Neue Vergleichsstudie 2017 - Die besten Anbieter

Die leistungsstärksten privaten Krankenvollversicherungen im Vergleich! Wo privat Versicherte die existenziell besten Leistungen erhalten? Kostenfreie Onlineversion der Studie!

 

Wenn man sich also gerne privat Krankenversichern möchte und die Zugangsvoraussetzungen erfüllt, stellt sich die Frage wo man sich am besten versichert? Denn es gibt eine Vielzahl an Anbieter und die unterschiedlichsten Leistungstarife. Wir von der Redaktion Verbraucherfinanzen-Deutschland.de haben uns zusammen mit dem auf Krankenversicherungen spezialisierten Analysehaus kvpro aktuell über 800 Versicherungstarife angesehen und daraus die absolut leistungsstärksten Angebote 2017 zur persönlichen Orientierung unserer Leser, ermittelt.

Auf was sollte bei der Auswahl geachtet werden? Welche Versicherungsangebote bieten mehr Leistungen, mit welchen Kosten sollte man kalkulieren? Was ist wirtschaftlicher, Angebote mit Selbstbeteiligung oder ohne? Die Antworten darauf finden Sie hier in dieser Studie!

 

Druckausgabe: Die Studie ist als Printausgabe für 30 Euro pro Exemplar zzgl. Porto kostenpflichtig erhältlich, solange der Vorrat reicht. Anfrage bitte unter klee@verbraucherfinanzen-Deutschland.de

Steigende PKV-Beiträge: Wer seinen Tarif wechselt, kann Hunderte Euro sparen 

Für viele privat Krankenversicherte wird es 2017 deutlich teurer. Nach einer aktuellen Erhebung des Verbraucherportals Finanztip werden alle befragten PKV-Anbieter zum oder im kommenden Jahr die Beiträge für Privatversicherte erhöhen. Obgleich nicht alle Vollversicherten davon betroffen sind, können die Preisanpassungen im Einzelfall happig ausfallen. Ein Anbieter bestätigte Finanztip gegenüber Aufschläge von bis zu 20 Prozent. Betroffene können sich jedoch wehren und so Hunderte Euro sparen.

Knapp 9 Millionen Deutsche sind laut PKV-Verband privat krankenversichert. Viele davon haben bereits Post von ihrem Versicherer bekommen: Sie sollen im kommenden Jahr mehr für ihre Krankenversicherung bezahlen. "Vor allem wegen der gestiegenen Leistungskosten drehen Versicherer aktuell an der Preisschraube", sagt Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur von Finanztip. "Zusätzlich setzt die niedrige Verzinsung der Altersrückstellungen die Anbieter unter Druck." Laut den befragten Versicherern sind die Erhöhungen mit 0,2 bis 6 Prozent im Durchschnitt eher moderat. "Im Einzelfall fallen diese jedoch oft deutlich höher aus", sagt Tenhagen. "Da können Mehrkosten von bis zu 1.500 Euro pro Jahr auf Versicherte zukommen."

 

Betroffene können sich wehren

 

Die gute Nachricht für Betroffene: Sie müssen die Beitragserhöhungen nicht einfach hinnehmen. "Im Grunde gibt es drei Möglichkeiten: Ich wechsele in die gesetzliche Krankenkasse, ich gehe zu einem anderen Versicherer oder ich wechsele intern in einen anderen Tarif", erklärt Tenhagen. Der Weg zurück in die gesetzliche Krankenkasse funktioniert allerdings nur in Ausnahmefällen, Arbeitnehmer ab 55 Jahren haben kaum eine Chance. Und wer seinen Vertrag kündigt, um zu einem anderen Versicherer zu wechseln, riskiert den Verlust seiner angesparten Altersrückstellungen. "Für viele ist der interne Tarifwechsel die einzige Chance, sich gegen hohe Preisforderungen zu wehren", sagt Tenhagen. "Denn Versicherer sind gesetzlich dazu verpflichtet, ihren Kunden den Wechsel in Tarife mit gleichartiger Leistung zu ermöglichen."

 

Vor allem Ältere sparen

 

Doch nicht für jeden Versicherten lohnt sich ein Wechsel gleichermaßen. "Was durch einen Tarifwechsel eingespart werden kann, hängt stark vom Alter des Betroffenen ab", sagt Tenhagen. Das größte Einsparpotenzial haben Versicherte, die älter als 65 Jahre sind. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Daten von rund 800 Finanztip-Nutzern, die über Minerva-Kundenrechte 2015 ihren PKV-Tarif gewechselt haben. Die über 65-Jährigen sparten durchschnittlich 1.394 Euro pro Jahr durch einen Tarifwechsel, während im Vergleich 35-jährige Versicherte nur 503 Euro weniger zahlten. "Da die Kosten der Versicherung im Alter stark ansteigen, sollten Versicherte ab 50 ihren Tarif unbedingt überprüfen", rät Tenhagen. "Insbesondere dann, wenn der Anbieter sehr viele unterschiedliche Tarife im Portfolio hat."

 

Nicht auf Kosten der Leistung wechseln

 

Wer mit seinen Beiträgen unzufrieden ist, kann zunächst bei seinem Versicherer nach einem besseren Tarif fragen. "Versicherer haben jedoch wenig Anreize, Kosten ohne eine Reduzierung der Leistung zu senken", warnt Tenhagen. "Oft hören Kunden dann, dass günstigere Beiträge nur durch eine Erhöhung des Selbstbehalts möglich sind." Das ist nach Ansicht des Finanztip-Experten ein schlechter Deal: "Ein Tarifwechsel sollte nicht auf Kosten der Leistung gehen. Wer bei seinem Versicherer nicht weiter kommt, kann professionelle Hilfe in Anspruch nehmen." Finanztip empfiehlt hierzu unabhängige Versicherungsberater, die entweder erfolgsabhängig arbeiten oder gegen eine Aufwandsentschädigung. "Die kennen den Markt und die Rechtslage und können strittige Punkte besser mit dem Versicherer verhandeln", sagt Tenhagen.

 

 

Tarifwechsel in der PKV - aber richtig!

Viele Versicherte werden sich demnächst wieder verwundert die Augen reiben, wenn Sie von ihren PKV-Versicherungen die Beitragsrechnungen für das kommende Jahr erhalten. Saftige Erhöhungen bei evtl. reduzierten Leistungen. Was die wenigsten Versicherten wissen: Auch in der PKV ist ein Tarifwechsel möglich. Der Paragraf 204 (VVG) sagt zusammenfassend aus, dass die Versicherten das gesetzlich verbriefte Recht haben, innerhalb der Gesellschaft in alle gleichartigen Tarife unter Mitnahme ihrer vollen Alterungsrückstellung zu wechseln. Bietet der Zieltarif jedoch Mehrleistungen als der bestehende Tarif, so kann der Versicherer für diese, eine erneute Gesundheitsprüfung und ggf. einen Risikozuschlag verlangen. Verzichtet der Versicherte auf diese Mehrleistung, bleibt er diesbezüglich auf dem jetzigen Niveau. Der Versicherer muss dem Kunden neben dem Standard- oder Basistarif mindestens einen Alternativvorschlag unterbreiten. Nach § 6, Abs. 2 VVGInfoV, können es sogar bis zu zehn sein.

 

Beraten und verkauft

 

Viele Verbraucher wollen oder können sich jedoch aus Unwissen, Desinteresse oder einfach auch aus zeitlichen Gründen damit nicht selbst beschäftigen und verlassen sich auf Ihren Versicherungsvertreter bzw. -makler des Vertrauens oder auf ein Vergleichsportal im Internet. In beiden Fällen sollte der Verbraucher nach Aussage des PKV-Experten und Marktbeobachters Gerd Güssler von KVpro.de, die jeweiligen Angebote jedoch stets kritisch hinterfragen, sich nicht blind darauf verlassen und nur nach dem billigsten Angebot / Tarif suchen! Viele unseriöse Berater nutzen diese Situation leider oftmals zu ihren Gunsten schamlos aus, da der Berater / Verkäufer vom Versicherer für seine Beratungsleistung bei einem Tarifwechsel innerhalb des Hauses kein Geld erhält – seine Arbeit wird nicht entlohnt. Deshalb wird oft zum Neuabschluss, also zum Stallwechsel gegriffen – nur dafür bekommt der Verkäufer eine Provision. Jedes Jahr werden so unzählige Versicherte getreu dem Motto „Ihre Kasse erhöht schon wieder die Beiträge, nichts wie weg“ regelrecht zum Kassenwechsel getrieben, oftmals mit der Folge, dass die bis zu diesem Zeitpunkt einbezahlten Prämien / die Altersrückstellungen sowie wertvoll erworbene Rechte für immer verloren sind. Im Internet dagegen wird oft mit billigen Lock-Angeboten geworben, die nur ein Ziel haben, nämlich Adressen und persönliche Daten zu generieren um diese wiederum an Produktvermittler zu verkaufen.

 

Checkliste für einen Versicherungswechsel

 

Versicherte / Verbraucher sollten bei einem Tarifwechsel auf Folgendes achten:

 

1. Der seriöse, qualifizierte Berater / Makler lässt sich die Unterlagen des bestehenden Versicherungstarifs geben (die Versicherungspolice). 

 

2. Er wird mit Ihnen darüber sprechen, wie lange sie schon in diesem Tarif versichert sind. In diesem Zusammenhang sollte er Sie über das Thema „Altersrückstellungen“ und zustehende Rechte informieren. 

 

3. Er wird mit Ihnen über Ihre Wünsche und Erwartungen an Ihre Krankenversicherung sprechen, die gemachten Erfahrungen mit dem aktuellen Versicherungstarif analysieren und wird Fragen zur aktuellen gesundheitlichen, familiären und finanziellen Situation stellen. 

 

4. Er wird mit Ihnen ausführlich besprechen, inwiefern der bestehende Versicherungstarif Ihren ermittelten Bedürfnissen entspricht. Dabei wird er insbesondere nicht nur darauf eingehen, welche Leistungen versichert sind, sondern auch – und besonders wichtig – feststellen, „Von was wie viel“ Sie versichert haben (Erstattungsniveau), welche Kostenrisiken Sie momentan eingegangen sind und evtl. vorhandene Risikozuschläge auf ihre Berechtigung hin mit Ihnen überprüfen.

 

5. Er wird Sie darüber aufklären, dass grundsätzlich ein adäquater und jederzeit ergänzender Versicherungsschutz bei einem Monatsbeitrag ab ca. 400 € beginnt. Angebote darunter sind i. d. R. nur für Personen geeignet, die finanziell in der Lage sind, große Teile ihrer Krankheitskosten selbst zu tragen.

 

6. Auf Basis dieser Informationen wird er eine Empfehlung aussprechen, ob es sinnvoll ist, den bestehenden Versicherungsschutz so zu belassen, einen Tarifwechsel innerhalb des Versicherers durchzuführen oder den Versicherer ganz zu wechseln.

 

7. Bei einer Wechselempfehlung wird er Ihnen genau aufzeigen, worin sich Ihr künftiger Versicherungsschutz von dem bestehenden unterscheidet, z. B. höheres oder niedrigeres Erstattungsniveau, Gewinn oder Verlust bei einem „Stallwechsel“, also einem Wechsel des Versicherers und mit Ihnen einen tragfähigen Kompromiss erarbeiten, der Sie finanziell nicht überfordert. Besseren oder gleichen Schutz für weniger Geld gibt es jedoch nicht.

 

8. Er wird eine ausführliche Beratungsdokumentation nach den Vorschriften des VVG anfertigen, das Ihre Wünsche und Bedürfnisse verbunden mit seinem Rat und seiner Empfehlung sowie Ihrer Entscheidung dokumentiert. Er wird Sie nicht dazu auffordern, auf die Dokumentation schriftlich zu verzichten.

Versicherte müssen Rechnung prüfen

Ein privat Krankenversicherter ist verpflichtet, bei der Versicherung einzureichende Rechnungen darauf zu überprüfen, ob die tatsächlich vorgenommene Behandlung abgerechnet wird. So erhielt beispielsweise eine privat versicherte Dame eine Bioresonanztherapie bei einem Arzt für bioenergetische Medizin und Naturheilverfahren. In der Rechnung wurden vom Arzt zudem eine Akupunkturbehandlung und eine Infiltrationsbehandlung abgerechnet, obwohl er diese Behandlungen tatsächlich nicht vorgenommen hatte. Die Patientin reichte die Arztrechnung bei ihrer Privatversicherung ein, ohne dies zu monieren. Die Behandlungskosten wurden ihr von ihrer Krankenversicherung erstattet.

Nachdem die Krankenversicherung Jahre später davon Kenntnis erlangte, dass die von ihr erstatteten Leistungen nicht erbracht worden waren, forderte sie den Erstattungsbetrag von der Patientin zurück. Die Versicherungsnehmerin weigerte sich, das Geld zurückzuzahlen. Sie argumentierte, als medizinischer Laie habe sie nicht bemerkt, dass in der Rechnung andere Positionen aufgeführt waren, als die tatsächlich vorgenommenen Leistungen. Laut Gericht muss sie den Betrag zurückzahlen. Denn für den Versicherungsnehmer einer privaten Krankenversicherung besteht zumindest die nebenvertragliche Pflicht, die von ihm bei seinem Versicherer eingereichte Rechnung darauf zu prüfen, ob die darin aufgeführten Leistungen auch tatsächlich durchgeführt wurden. Denn dem Versicherungsunternehmen sei es naturgemäß nicht möglich, selbst Einblick in die tatsächlich durchgeführten Behandlungen zu nehmen, erklären ARAG Experten (AG München, Az.: 282 C 28161/12).

PKV geht juristisch gegen irreführende Werbung vor

„Weil fragwürdige Werbetricks à la ‚PKV ab 59 Euro‘ insbesondere im Internet um sich greifen und den Ruf der Privaten Krankenversicherung schädigen, geht der PKV-Verband jetzt juristisch dagegen vor. Werbungen für Tarifangebote zu einem Preis, der so am Markt nicht verfügbar ist, sind unzutreffend und damit irreführend. Sie verstoßen gegen die Vorschriften des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb. Dies gilt auch für das Verschweigen wesentlicher Merkmale, wenn beworbene Tarife nicht die typischen Leistungen einer privaten Krankenversicherung umfassen. Die Urheber entsprechender irreführender Werbeangebote erhalten daher eine Abmahnung. Sie werden zur Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung auf­gefordert, für jeden Fall der Zuwiderhandlung drohen ihnen empfindliche Strafzahlungen.

 

Eine Umfrage bei den PKV-Mitgliedsunternehmen hat ergeben, dass zu den in einschlägigen Werbungen genannten Billigst-Beiträgen kein Tarif bekannt ist, der den üblichen Schutzumfang einer privaten Krankenversicherung bietet (darunter z.B. freie Arztwahl, Unterkunft in Ein- oder Zweibettzimmern, Chefarztbehandlung). Soweit es bei PKV-Unternehmen einzelne Tarife mit derart geringen Beiträgen gibt, sind sie an sehr enge Voraussetzungen geknüpft und beziehen sich auf spezielle Zielgruppen wie z.B. Studenten, Beamtenanwärter oder Meister­schüler. Solche Tarife werden aber in der Regel ohne Alterungs­rückstellungen kalkuliert, weil sie nur für vorübergehende Lebensphasen gelten. Sie entsprechen nicht der typischen privaten Krankenvollversicherung“, so der Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV), Volker Leienbach.

Linktipps der Redaktion

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Verbraucherfinanzen-Deutschland.de