vertrag streichen lassen. Davon auszunehmen ist natürlich ein erforderlicher Zimmerwechsel beispielsweise durch eine geänderte Pflegestufe. Auch sollten Sie genau darauf achten, welche Zimmerausstattung im Vertrag vorgegeben ist und wie der tatsächliche Zustand ist. Das gilt auch bei der Verpflegung. Kommt alles frisch auf den Tisch oder doch eher aus der Konserve? Auch hier geben die Pflegenoten eine gute Übersicht über die Gesamtleistung. Bewertet werden nämlich laut ARAG Experten nicht nur die Qualität der Pflege, sondern auch der Umgang mit den Bewohnern, die Betreuung bzw. das soziale Angebot, der Wohnungs- und Hygienezustand sowie die Verpflegung.

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