Pflegeservices werden immer wichtiger

Haben Sie sich auch schon gefragt, wer kann mir helfen, wenn es zu einem Pflegefall kommt? Wer kann dann einem bei den zu trffenden Entscheidungen helfen, fachgerecht beraten und unterstützen? 

 

Dafür gibt es Pflegedienstleister die als Ansprechpartner und Berater unterstützend tätig sind. Einige private Pflegeversicherungen bieten auch solche Dienstleistungsberatungen im Rahmen ihrer Versicherungspolicen an. Auf was Verbraucher achten sollten? Sehen Sie dazu mehr in den folgenden, aktuellen Ratgeber-Filmbeiträgen von Verbraucherfinanzen-Deutschland.de:

 

TIPP zur Pflegeabsicherung: Pflegeservices werden immer wichtiger!

 

Pflegeplatzgarantie – gibt es die?

 

Nie ins Heim!

 

Neue Pflegebegutachtung: Medizinische Dienste ziehen erste positive Bilanz

Den umfassenden Blick auf die Pflegebedürftigkeit eines Menschen bei der Begutachtung bewerten sowohl die Betroffenen als auch die Gutachter positiv. „Das neue Verfahren ist für die Versicherten und Angehörigen transparent und nachvollziehbar, denn alle elementaren Lebensbereiche werden angesprochen“, sagt Bernhard Fleer, Seniorberater Pflege beim MDS. Pflegebedürftige mit gerontopsychiatrischen Erkrankungen wie zum Beispiel Demenz können nun besser begutachtet werden: „Sie sind vor allem im Anfangsstadium ihrer Erkrankung zwar meistens noch körperlich fit, aber in ihren kognitiven Fähigkeiten eingeschränkt oder sie zeigen belastendes Verhalten. Das wird nun besser berücksichtigt“, erläutert Fleer. Auch die Gutachter bestätigen, dass sie mit dem neuen Verfahren viel besser erkennen können, mit welchen Maßnahmen die Selbstständigkeit des Pflegebedürftigen erhalten und gefördert werden kann. Mit dem neuen Verfahren schätzen sie den Grad der Selbstständigkeit in sechs elementaren Lebensbereichen ein – von Mobilität, Selbstversorgung über Verhaltensweisen und psychische Problemlagen, kognitive und kommunikative Fähigkeiten bis hin zu Umgang mit krankheitsbedingten Anforderungen und Gestaltung des Alltagslebens. 

 

Dringende Fälle werden trotz erhöhtem Auftragsvolumen fristgerecht bearbeitet

 

Aufgrund des hohen Auftragsvolumens müssen Versicherte mit einer Bearbeitungsdauer von vier bis zu acht Wochen rechnen. Für dringliche Fälle gibt das Gesetz Fristen vor, in denen der gesamte Vorgang vom Antrag bis zum Leistungsbescheid durch die Pflegekasse erfolgt sein muss. So gilt für Pflegebedürftige beim Übergang vom Krankenhaus oder von der Reha-Einrichtung in die Pflege eine Ein-Wochen-Frist. Das heißt: Innerhalb von einer Woche stellt ein MDK-Gutachter die Pflegebedürftigkeit fest und die Krankenkasse erteilt einen entsprechenden Leistungsbescheid. Diese Ein-Wochen-Frist gilt auch für Begutachtungen bei Versicherten, die in der Palliativpflege sind. Wenn Angehörige eine Pflegezeit beantragen, so gilt eine Zwei-Wochen-Frist. Und bei Erstanträgen auf Heimpflege oder Pflege durch einen ambulanten Pflegedienst gilt eine 25-Arbeitstage-Frist. All diese Fristen werden aktuell vom MDK in rund 96 Prozent aller Fälle eingehalten. Für alle Begutachtungsfälle gilt: Der Leistungsanspruch gilt ab dem Tag, an dem jemand seinen Antrag gestellt hat. Die Leistungen werden auch nachträglich gewährt. Pflegegeld und andere Leistungen werden bei der Zuerkennung eines Pflegegrades nachgezahlt.

 

 

Die 115 als Wegweiser für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige

Wo erhalten Pflegebedürftige und pflegende Angehörige Informationen und Unterstützung? Wann besteht beispielsweise ein Anspruch auf Pflegezeit oder Familienpflegezeit? Welche Pflegegrade und welche Leistungen der Pflegeversicherung und Hilfe zur Pflege gibt es?

Im Pflegefall kommen viele Fragen auf pflegende Angehörige und Pflegebedürftige zu. Da fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Ab sofort hilft nun auch die Behördennummer 115 schnell und zuverlässig bei allen Fragen rund um das Thema Pflege.

Ingrid Fischbach, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit: "Wir haben in den letzten Jahren viel für die Pflege bewegt. Fünf Milliarden Euro zusätzlich pro Jahr bedeuten spürbar mehr Leistungen und Unterstützung für die pflegebedürftigen Menschen und ihre Angehörigen. Jetzt ist es wichtig, dass diese Hilfe aber dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Deshalb haben wir die Pflegeberatung deutlich ausgeweitet und die Zusammenarbeit der Verantwortlichen in den Kommunen gestärkt.

Auch pflegende Angehörige haben nun einen eigenständigen Anspruch auf Beratung. Das neue Angebot der 115 ist hier ein weiterer hilfreicher Baustein, um Antworten auf Fragen rund um die Pflege direkt am Telefon zu erhalten."

"Gute Pflege verdient höchsten Respekt. Das weiß jeder, der schon einmal auf die Unterstützung anderer angewiesen war, ob als Betroffener oder als Angehöriger. Es ist wichtig und gut, dass Fragen zur Pflege auch bei der 115 beantwortet werden", so Gabriele Lösekrug-Möller, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Dr. Ole Schröder, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern macht deutlich: "Die einheitliche Behördennummer 115 steht beispielhaft für eine partnerschaftliche ebenenübergreifende Zusammenarbeit und eine intelligente Vernetzung von Kommunen, Ländern und Bund - praktisch gelebter Bürgerservice. Die 115 erweitert ihr Angebot für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige und ist für sie eine echte Hilfe bei zahlreichen Verwaltungsanliegen. Sie können ihre Fragen unkompliziert telefonisch klären, unabhängig von Zuständigkeiten oder Öffnungszeiten in den Ämtern."Beider 115 sind pflegende Angehörige und Pflegebedürftige immer richtig. Jeden Wochentag von 8 bis 18 Uhr informieren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Themen wie:

  • Pflegegeld
  • Sach- und Kombileistungen der Pflegeversicherung
  • Pflegehilfsmittel
  • wohnumfeldverbessernde Maßnahmen und Förderung des altersgerechten Wohnens
  • Pflegeunterstützungsgeld der Pflegeversicherung bei Arbeitsbefreiung in einer akuten Pflegesituation
  • zinslose Darlehen bei Freistellung oder Reduzierung der Arbeit zur Pflege eines nahen Angehörigen
  • Leistungen der Hilfe zur Pflege

 

Vergleichsstudie Pflegeabsicherung: Die leistungsstärksten Anbieter 

Die leistungsstärksten privaten Pflegetagegeldversicherungen im Vergleich! Kostenfreie Onlineversion von Verbraucherfinanzen-Deutschland.de!

 

Die Zahl der Pflegebedürftigen wird in den nächsten Jahren erheblich steigen. So werden rund 27 Millionen Menschen in Deutschland voraussichtlich in spätestens zehn Jahren einen Pflegefall in der Familie haben. Dabei kann ein Pflegeplatz mehrere tausend Euro im Monat kosten und durch die Pflegepflichtversicherung ist nur rund die Hälfte der Kosten gedeckt. Wer kann sich das leisten? Nach neuesten Berechnungen des Bundesgesundheitsministerium kann es jeden zweiten Bundesbürger treffen! Wir von der Redaktion Verbraucherfinanzen-Deutschland.de haben uns zusammen mit dem renommierten Analysehaus kvpro aktuell die Marktangebote ergänzender privater Pflegetagegeldversicherungen angesehen und daraus die absolut leistungsstärksten Angebote 2016 zur persönlichen Orientierung unserer Leser, ermittelt. Auf was sollte bei der Auswahl geachtet werden? Welche Versicherungsangebote bieten mehr Leistungen, mit welchen Kosten sollte man kalkulieren? Die Antworten darauf finden Sie in der neuen Studie!

 

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Druckausgabe: Die Studie ist als Printausgabe für 30 Euro pro Exemplar zzgl. Porto kostenpflichtig erhältlich, solange der Vorrat reicht. Anfragen bitte unter klee@verbraucherfinanzen-Deutschland.de

Pflegefall kann jeder werden! Was dann?

Wie ist man gegenüber einem Pflegefall abgesichert? Reicht die staatliche Pflegeversicherung nicht aus? Muss man für seine Eltern zahlen wenn es nicht reicht? Mehr dazu in diesem Videobeitrag zur Studie Pflegeabsicherung.

Risiko Pflegefall: Kann ich mir das als Rentner leisten?

Video-Diskussionsrunde zu den Themen: Wie hoch ist das Risiko dass man zu einem Pflegefall wird? Wie alt werden die Deutschen künftig werden? Gibt es dann ausreichend Pflegeplätze? Ist das Pflegerisiko eines der am meisten unterschätzten Risiken der Deutschen? Wie teuer sind Pflegeplätze und was bieten Versicherungsgesellschaften an Absicherung an?

 

Es diskutieren Lars Georg Volkmann, Vorstandsmitglied der VPV Versicherungen, Gerd Güssler, Geschäftsführer des Versicherungs - Analysehauses KVPro, Prof.Dr. Jochen Ruß, Geschäftsführer IFA, Institut für Finanz- und Aktuarwissenschaften, und Friedrich A. Wanschka, Chefredakteur Verbraucherfinanzen-Deutschland.de.

Studie: Anzahl Pflegebedürftiger nimmt stark zu

Der Anteil der Neuzugänge im Pflegeheim, welche direkt aus dem Krankenhaus überwiesen werden, hat sich innerhalb von zehn Jahren auf über 70 Prozent mehr als verdoppelt. Gleichzeitig nimmt der Anteil der Pflegebedürftigen der leichtesten Stufe 1 in den Pflegeheimen kontinuierlich zu (von ca. 30 auf nahezu 40%).

 

Beide Entwicklungen seien besorgniserregend, so die Autoren der Studie, doch durch Maßnahmen wie Reha vor Pflege, Kurzzeitpflege, Einbindung von Sozialdiensten und Einsatz von Technologie zum besseren Informationsaustausch oder im Rahmen von Ambient Assisted Living könnten viele dieser Heimbewohner in ihrem gewohnten Umfeld bleiben.

 

Angehörige oder Betroffene sind in den akuten Situationen oft maßlos überfordert, hier wird von der Politik deutlich mehr erwartet fordern die Autoren der Studie „Pflegeheim Rating Report 2017 .

 

Kinder müssen für ihre Eltern zahlen - BGH-Urteil macht deutlich: Pflegezusatzversicherungen sind unbedingt notwendig

Ohne Pflegezusatzversicherung geht fast nichts mehr. Das zeigt auch die jetzt veröffentlichte Entscheidung des Bundesgerichtshofs (Aktenzeichen XII ZR 148/09) in Karlsruhe. Die Bundesrichter entschieden, dass ein 48jähriger Mann die Pflegekosten für seine schizophrene Mutter übernehmen müsse, selbst wenn das Mutter-Kind-Verhältnis schon seit frühester Jugend zerrüttet gewesen ist. Im vorliegenden Fall muss der Mann, der seine Mutter in seiner Kindheit nur selten sah, deutlich mehr als 40.000 Euro für die Pflegekosten-Nachzahlungen aufbringen.

 

"Die Gefahr, durch die Pflegebedürftigkeit der Eltern das eigene Vermögen zu verlieren, ist sehr groß: Heute sind schon 30 Prozent - fast jeder Dritte - aller über 80Jährigen pflegebedürftig", sagt Regina Weihrauch, FinanzFachFrau in Göttingen und verweist darauf, dass für die Kosten von Pflegefällen - wie im Urteil des BGH - auch Sohn oder Tochter des Pflegepatienten herangezogen werden.

 

Fakt ist, wenn Eltern pflegebedürftig werden, reicht ihre Rente meist nicht für die Pflegekosten aus. Dabei kann sehr schnell ihr ganzes Vermögen drauf gehen - ganz gleich, ob durch Kosten für das Pflegeheim oder für die Betreuung rund um die Uhr zu Hause. Ist das Vermögen aufgebraucht, werden die Kinder zum Unterhalt herangezogen. Nach Paragraph (§) 1601 BGB sind Verwandte in gerader Linie verpflichtet, einander Unterhalt zu gewähren. Das bedeutet, dass Eltern und Kinder und mittelbar auch Schwiegereltern und "Schwiegerkinder" für die finanzielle Lücke aufkommen müssen.

 

Im Notfall verlangt der Sozialstaat für die noch offen stehenden Pflegekosten Zahlungen aus dem laufenden Einkommen der Kinder. Reicht das nicht aus, werden auch die finanziellen Rücklagen von Sohn und/oder Tochter belastet. Die durchschnittlichen stationären Pflegekosten in der Pflegestufe II belaufen sich heutzutage auf geschätzte 2.812 Euro pro Monat. Da die gesetzliche Pflegepflichtversicherung hier aber nur 1.279 Euro zahlt, verbleiben monatlich 1.533 Euro Kostenanteil, für die Kinder und andere direkte Verwandte aufkommen müssen.

 

"Diese Lücke kann nur durch eine private Pflegezusatzversicherung geschlossen werden", sagt die FinanzFachFrau Weihrauch. Kinder sollten für ihre Eltern eine solche Versicherung abschließen. Nur so können sie sich vor den finanziellen Risiken schützen, denen sie ausgesetzt sind. Wenn beispielsweise nur fünf Jahre Pflegebedürftigkeit besteht, entsteht eine Leistungslücke von 91.980 Euro (siehe Kasten), für die Kinder aufkommen müssten. Die durchschnittliche Pflegebedürftigkeit beträgt übrigens sieben Jahre.

 

5 Jahre Dauer der Pflegebedürftigkeit

Pflegeheimkosten (Pflegestufe II): 168.720 Euro

Zuschuss der gesetzlichen Pflegeversicherung: 76.740 Euro

Verbleibende Finanzierungslücke: 91.980 Euro

 

Es gibt Pflegerenten-, Pflegekosten- oder Pflegetagegeld-Versicherungen, um die finanzielle Lücke zur gesetzlichen Pflegeversicherung auszugleichen. Die FinanzFachFrauen raten, sich unbedingt unabhängig beraten zu lassen. Jeder müsse selbst entscheiden, welche Vorsorge-Form in der jeweils individuellen Situation am besten passt.

 

"Es ist nicht nur sinnvoll, die Eltern noch rechtzeitig in Sachen Pflegekosten abzusichern. Auch selbst sollte man an eine eigene Pflegezusatzversicherung denken", macht Regina Weihrauch deutlich. Nur so könne man auch die eigenen Kinder vor dem Finanzdebakel mit Pflegekosten im Alter schützen. "Damit helfen Sie Ihren Kindern mehr als mit einer Ausbildungsversicherung", weiß Regina Weihrauch, 48 und selbst Mutter von zwei Kindern. Sie hat schon vor sechs Jahren eine Pflegetagegeld-Versicherung abgeschlossen.

 

Für Frauen, die heute 50 Jahre sind, besteht zu 69 Prozent die Wahrscheinlichkeit, dass sie mit 95 pflegebedürftig sind (siehe Kasten). Das unterstreicht die Dringlichkeit, rechtzeitig eine Pflegezusatzversicherung abzuschließen.

 

Lebenserwartung und Pflegebedürftigkeit für den Geburtsjahrgang 1960:

Statistische Lebenserwartung für Frauen 95 Jahre, für Männer 91 Jahre;

statistisch gesehen werden 31 Prozent dieser Frauen und 13 Prozent dieser Männer im Alter von 85 Jahren pflegebedürftig sein. Zu 69 Prozent bei Frauen und zu 34 Prozent bei Männern besteht die Wahrscheinlichkeit, dass sie mit 95 Jahren pflegebedürftig sind.

 

Die FinanzFachFrauen weisen darauf hin, dass jeder selbst vorsorgen muss, wenn das mühsam angesparte Vermögen und alle Rücklagen nicht von den Pflegekosten (für die eigene Pflegebedürftigkeit oder die der Eltern) "aufgefressen" werden soll.

Repräsentative Umfrage: Bereitschaft zur Pflege von Familienangehörigen geht zurück

Jeder Fünfte Bundesbürger würde ein Familienmitglied rund um die Uhr pflegen. Allerdings hat die Bereitschaft der Deutschen zur umfassenden Betreuung ihrer Angehörigen stark nachgelassen. So wollten vor fünf Jahren noch doppelt so viele die Rundumpflege übernehmen. Auch der Anteil derer, die ihren Familienmitgliedern die Unterstützung im Pflegefall komplett verweigern, ist von rund sechs auf elf Prozent gestiegen. Dies ergab die Studie "Kundenkompass Selbstbestimmung im Alter" der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut auf der Basis zweier repräsentativer Bürgerbefragungen.

 

Vor allem bei den Beschäftigten in der Privatwirtschaft ist die Bereitschaft gering, sich intensiv um ihre pflegebedürftigen Angehörigen zu kümmern - hier würden lediglich 15 Prozent eine Rundumpflege übernehmen. "Offensichtlich fällt es dieser Gruppe immer schwerer, Beruf und Pflege miteinander in Einklang zu bringen", sagt Dr. Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des ZQP. "Es ist daher richtig, dass der Gesetzgeber hier aktiv werden will. Ein erster Ansatz ist es, Berufstätigen durch eine Pflegeauszeit die Möglichkeit einzuräumen, sich um ihre Angehörigen zu kümmern." So ist bei Hausfrauen und -männern die Bereitschaft zur Pflege mit 27 Prozent deutlich höher.

 

Konkrete Hilfsleistungen gefragt

 

Insgesamt werden in der Zukunft angesichts der demografischen Entwicklung und sich verändernder Familienstrukturen immer weniger Pflegebedürftige überhaupt auf die Unterstützung von Angehörigen zurückgreifen können - darüber machen sich die Befragten keine Illusionen. Sie wollen daher vorsorgen - und zwar vor allem, um sich im Pflegefall Assistance-Leistungen finanzieren zu können. Dabei rangiert die Haushaltshilfe mit 60 Prozent an erster Stelle. Mehr als jeder Zweite will außerdem sparen, um sich eine bedarfsgerechte Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch ein Nicht-Familienmitglied leisten zu können. "Diese Zahlen beweisen: Die Bundesbürger wissen, dass sie in der Zukunft auch im Pflegefall immer häufiger auf sich allein gestellt sein werden. Es gilt nun, das Angebot an Unterstützungsleistungen zu diversifizieren. Wir benötigen in der ambulanten Pflege neue und kreative Angebote, die den unterschiedlichen Wünschen und Bedürfnissen der Menschen gerecht werden und gleichzeitig eine qualitativ hochwertige Betreuung sicherstellen", so der ZQP-Vorstandsvorsitzende.

Seniorenheim: Darauf sollten Sie bei der Suche achten

Bei der Wahl der Pflegeheims gibt es einige Dinge zu beachten. Das fängt beim eigenen Zimmer an, kann aber auch die Verpflegung und die Pflegeleistung des jeweiligen Heimes betreffen. Die ARAG Experten zeigen auf, worauf Sie bei der Wahl des neuen Ruhesitzes ankommt.

 

Auf die Bedürfnisse kommt es an
Wenn plötzlich das Leben im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung ohne fremde Hilfe nicht mehr möglich ist, entscheiden sich viele Senioren, in ein Heim zu ziehen. Oft treffen auch die Verwandten diese Entscheidung, nämlich dann, wenn sie die Pflege der Familienangehörigen nicht selbst leisten können. Die Frage, welches Pflegeheim das richtige ist, stellt die meisten vor eine große Herausforderung. Was viele bei der Wahl nicht bedenken ist, dass sich die Bedürfnisse der Betroffenen mit der Zeit ändern können.

Auf die Pflegeleistung achten
Eine gute und ausreichende Pflegeleistung des Heims sollte bei der Entscheidungsfindung unbedingt eine Rolle spielen. Die meisten Beschwerden von Heimbesuchern betreffen nämlich Unzulänglichkeiten in diesem Sektor. ARAG Experten empfehlen, sich bei der Wahl des Heims ausreichend Zeit zu lassen und dort auch mal einen "Überraschungsbesuch" abzustatten. Sprechen Sie mit den Heimbewohnern und machen Sie sich einen Eindruck vom Pflegepersonal. Wie geht dieses mit den Bewohnern um? Wie ist die Atmosphäre? Auch sollten Sie sich erkundigen, ob das Pflegepersonal häufig wechselt oder ob die Heimbewohner nach Möglichkeit immer von der selben Person versorgt werden. Was viele nicht wissen: Die Pflegeheime unterstehen Qualitätskontrollen, die seit 2009 auch im Internet oder im Pflegeheim selbst veröffentlicht werden müssen. ARAG Experten weisen in diesem Zusammenhang auf den Service der Krankenkassen hin, die nicht nur geeignete Pflegeheime heraussuchen, sondern auch gleich die Pflegenote der einzelnen Unterkunft mitliefern.

Unterschreiben Sie nichts ungelesen
Viele Heime behalten sich zum Beispiel vor, ihren Bewohnern nach Bedarf ein anderes Zimmer zuzuweisen. Auf solche Klauseln sollten Sie unbedingt achten und diese gegebenenfalls aus dem Vertrag streichen lassen. Davon auszunehmen ist natürlich ein erforderlicher Zimmerwechsel beispielsweise durch eine geänderte Pflegestufe. Auch sollten Sie genau darauf achten, welche Zimmerausstattung im Vertrag vorgegeben ist und wie der tatsächliche Zustand ist. Das gilt auch bei der Verpflegung. Kommt alles frisch auf den Tisch oder doch eher aus der Konserve? Auch hier geben die Pflegenoten eine gute Übersicht über die Gesamtleistung. Bewertet werden nämlich laut ARAG Experten nicht nur die Qualität der Pflege, sondern auch der Umgang mit den Bewohnern, die Betreuung bzw. das soziale Angebot, der Wohnungs- und Hygienezustand sowie die Verpflegung.

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